{"id":37189,"date":"2023-05-30T14:33:00","date_gmt":"2023-05-30T12:33:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/?p=37189"},"modified":"2023-05-31T09:41:14","modified_gmt":"2023-05-31T07:41:14","slug":"fret-sncf-vor-aufteilung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/2023-05-30-fret-sncf-vor-aufteilung\/","title":{"rendered":"Fret SNCF vor Aufteilung"},"content":{"rendered":"\n<p>Die EU-Kommission hat staatliche Beihilfen an Fret SNCF von 2007 bis 2019 als illegal eingestuft. Nun ist der Mutterkonzern SNCF gezwungen, seine hoch defizit\u00e4re Tochter &#8211; im genannten Zeitraum liefen 5,3 Mrd. EUR Verluste auf &#8211; deutlich zu entmachten. Angdacht ist dass die staatliche G\u00fcterbahn 30 % der Verkehre, dies entspricht 20 % des Umsatzes, an Mitbewerber au\u00dferhalb des Konzernes (Fret SNCF, Captrain, Naviland Cargo, &#8230;) abgibt. F\u00fcr den Konzern bedeutet das den Verlust von 500 Mitarbeitern (ca. 10 %) sowie die Abgabe von 53 Loks an die neuen Betreiber. Zudem soll ein Wettbewerbsverbot f\u00fcr den entgangenen Verkehre f\u00fcr zehn Jahre gelten. <\/p>\n\n\n\n<p>Fret SNCF selbst wird bis Ende 2024 aufgel\u00f6st und zwei neue Unternehmen gegr\u00fcndet, die Verkehr und Wartung trennen. Das Kapital dieser Unternehmen k\u00f6nnte sp\u00e4ter freigegeben werden. Fret SNCF muss au\u00dferdem Immobilien und sein intermodales Terminal in Saint Priest bei Lyon verkaufen. Fret SNCF wird die M\u00f6glichkeit haben, seine Dienste an andere Betreiber weiterzuvergeben, solange diese die Ressourcen finden, die sie \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Schlussfolgerung aus den Verkehrsverlusten ist, dass Fret SNCF haupts\u00e4chlich auf dem franz\u00f6sischen Wagenladungsnetz verbleiben wird, wobei der wichtigste Verkehr Stahlprodukte f\u00fcr ArcelorMittal und Chemikalien sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Fret SNCF und die SNCF-Gruppe sind mit der Analyse der Situation durch die EU-Kommission nicht einverstanden, und der Leiter der Schieneng\u00fcterverkehrssparte Rail Link Europe der SNCF und von Fret SNCF, Fr\u00e9d\u00e9ric Delorme, sagte, die Entscheidung sei ein \u201eHammerschlag\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit der \u00d6ffnung des Schieneng\u00fcterverkehrs im Jahr 2005 f\u00fcr den Wettbewerb (eine Voraussetzung f\u00fcr mehr Subventionen f\u00fcr Fret SNCF!) ist der Marktanteil des etablierten Betreibers auf rund 50 % geschrumpft, obwohl die SNCF-Tochtergesellschaft Captrain France einen zunehmenden Anteil des Verkehrs \u00fcbernommen hat. Die gr\u00f6\u00dften Konkurrenten von Fret SNCF sind DB Cargo France, Lineas und Europorte. Diese Unternehmen haben sich oft \u00fcber die chronischen Verluste von Fret SNCF beschwert, was darauf hindeutet, dass der etablierte Betreiber \u201eDienstleistungen mit Verlust verkauft\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission hat staatliche Beihilfen an Fret SNCF von 2007 bis 2019 als illegal eingestuft. Nun ist der Mutterkonzern SNCF gezwungen, seine hoch defizit\u00e4re Tochter &#8211; im genannten Zeitraum liefen 5,3 Mrd. EUR Verluste auf &#8211; deutlich zu entmachten. 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