{"id":66251,"date":"2026-04-28T08:35:44","date_gmt":"2026-04-28T06:35:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/?p=66251"},"modified":"2026-04-28T08:35:55","modified_gmt":"2026-04-28T06:35:55","slug":"hr-transagent-rail-in-schwierigkeiten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.railfreight.eu\/dr-ne\/2026-04-28-hr-transagent-rail-in-schwierigkeiten\/","title":{"rendered":"[HR] TRANSAGENT RAIL in Schwierigkeiten"},"content":{"rendered":"\n<p>Die kroatische G\u00fcterbahn TRANSAGENT RAIL hat Probleme mit ihrer Liquidit\u00e4t und daher am 14.10.2025 beim Handelsgericht Rijeka einen Antrag auf Er\u00f6ffnung eines vorinsolvenzlichen Vergleichsverfahrens beantragt, dem auch stattgegeben wurde (Az.:&nbsp;St-410\/2025-32). Als Hauptgr\u00fcnde nannte das Unternehmen einen Umsatzr\u00fcckgang im ersten und zweiten Quartal 2025 sowie ein \u201eMissverh\u00e4ltnis zwischen dem Zahlungseingang der Forderungen und der Begleichung der Verbindlichkeiten\u201c. Allerdings zeigt ein Blick auf die Jahresabschl\u00fcsse, dass die seit 2017 kumulierten Gewinne und Verluste von TRANSAGENT RAIL mit Stand Ende 2024 einen Fehlbetrag von knapp 1,7&nbsp;Mio. EUR ergeben. Laut dem Ende Januar vorgelegten Sanierungs- und Restrukturierungsplan gibt es 16 Gl\u00e4ubiger, die Forderungen in H\u00f6he von insgesamt 1,75 Mio. EUR angemeldet haben. Der von der Gl\u00e4ubigerversammlung am 15.04. gebilligte Plan sieht einen Verzicht auf 25 % der Forderungen vor, w\u00e4hrend der Schuldner den Rest in sechs gleichen, viertelj\u00e4hrlichen Raten ohne Zinsen zu begleichen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>TRANSAGENT RAIL selbst plant als Sanierungsbausteine<\/p>\n\n\n\n<p>1. Erh\u00f6hung der monatlichen Anzahl der KV-Z\u00fcge<\/p>\n\n\n\n<p>2. Akquise neuer Transportauftr\u00e4ge<\/p>\n\n\n\n<p>3. Optimierung des Rangierbetriebs im Rijekaer KV-Terminal Brajdica<\/p>\n\n\n\n<p>4. Aussetzung der Leasingraten w\u00e4hrend Reparaturen oder Wartungsarbeiten an den Lokomotiven<\/p>\n\n\n\n<p>5. Anpassung der Transportpreise an Angebot und Nachfrage des Marktes<\/p>\n\n\n\n<p>6. Senkung der Betriebskosten u.a. durch Abbau von rund zehn der 60 Stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie es hie\u00df, sei eine ebenfalls im Raum stehende Liquidation mit Er\u00f6ffnung eines regul\u00e4ren Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner keine Alternative gewesen, da dessen Verm\u00f6genswerte nur etwa die H\u00e4lfte der Forderungssumme erreiche, was die Chancen der Gl\u00e4ubiger auf Beitreibung gegen\u00fcber der nun vereinbarten Fortf\u00fchrung des Gesch\u00e4ftsbetriebes deutlich vermindert h\u00e4tte. Der niedrige Verm\u00f6genswert ergibt sich vor allem daraus, dass das Unternehmen keine eigene Lokomotiven besitzt, sondern ausschlie\u00dflich Mietmaschinen (derzeit vier ES 64 U2 von BRCE als einem der Hauptgl\u00e4ubiger, einen Vectron MS von Railpool und eine BB36000 von Akiem) einsetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>TRANSAGENT RAIL wurde am 28.10.2013 als Beteiligung des seit 2002 existierenden Logistikers TRANSAGENT mit Sitz in Rijeka gegr\u00fcndet, der damit seine Bahnaktivit\u00e4ten in eine extra Tochter auslagerte, f\u00fcr die der Hafenhinterlandverkehr ein wichtiges Standbein ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die kroatische G\u00fcterbahn TRANSAGENT RAIL hat Probleme mit ihrer Liquidit\u00e4t und daher am 14.10.2025 beim Handelsgericht Rijeka einen Antrag auf Er\u00f6ffnung eines vorinsolvenzlichen Vergleichsverfahrens beantragt, dem auch stattgegeben wurde (Az.:&nbsp;St-410\/2025-32). 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