{"id":36587,"date":"2023-05-04T10:55:34","date_gmt":"2023-05-04T08:55:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/?p=36587"},"modified":"2023-05-04T11:22:32","modified_gmt":"2023-05-04T09:22:32","slug":"2022-hupac-verliert-18-aufkommen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/2023-05-04-2022-hupac-verliert-18-aufkommen\/","title":{"rendered":"2022: Hupac verliert 1,8 % Aufkommen"},"content":{"rendered":"\n<p>Im vergangenen Jahr bef\u00f6rderte die Hupac Gruppe 1.104.000 Stra\u00dfensendungen im Kombinierten Verkehr Stra\u00dfe\/Schiene und im Seehafenhinterlandverkehr, was einem leichten R\u00fcckgang von 1,8% oder 20.000 Stra\u00dfensendungen entspricht. Insbesondere die Kapazit\u00e4tsengp\u00e4sse in Deutschland wirkten sich negativ aus. Nach einer lebhaften Entwicklung im ersten Quartal mit monatlichen Wachstumsraten im hohen einstelligen Bereich brach der Verkehr in den Monaten April und Juni und nochmals im Herbst aufgrund der intensiven Baut\u00e4tigkeit auf dem Rhein-Alpen-Korridor ein. In Spitzenzeiten konnten bis zu 20 % der bestellten Z\u00fcge aus betrieblichen Gr\u00fcnden nicht fahren. Im letzten Quartal setzte eine konjunkturelle Abschw\u00e4chung ein, die auf die ung\u00fcnstige Entwicklung der Energiepreise zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"637\" height=\"392\" src=\"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/hupac-2022.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-36589\" srcset=\"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/hupac-2022.png 637w, http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/hupac-2022-300x185.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 637px) 100vw, 637px\" \/><figcaption>Grafik: Hupac<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Insgesamt ging das Verkehrsvolumen auf dem aufkommensstarken Nord-S\u00fcd-Korridor um 2,9% auf 767.000 Stra\u00dfensendungen zur\u00fcck. Der transalpine Verkehr durch die Schweiz war mit einem Minus von 2,1% auf 585.000 Sendungen betroffen. Erfreulich entwickelte sich hingegen der Transitverkehr durch \u00d6sterreich mit einem Plus von 9,7% auf 44.000 Sendungen. Positiv entwickelten sich auch der S\u00fcdost- und der S\u00fcdwestkorridor mit Zuwachsraten von 2,9% bzw. 40,3%.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Seehafenhinterlandverkehr unterliegt weiterhin starken externen Einfl\u00fcssen. Stichworte hierf\u00fcr sind die global gest\u00f6rten Lieferketten durch COVID-19 mit Shutdowns in Asien und die Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine. Die Maritimverkehre der ERS Railways ab den Nordseeh\u00e4fen verzeichneten einen R\u00fcckgang von 3% auf 184.000 Stra\u00dfensendungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Umsatz der Hupac Gruppe sank 2022 um 2,1% auf CHF 668,5 Mio. Mit einem Jahresgewinn von CHF 7,6 Mio. erzielte Hupac dennoch ein zufriedenstellendes Jahresergebnis. Die Investitionen erreichten mit CHF 84,3 Mio. ein hohes Niveau, da verschiedene Projekte nach der Pandemiepause wieder aufgenommen werden konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der hohen Energiekosten stehen vor allem die energieintensive Branchen wie Stahl, Chemie und Papier unter Druck. Mit dem R\u00fcckgang dieser bahnaffinen Transporte sinkt die Grundlast des Kombinierten Verkehrs in Europa, erkl\u00e4rte Hans-J\u00f6rg Bertschi, Verwaltungsratspr\u00e4sident der Hupac AG, anl\u00e4sslich der Bilanzmedienkonferenz am 4. Mai 2023 in Z\u00fcrich. Zudem sind seit Januar 2023 in Europa Preiserh\u00f6hungen im Bahnverkehr zu verzeichnen, die deutlich \u00fcber den Preissteigerungen im Stra\u00dfentransport liegen. Da gleichzeitig die Industriekonjunktur stagniert bzw. r\u00fcckl\u00e4ufig ist, sind im Stra\u00dfenverkehr wieder erhebliche Kapazit\u00e4ten frei. Dies f\u00fchrte zu deutlichen R\u00fcckverlagerungen von Transporten von der Schiene auf die Stra\u00dfe. Im Verkehrsnetz der Hupac l\u00e4sst sich dies f\u00fcr den Zeitraum Januar bis April 2023 je nach Verkehrssegment mit einem Minus von 10 bis 15 Prozent gegen\u00fcber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs beziffern.<\/p>\n\n\n\n<p>Hupac h\u00e4lt ihr Verkehrsnetz trotz Nachfrager\u00fcckgang stabil. Wo n\u00f6tig, werden Betriebskonzepte optimiert und \u00dcberkapazit\u00e4ten abgebaut. Ein striktes Kostenmanagement in Zusammenarbeit mit den Partnern soll dazu beitragen, &#8222;die Krise mit schlanken Strukturen und flexibler Produktionsplanung zu meistern&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Netzwerkentwicklung konzentriert sich Hupac auf den Angebotsausbau ab dem Terminal K\u00f6ln Nord, dessen Betrieb die Hupac Gruppe Anfang Jahr \u00fcbernommen hat. Der neue Terminal Brwin\u00f3w bei Warschau wird als Hub f\u00fcr Verkehre von\/nach West- und S\u00fcdeuropa entwickelt. Im Kernmarkt des transalpinen Verkehrs durch die Schweiz stehen die M\u00e4rkte Benelux sowie die Wirtschaftsr\u00e4ume Nordost-, Mittel- und S\u00fcditalien im Fokus. Im Maritimverkehr verfolgt die Hupac Gruppe eine langfristige Strategie unter Nutzung ihres europ\u00e4ischen Netzwerks. W\u00e4hrend die Nordh\u00e4fen \u00fcber die Tochtergesellschaft ERS Railways bedient werden, stellt Hupac Intermodal ihr Netzwerk f\u00fcr Volumen ab den Mittelmeerh\u00e4fen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob der Kombinierte Verkehr in der aktuellen Situation seine Marktposition halten und gegebenenfalls ausbauen kann, h\u00e4ngt jedoch nach Hupac-Einsch\u00e4tzung in erster Linie von den verkehrspolitischen Rahmenbedingungen ab. Hupac Pr\u00e4sident Hans-J\u00f6rg Bertschi nennt eine Reihe von Ma\u00dfnahmen, welche die Marktf\u00e4higkeit des Kombinierten Verkehrs st\u00e4rken und die bisherigen Verlagerungserfolge sichern w\u00fcrden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Qualit\u00e4tsmanagement f\u00fcr Shuttlez\u00fcge im internationalen Alpentransit<br>Einf\u00fchrung eines durchg\u00e4ngig wirksamen Betriebsmanagements f\u00fcr internationale Alptransit-Z\u00fcge des Kombinierten Verkehrs auf dem Rhein-Alpen-Korridor unter F\u00fchrung der Bahninfrastrukturen des Korridors \u2013 eine Ma\u00dfnahme, die angesichts der anstehenden Korridorsanierungen und Bauarbeiten auf der Rheintalbahn von besonderer Dringlichkeit ist. Aufgrund ihrer verkehrspolitischen Bedeutung auf diesem Korridor k\u00e4me der Schweiz mit dem UVEK eine f\u00fchrende Rolle als Impulsgeber zu. Dies mit Unterst\u00fctzung Italiens, das f\u00fcr die Sicherung seiner Wirtschaft und seines Au\u00dfenhandels dringend auf ein funktionierendes transalpines Transportsystem angewiesen ist.&nbsp;&nbsp;<\/li><li>St\u00fctzung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Kombinierten Verkehrs<br>Tempor\u00e4re Aussetzung der j\u00e4hrlichen K\u00fcrzung der UKV-F\u00f6rdermittel bis zur \u00dcberwindung der Wirtschaftskrise. Durch eine Anpassung der F\u00f6rderung an das reduzierte Transportaufkommen im ersten Quartal 2023 kann der Wettbewerbsverlust des Kombinierten Verkehrs teilweise kompensiert werden.<\/li><li>Weiterf\u00fchrung der Rollenden Autobahn bis 2028<br>Die Rollende Autobahn ist aufgrund der Zunahme des Stra\u00dfenverkehrs derzeit sehr gut ausgelastet. Die Fortf\u00fchrung der Rollenden Autobahn bis 2028 ist eine geeignete Ma\u00dfnahme, um der R\u00fcckverlagerung auf den reinen Stra\u00dfenverkehr entgegenzuwirken.<\/li><li>Leistungssteigerung durch digitale Transformation<br>Ein transparenter Datenfluss entlang der gesamten Leistungskette des Kombinierten Verkehrs tr\u00e4gt dazu bei, dass Kapazit\u00e4ten besser genutzt werden und die einzelnen Partner besser planen k\u00f6nnen. Bestehende offene Systeme wie der Data Hub von DX Intermodal m\u00fcssen zum Standard f\u00fcr den gesamten Kombinierten Verkehr in Europa werden.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><a href=\"https:\/\/www.europeanlocpool.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"769\" src=\"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2023-04_az-elp-1024x769.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-35814\" srcset=\"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2023-04_az-elp-1024x769.jpg 1024w, http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2023-04_az-elp-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2023-04_az-elp-768x577.jpg 768w, http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2023-04_az-elp-1320x992.jpg 1320w, http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2023-04_az-elp.jpg 1499w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im vergangenen Jahr bef\u00f6rderte die Hupac Gruppe 1.104.000 Stra\u00dfensendungen im Kombinierten Verkehr Stra\u00dfe\/Schiene und im Seehafenhinterlandverkehr, was einem leichten R\u00fcckgang von 1,8% oder 20.000 Stra\u00dfensendungen entspricht. 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