CFR Marfă will neben abgestellten Güterwagen und Lokomotiven auch andere derzeit verlustbringende Vermögenswerte loswerden, so die Fährschiffe Eforie und Mangalia, die seit 2009 ungenutzt im Hafen von Constanța liegen.
Die Schiffe wurden 1991 an Romline Constanța geliefert und für den Transport von Güterwagen, Containern und Lkw auf der Route Constanța – Samsun in die Türkei eingesetzt. Nach der 2007 erfolgten Übernahme durch das neu gegründete Unternehmen SC TMC CFR Ferry-Boat SA fuhren die Fähren jedoch kaum noch, Eforie bis August 2008 und Mangalia bis Mai 2009. Im Jahr 2010 beschlagnahmte die Generaldirektion für öffentliche Finanzen Constanța die beiden Fähren, um die Schulden von CFR Ferry-Boat einzutreiben. Außerdem wurde Ende 2010 die Eisenbahnstrecke zum Fährterminal Agigea stillgelegt.
Allein die Miete an DB Schenker für deren Unterbringung an Land soll sich auf 3.000 EUR pro Monat belaufen. Zu dieser Summe kommen noch Kosten für Energie, Besatzung und Wache hinzu. Insgesamt verursachen die beiden Schiffe, ohne benutzt zu werden, jährlich 1,2 Mio. RON (ca. 243.000 EUR) an Kosten für CFR Marfă.
Die Schiffe sollen per Auktion versteigert werden – es sei jedoch nicht beabsichtigt, sie zum Abwracken zu verkaufen. Möglicherweise ergeben sich nach einer Modernisierung neue Einsatzmöglichkeiten im Rahmen der „Neuen Seidenstraße“. Im Schwarzen Meer hat am 27.06.2023 die georgische Reederei E60 Shipping auf einer neuen Fährlinie Constanța – Poti nach Georgien den Betrieb aufgenommen. Sie ersetzt den seit der russischen Invasion eingestellten UkrFerry-Dienst, der einst den Hafen von Čornomors‘k in der Ukraine mit Poti verband.

