Green Cargo nicht mehr via Trelleborg

Das staatliche Transportunternehmen Green Cargo hat beschlossen, die Zugfähren der Stena Line, die zwischen Trelleborg und Deutschland verkehren, nicht mehr zu nutzen. Dies hat zu wachsender Besorgnis über den Fortbestand der Eisenbahnfähren als Alternative zur Öresundbrücke geführt.

„Die Verbindung mit der Eisenbahnfähre bedeutet für unsere Kunden sowohl längere Vorlaufzeiten als auch zusätzliche Kosten. Wir haben festgestellt, dass die Zahlungsbereitschaft auf dem Markt nicht vorhanden ist, es handelt sich also um eine unternehmerische Entscheidung“, sagt Stephan Ray, Pressesprecher bei Green Cargo. Insgesamt hat die Güterbahn jährlich rund 7.000 Waggons via Fähre befördert und somit für knapp über ein Drittel des Aufkommens gesorgt.

Die Frage nach dem Fortbestand der Eisenbahnfähren in Trelleborg steht schon seit langem auf der Tagesordnung. Im Januar dieses Jahres legte Trafikverket einen Bericht vor, in dem es die Funktion der Eisenbahnfährverbindung zwischen Trelleborg und Deutschland für ein langfristig nachhaltiges Verkehrsangebot in Schweden analysierte. In dem Bericht stellt die Behörde unter anderem fest, dass die Zahl der beförderten Eisenbahnwaggons von 200.000 pro Jahr Ende der 1990er Jahre auf derzeit nur noch 20.000 pro Jahr gesunken ist. Die Schlussfolgerung lautete, dass die Verbindung als Redundanz wichtig ist, dass aber aufgrund der Marktbedingungen möglicherweise eine Form der finanziellen Unterstützung erforderlich ist, wenn die Redundanz der Zugfähren in Zukunft aufrechterhalten werden soll.

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