CFR Marfă ist gezwungen, bezüglich des RSCO-Rollmaterials mit der Konkurrenz von GFR verbunden zu bleiben. Das Bukarester Gericht, Abteilung VI, Zivilsachen lehnte am 30.04.2024 den Antrag von CFR Marfă ab, seine Verbindung mit Grup Feroviar Român (GFR) bei der Rolling Stock Company S.A. (RSCO) zu beenden.
CFR Marfă darf nicht bei RSCO aussteigen, trotz zahlreicher Anzeichen von staatlichen Kontrollinstitutionen, dass die fragliche Verbindung für GFR so vorteilhaft wie möglich ist, für CFR Marfă aber schädlich. Es ist erstaunlich, dass ein Unternehmen in einer Marktwirtschaft praktisch gezwungen ist, gegen seinen Willen mit einem anderen Unternehmen zusammenzuarbeiten. Dies erklärt sich aus dem Bestehen eines völlig nachteiligen Assoziationsvertrags für CFR Marfă.
Dieser ist möglicherweise verantwortlich für die Konkurssituation des Staatsunternehmens. Ursprünglich bestand der Zweck der RSCO darin, das Roll- und Traktionsmaterial von CFR Marfă zu reparieren und/oder zu modernisieren, indem es von GFR und der Raiffeisen Bank S.A. für den Betrieb und/oder die Vermietung an Dritte, insbesondere außerhalb Rumäniens, finanziert wurde. Das Joint Venture, mittlerweile zu 51 % von GFR dominiert, nutzte schließlich den Großteil seiner Güterwagen für den Transport von petrochemischen Produkten für OMV Petrom, was eine Konkurrenz für CFR Marfă darstellt.
Die in der Machbarkeitsstudie erwarteten Vorteile für CFR Marfă bestanden in der Ausschüttung von Dividenden durch RSCO in Höhe von jährlich mindestens 5 Mio. EUR, was sich aus einem damals geschätzten Jahresgewinn von jährlich 20,85 Mio. EUR ergibt, beginnend mit dem zweiten Betriebsjahr. In den Jahren 2007 – 2011 meldete das Unternehmen jedoch einen kumulierten Verlust von 40,7 Mio. RON (ca. 8,2 EUR).

