Während die rumänische Güterbahn CFR Marfă ihre Einnahmen in diesem Jahr mindestens verdoppeln wird – so sieht es zumindest das Budget 2023 des nationalen Betreibers vor –, wird das eng mit ihr verbundene Speditionsunternehmen Rofersped mit Einnahmen und Ausgaben in diesem Jahr stark schrumpfen und damit deutlich unter denen vom Vorjahr liegen.
Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur hat am 24.03.2023 den Haushaltsentwurf von Rofersped für 2023 veröffentlicht, demnach werden die Gesamteinnahmen in Höhe von rund 105,5 Mio. RON (21,4 Mio. EUR) im Jahr 2023 im Vergleich zu den vorläufigen Einnahmen im Jahr 2022 um 20,39 % sinken. Die Gesamtausgaben von rund 103,6 Mio. RON (20,9 Mio. EUR) wurden in direktem Zusammenhang mit der Höhe der voraussichtlichen Gesamteinnahmen für das Jahr 2023 festgesetzt und sinken um 19,89 % im Vergleich zu den Gesamtausgaben im Jahr 2022.
Der Haushaltsentwurf sieht eine Verringerung der Zahl der Beschäftigten von 83 auf 69 am Ende dieses Jahres vor. Dementsprechend sinken auch die Gehaltskosten trotz höherer Gehaltsausgaben durch das garantierte Mindestbruttogrundgehalt, Gehaltserhöhungen und Prämien. Für das Jahr 2023 werden Personalausgaben in Höhe von 9,5 Mio. RON (1,9 Mio. EUR) veranschlagt, 14,64 % weniger gegenüber den genehmigten Ausgaben im Jahr 2022.
Laut Informationen aus dem Ministerium für Verkehr und Infrastruktur könnten die Änderungen im Haushaltsentwurf von Rofersped ein Zeichen dafür sein, dass CFR Marfă, der Hauptaktionär der Spedition und Ausführer von Transportverträgen, nicht mehr akzeptiert, dass Gewinne bei der Spedition verbleiben, die Verluste dagegen bei CFR Marfă verbucht werden, da es schließlich CFR Marfă sei, welche die Transporte durchführt. Rofersped habe zwar eine viermal höhere höhere Produktivität in Werteinheiten pro Person, jedoch besteht die Leistung von Rofersped nur aus einer Vermittlungstätigkeit ohne produktive Aufgaben, die hohe Kosten verursachen, wie z. B. Reparaturen, Anlagevermögen, Energie usw. Die Einnahmen von CFR Marfă für 2023 werden auf 1,23 Mrd. RON (249,3 Mio. EUR) prognostiziert, verglichen mit 540 Mio. RON (109,4 Mio. EUR) im Jahr 2022.

