{"id":65499,"date":"2026-03-26T14:59:16","date_gmt":"2026-03-26T13:59:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/?p=65499"},"modified":"2026-03-26T20:02:48","modified_gmt":"2026-03-26T19:02:48","slug":"hu-zahony-ohne-erzverkehr-fuer-dunaferr","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/2026-03-26-hu-zahony-ohne-erzverkehr-fuer-dunaferr\/","title":{"rendered":"[HU] Z\u00e1hony ohne Erzverkehr f\u00fcr Dunaferr"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Krieg in der Ukraine und die Stilllegung der Donaueisenwerke von Duna\u00fajv\u00e1ros hat den Verkehr \u00fcber den Umschlagkomplex im ostungarischen Z\u00e1hony stark reduziert. Seit einigen Tagen f\u00e4hrt gegenw\u00e4rtig kein G\u00fcterzug mehr von der ukrainischen Seite. Schon seit einigen Monaten steht der Umschlag an der Erzrutsche in Eperjeske-rendez\u0151 ebenfalls still, da das gr\u00f6\u00dfte ungarische Stahlwerk in Duna\u00fajv\u00e1ros, es besch\u00e4ftigte im Jahr 2020 \u00fcber 4.500 Arbeiter, nicht mehr produziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Stahlhersteller Dunaferr befindet sich nach Insolvenz und der 2023 erfolgten \u00dcbernahme durch die indische Liberty Steel Group in einer tiefen Krise. Liberty Steel wurde von Ungarns Regierung als Rettung f\u00fcr Dunaferr kommuniziert und erhielt 100 Mio. EUR Kredit zur Fortsetzung des Betriebs. Liberty Steel versprach mit Pl\u00e4nen f\u00fcr Elektrolichtbogen\u00f6fen Investitionen in \u201egr\u00fcnen Stahl\u201c und technologische Ver\u00e4nderungen, schielte aber offenbar nur auf die erworbene CO2-Quote. Die Produktion erholte sich nicht, es kam zur Stilllegung des letzten der beiden Siemens-Martin-Hoch\u00f6fen im Juni 2024. Im Juni 2025 wurden innerhalb einer Woche etwa 2.500 Arbeiter entlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Versuche, Teile der Anlage an andere Unternehmen mit m\u00f6glicher Wiederaufnahme der Produktion zu verkaufen, blieben erfolglos. Im August 2025 berichteten mehrere Quellen, dass der Verkauf des Walzwerks scheiterte, weil die eingegangenen Gebote die Bedingungen nicht erf\u00fcllten und dass nun die soziale \u201eNachsorge\u201c beginne. Schlie\u00dflich ordneten im Oktober 2025 Gerichte das Ende dieses Prozesses an, was das Verschwinden jeglicher Chance auf eine Wiederaufnahme der Produktion bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach weiteren Entlassungen im M\u00e4rz 2026 werden vorerst etwa 100\u2013150 Personen bei Dunaferr \u00fcbrigbleiben. Sie sind meist Buchhalter, welche die Papierarbeit f\u00fcr die entlassenen Mitarbeiter erledigen, und pro Schicht sind immer noch zwei Personen in den Produktionseinheiten \u00fcbrig, wo sie weiterhin die Ger\u00e4te \u00fcberwachen, die unter Strom stehen. Nach den Regierungspl\u00e4nen wird das Gebiet des Donaueisenwerks Staatseigentum und soll langfristig als Industriepark genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/openrailwaymap.org\/?style=standard&amp;lat=46.94709824229309&amp;lon=18.944334983825684&amp;zoom=14\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/openrailwaymap.org\/?style=standard&amp;lat=46.94709824229309&amp;lon=18.944334983825684&amp;zoom=14<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Krieg in der Ukraine und die Stilllegung der Donaueisenwerke von Duna\u00fajv\u00e1ros hat den Verkehr \u00fcber den Umschlagkomplex im ostungarischen Z\u00e1hony stark reduziert. Seit einigen Tagen f\u00e4hrt gegenw\u00e4rtig kein G\u00fcterzug mehr von der ukrainischen Seite. 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