{"id":39778,"date":"2023-09-29T11:52:53","date_gmt":"2023-09-29T09:52:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/?p=39778"},"modified":"2023-09-29T12:07:11","modified_gmt":"2023-09-29T10:07:11","slug":"bahnen-fuerchten-schweizer-trassenpreiserhoehung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/2023-09-29-bahnen-fuerchten-schweizer-trassenpreiserhoehung\/","title":{"rendered":"Bahnen f\u00fcrchten Schweizer Trassenpreiserh\u00f6hung"},"content":{"rendered":"\n<p>Gegenw\u00e4rtig arbeitet das Schweizer Bundesamt f\u00fcr Verkehr (BAV) an der \u201eAnpassung der Trassenpreise\u201c f\u00fcr die Jahre 2025 bis 2028, wozu der definitive Entscheid im Fr\u00fchjahr 2024 erfolgen soll. Die Preise richten sich zwar nach den sogenannten Grenzkosten, also an den Infrastrukturkosten, die ein Zug durch das Befahren einer Trasse verursacht, aber schon jetzt deuten die Zeichen auf eine Erh\u00f6hung hin: Die SBB als Infrastrukturbetreiberin macht in der Offerte f\u00fcr die Netznutzung gegen\u00fcber der letzten Periode Mehrkosten von j\u00e4hrlich rund 60 Mio. SFR geltend.<\/p>\n\n\n\n<p>In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisieren BLS Cargo, DB Cargo, Hupac und railCare die geplante Preiserh\u00f6hung \u2013 und warnen vor den Folgen einer R\u00fcckverlagerung auf die Stra\u00dfe. Die rezessive oder stagnierende Wirtschaft habe aktuell auf der ganzen Welt einen R\u00fcckgang des G\u00fcterverkehrs zur Folge, in Europa gingen die Transportvolumen im Kombinierten Verkehr seit Mitte 2022 kontinuierlich zur\u00fcck. Eine Erh\u00f6hung der Infrastrukturkosten sei da \u00e4u\u00dferst kontraproduktiv, zumal der Stra\u00dfentransport m\u00f6glicherweise die Preise senke, um bei sinkendem Volumen eine ausreichende Auslastung zu erzielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schweizer Trassenpreise geh\u00f6rten heute schon zu den h\u00f6chsten in Europa, und nun drohe die Erh\u00f6hung vor allem wegen zwei Werten: Der Verschlei\u00dffaktor soll um 18,5 % von 0,33 auf 0,39 Rappen pro Bruttotonnenkm steigen. Damit wollen die SBB zum einen ihre durch Abn\u00fctzung entstehenden Grenzkosten abdecken, zum andern soll damit ein Anreiz geschaffen werden, damit die Unternehmen in neues, schienenfreundliches Rollmaterial investieren. Praktisch gleichzeitig werden die Stromkosten ab 2024 von 12 auf 14 Rappen pro kWh erh\u00f6ht.<\/p>\n\n\n\n<p>Da es f\u00fcr den G\u00fcterverkehr mit seinen schweren Z\u00fcgen genau diese beiden ma\u00dfgeblichen Elemente im Mix der Infrastrukturkosten sind, w\u00fcrden sich je nach Strecke und Zug die Preise dadurch um rund 30 % erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Unternehmen fordern deshalb das BAV auf, den Basispreis f\u00fcr den Verschlei\u00df gleich zu belassen und den Bahnstrom weiterhin f\u00fcr 11 Rappen pro kWh zu erm\u00e4\u00dfigen, denn die Erh\u00f6hung des Verschlei\u00dffaktors diene nur der Kostendeckung des Infrastrukturbetreibers, sie tr\u00e4gt nicht zur beschleunigten Renovierung der Wagenflotte bei und verschlechtere die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Schiene gegen\u00fcber der Stra\u00dfe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegenw\u00e4rtig arbeitet das Schweizer Bundesamt f\u00fcr Verkehr (BAV) an der \u201eAnpassung der Trassenpreise\u201c f\u00fcr die Jahre 2025 bis 2028, wozu der definitive Entscheid im Fr\u00fchjahr 2024 erfolgen soll. 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