{"id":48264,"date":"2024-08-22T21:59:34","date_gmt":"2024-08-22T19:59:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/?p=48264"},"modified":"2024-09-11T23:23:20","modified_gmt":"2024-09-11T21:23:20","slug":"de-trassenpreise-2026-stellungnahmeverfahren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/2024-08-22-de-trassenpreise-2026-stellungnahmeverfahren\/","title":{"rendered":"[DE] Trassenpreise 2026: Stellungnahmeverfahren [19.08.2024]"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 23.08.2024 startet das Stellungnahmeverfahren der INB 2025\/ 2026, in dessen Rahmen auch die Trassenentgelte f\u00fcr das Fahrplanjahr 2025\/ 2026 ver\u00f6ffentlicht werden. Die DB InfraGO AG muss einen Hauptantrag mit deutlich erh\u00f6htem Zielerl\u00f6s und alternativen Dynamisierungsraten im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die DB InfraGO AG wird einen Zielerl\u00f6s von rd. 7,9 Mrd. EUR beantragen. Dies entspricht einer Entgeltsteigerung gegen\u00fcber dem Vorjahr von rd. 1,2 Mrd. EUR bzw. +19,1 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Die reine Preissteigerung f\u00fcr 2026 liegt bei rd. 0,3 Mrd. EUR und ergibt sich vor allem aus Mehrausgaben f\u00fcr Instandhaltung und operative Personale (Menge und Preis).<\/p>\n\n\n\n<p>Die geplante Eigenkapitalerh\u00f6hung, zu deren H\u00f6he f\u00fcr 2026 derzeit (Stand: 19.08.2024) die Gespr\u00e4che noch nicht abgeschlossen sind, f\u00fchrt zu zus\u00e4tzlichen Kosten. Diese ergeben sich aus Abschreibung und Kapitalkosten und verursachen den Gro\u00dfteil der Gesamtkostensteigerung. Erkl\u00e4rtes Ziel ist es, Auswirkungen durch die Eigenkapitalzuf\u00fchrung an die DB InfraGO AG marktneutral umzusetzen. Hierf\u00fcr wird an einem Kompensationsmechanismus gearbeitet, welcher die Kosteneffekte im Binnenverh\u00e4ltnis (Eigent\u00fcmer &lt;&gt; DB InfraGO AG) so regelt, dass die infolge der Eigenkapitalzuf\u00fchrung entstehenden Kosten (Abschreibungen und Verzinsung) nicht zu einer Belastung der Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die DB InfraGO AG hat Mitte April 2024 Rechtsmittel gegen die Festlegung der Entgeltbildung im SPNV im Trassenpreissystem (TPS) 2025 gem\u00e4\u00df \u00a7&nbsp;37 (2) ERegG und \u00a7&nbsp;5 Abs. 10 RegG eingelegt. Sollte die Deckelung im SPNV europarechtswidrig sein, k\u00f6nnte eine Kopplung der SPNV-Entgeltdynamisierung an die j\u00e4hrliche Steigerungsrate der Regionalisierungsmittel (RegM) entfallen. Die DB InfraGO AG beantragt daher eine alternative SPNV-Dynamisierung von +23,5 %. Diese entspricht der tats\u00e4chlichen Entwicklung der RegM seit 2018 und enth\u00e4lt neben den Steigerungsraten des \u00a7&nbsp;5 Abs. 3 RegG alle sonstigen, auch einmaligen, Erh\u00f6hungen. In dem Verfahren rechnet die DB InfraGO AG mit einer ersten Entscheidung durch das Verwaltungsgericht K\u00f6ln im 3. Quartal 2024.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 23.08.2024 wird entsprechend des von der Bundesnetzagentur (BNetzA) vorgegebenen Verfahrens nur der sogenannte Hauptantrag ins Stellungnahmeverfahren ver\u00f6ffentlicht. Dieser enth\u00e4lt folgende maximal notwendige Steigerungsraten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Schienenpersonennahverkehr (SPNV): +23,5 %<\/li>\n\n\n\n<li>Schienenpersonenfernverkehr (SPFV): +10,1 %<\/li>\n\n\n\n<li>Schieneng\u00fcterverkehr (SGV): +14,8 %<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den erhofften Fall, dass Kompensationsmechanismen f\u00fcr die Eigenkapitalerh\u00f6hung geschaffen werden, beabsichtigt die DB InfraGO AG eine Absenkung im Laufe des Entgeltgenehmigungsverfahrens mit der BNetzA auf einen Zielerl\u00f6s in H\u00f6he von rd. 7,0 Mrd. EUR. Damit k\u00f6nnten die \u00fcberproportionalen Steigerungsraten f\u00fcr SPFV und SGV aus dem TPS 2025 ausgeglichen werden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>SPNV: +23,5 %<\/li>\n\n\n\n<li>SPFV: -31,5 %<\/li>\n\n\n\n<li>SGV: -15,8 %<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das Genehmigungsverfahren startet nach dem Stellungnahmeverfahren Anfang Oktober 2024.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Branchenverband &#8222;Die G\u00fcterbahnen&#8220; kommentierte: \u201eDas 2016 beschlossene Trassenpreissystem kollabiert vor unseren Augen. Ein Preisschock jagt den n\u00e4chsten. Statt der f\u00fcr lange Zeit \u00fcblichen gut zweiprozentigen j\u00e4hrlichen Trassenpreiserh\u00f6hungen, verlangt die gemeinwohlorientierte DB InfraGO 2025 im Mittel sechs und 2026 fast zwanzig Prozent mehr. Mal trifft es wie in 2025 besonders den G\u00fcter- und Fernverkehr, 2026 soll es der Nahverkehr sein. In den Folgejahren drohen noch absurdere Aufschl\u00e4ge. W\u00e4hrend der Verkehrsminister die Entwicklung \u201egenau beobachtet\u201c, verursacht die Bundesregierung selbst den gr\u00f6\u00dften Teil der Aufschl\u00e4ge durch Eigenkapitalerh\u00f6hungen und Darlehen an die DB. Die bislang \u00fcblichen Baukostenzusch\u00fcsse zur Finanzierung der Infrastruktur h\u00e4tten das vermieden. Der Bundestag muss diesem Spuk ein Ende setzen und das Eisenbahnregulierungsgesetz \u00e4ndern. Ein gemeinwohlorientierter Schieneninfrastrukturbetreiber muss \u2013 genau wie die Autobahn GmbH &#8211; keine Gewinne erwirtschaften. Die im Gesetz seit 2016 existierende preistreibende Kopplung des Gewinnanspruchs an die Eigenkapitalh\u00f6he muss in diesem Herbst abgeschafft werden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 23.08.2024 startet das Stellungnahmeverfahren der INB 2025\/ 2026, in dessen Rahmen auch die Trassenentgelte f\u00fcr das Fahrplanjahr 2025\/ 2026 ver\u00f6ffentlicht werden. 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