[DE] Nürnberg – Bamberg viergleisig

Die DB InfraGO hat den viergleisigen Ausbau der Strecke zwischen Nürnberg und südlich von Bamberg abgeschlossen. Der Abschnitt gehört zur Schnellfahrstrecke München – Berlin und zählt mit durchschnittlich 350 Zügen pro Tag zu den meistbefahrenen Strecken in Bayern. Bund, Freistaat Bayern, Kommunen und DB investierten rund zwei Milliarden Euro in den Ausbau der Gleise und Anlagen in dem 52 Kilometer langen Abschnitt. Damit ist ein weiterer Teil des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit (VDE 8.1) fertiggestellt.

Zwischen Altendorf und Strullendorf hat die DB zuletzt seit 2021 unter anderem 40 Kilometer neue Gleise und 45 Kilometer Oberleitungen gebaut sowie neue Lärmschutzwände errichtet.

von links: Projektleiterin Nicole Kumpfmüller-Böhm, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender DB InfraGO AG. Foto: Daniel Karmann / DB AG

[DE] Brückenschäden: Pegnitztal gesperrt

Bei weiteren Prüfungen an den Brückenbauwerken im Pegnitztal hat die DB InfraGO Unregelmäßigkeiten gezeigt, die gutachterlich untersuchen werden. Bis weitere Ergebnisse vorliegen wurde der Abschnitt Hersbruck – Pegnitz ab 19.09.2025 (Betriebsbeginn)gesperrt.

Zur Stabilisierung des Anlagenzustands und zur Vermeidung größerer Einschränkungen wurde bereits zum 05.08.2025 eine Langsamfahrstelle mit 70 km/h auf der Strecke 5903 zwischen Vorra—Neuhaus (Pegnitz) von km 42,3 bis km 48,5 in beiden Fahrtrichtungen eingerichtet. Zusätzlich wurde ab dem 01.09.2025 eine Beschränkung der Radsatzlast auf maximal 16 t und der Meterlast von maximal 5 t (vergleichbar mit einer Reduzierung auf Streckenklasse A) wirksam.

[DE] Ausbau und Elektrifizierung der Hochrheinbahn startet

In Waldshut haben die Hauptbauarbeiten für den Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn begonnen. Ziel des Gesamtprojekts ist ein deutlich verbessertes Verkehrsangebot im SPNV auf der Hochrheinstrecke zwischen Basel und Erzingen. Güterzüge sind auf der Bahnverbindung die Ausnahme.

Bis Dezember 2027 errichtet die DB auf der 75 Kilometer langen Strecke zwischen Basel Badischer Bahnhof und Erzingen (Baden) 130 Kilometer Oberleitung. Dafür werden 1.600 Masten aufgestellt. Parallel werden die Stationen Tiengen (Hochrhein) und Lauchringen zu Kreuzungsbahnhöfen auf dem eingleisigen Abschnitt zwischen Waldshut und Erzingen ausgebaut. Waldshut bekommt eine neue Weichenverbindung nach Koblenz (CH); der Bahnhof wird zudem grundlegend umgebaut.

Grafik:DB InfraGO

[DE] Neuer Portalkran für DUSS-Terminal Berlin

Am 19.09.2025 wurde am DUSS-Terminal Berlin-Großbeeren die Hubmontage des neuen, zusätzlichen und 320 t schweren Portalkranes durchgeführt. Dieser ist mit modernster Antriebstechnik und fortschrittlichen Assistenzsystemen ausgestattet und sorgt nach Betreiberauskunft künftig für einen effizienten sowie reibungslosen Terminalbetrieb. Bund und DB investieren in Großbeeren gemeinsam mehr als 6 Mio. EUR.

Foto: DUSS

[AT/IT] Durchschlag am Brennerbasistunnel

Erstmals gibt es für den Brennerbasistunnel (BBT) eine unterirdische Tunnelverbindung zwischen Österreich und Italien. Am 18.09.2025 wurde der Erkundungsstollens des BBT, der die Baulose „H53 Pfons-Brenner“ auf österreichischer Seite und „H61“ auf italienischer Seite verbindet, durchgeschlagen.

Der Erkundungsstollen ist 10,5 Kilometer lang und liegt in rund 1.450 Metern Tiefe, zwölf Meter unterhalb des Haupttunnels. Während der Bauphase lieferte er wichtige Informationen über die geologischen Bedingungen und dient auch nach Inbetriebnahme des Haupttunnels der Entwässerung und Instandhaltung. Seit April 2008 wurden drei der insgesamt neun Tunnelbohrmaschinen Clio, Günther und Serena eingesetzt, die rund 42 Kilometer ausgebrochen haben. Der verbleibende Teil wurde bergmännisch aufgefahren.

[DE] Sperrung HH – H für „Qualitätsoffensive“

Auf der Strecke Hamburg – Habnnover droht ein Engpass. Die DB möchte die Strecke im Rahmen der „Qualitätsoffensive 2026“ überarbeiten. Vom 01.05. bis 10.07.2026 wird nur das jüngere dritte Gleis zwischen Stelle und Lüneburg in Betrieb bleiben.

Geplant sind:

  • neue ESTW in Deutsch Evern, Bienenbüttel, Bad Bevensen und Uelzen
  • Erneuerung 100 km Gleis und 70 Weichen
  • Modernisierung der Stationen in Stelle, Suderburg, Großburgwedel und Langenhagen Mitte
  • Bearbeitung von 15 konstruktiven Ingenieurbauwerken

[DE] Neuer Umschlagplatz in Cottbus

Beim Heizkraftwerk im Osten von Cottbus ist am 15.09.2025 eine neue Logistikstelle der DB InfraGO für das Verladen zwischen Lkw und Güterwagen offiziell in Betrieb genommen worden. Das „grüne Licht“ für die neue Verladestation gaben Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, Dr. Daniela Gerd tom Markotten, DB-Vorständin für Digitalisierung und Technik, Jens Warnken, Präsident der Industrie- und Handelskammer Cottbus, und Dr. Imke Kellner, Leiterin Anlagen- und Instandhaltungsmanagement Ost der DB InfraGO.

Der neue Umschlagplatz ist notwendig, weil sein Vorgänger für den Gleisanschluss des neuen Werks der DB in Cottbus Platz machen muss. Der neue Standort beim Heizkraftwerk bietet Unternehmen nun bessere Bedingungen – mit einer breiten Rampe und ausreichend Platz zum Wenden und Rangieren auch mit großen Lkw. Zusätzlich wurden auf dem Gelände Lagerflächen geschaffen, diese Möglichkeit gab es am bisherigen Standort nicht. Im Angebot der DB Cargo ersetzt die neue Logistikstelle ihren Vorgänger in Cottbus jedoch erst zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026.

Foto: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

[SE] Botniabanan wieder offen

Der Zugverkehr auf der Botniabanan zwischen Sundsvall und Umeå soll nach mehreren Tagen Unterbrechung aufgrund der sintflutartigen Regenfälle zwischen Härnösand und Örnsköldsvik voraussichtlich am 15.09.2025 um 15 Uhr wieder aufgenommen werden. In der vergangenen Woche wurden mehr als 30 Güterzüge, die auf der Stambanan genom Övre Norrland fahren sollten, über die Inlandsbanan umgeleitet.

[NO] Raumabanen weiterhin gesperrt

Die seit Mitte Juli bestehende Sperrung der Raumabanen zwischen Dombås und Åndalsnes wird sich wahrscheinlich um einen Monat auf Ende Oktober verlängern. Grund für die Einstellung des Betriebes ist ein Erdrutsche, der sich im Juli 2025 über die Bahnstrecke bei der Station Verma ergoss

Bane NOR arbeitet derzeit daran, einen neuen Felssturzschutzzaun und einen neuen Felssturzschutzwall entlang der Bahnstrecke zu errichten.

[DE] Neuer Terminplan für Generalsanierungen

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat dem von der DB InfraGO AG mit Eisenbahnverkehrsunternehmen, Verbänden und Bundesländern überarbeiteten Zeitplan für Generalsanierungen zugestimmt. Damit setzt die DB die in der Koalitionsvereinbarung vorgesehene Anpassung der Sanierungszeiträume an die Laufzeit des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität um. Zudem wurden die Rückmeldungen der Branche, u.a. zur Stabilität von Umleitungsverkehren sowie die Ressourcen der Bahn- und Bauindustrie berücksichtigt.

Gleichzeitig strebt die DB InfraGO AG ab 2026 bei den Trassenpreisen Erleichterungen für die Eisenbahnverkehrsunternehmen an, deren Züge wegen der Korridorsanierungen auf Umleitungsstrecken längere Wege zurücklegen müssen. Für diese Verkehre sollen keine höheren Kosten entstehen als auf dem regulären Weg. Für jede Umleitungsstrecke ist ein vorab definierter, prozentualer Entgeltnachlass vorgesehen, der in den Infrastrukturnutzungsbedingungen der DB InfraGO AG veröffentlicht wird. Diese Art der Kompensation erfordert eine Zustimmung der Bundesnetzagentur. Mit einer Entscheidung der Behörde ist frühestens im November zu rechnen.

  • 2026: Hagen – Wuppertal – Köln, Nürnberg – Regensburg, Obertraubling – Passau, Troisdorf – Unkel / Unkel – Wiesbaden
  • 2027: Rosenheim – Salzburg, Lehrte – Berlin, Bremerhaven – Bremen, Fulda – Hanau
  • 2028: Köln – Koblenz / Koblenz – Mainz, München – Rosenheim, Hagen – Unna – Hamm, Lübeck – Hamburg
  • 2029: Hamburg – Hannover, Würzburg – Ansbach – Treuchtlingen, Forbach – Ludwigshafen, Aachen – Köln
  • 2030: Stuttgart – Ulm, Stendal – Magdeburg, Uelzen – Stendal, Frankfurt – Heidelberg
  • 2031: Mannheim – Karlsruhe, Lehrte – Groß Gleidingen, Bremen – Hamburg, Würzburg – Nürnberg
  • 2032: Bebra – Erfurt, Bebra – Fulda, Münster – Recklinghausen, Weddel – Magdeburg
  • 2033: Bremen – Osnabrück, Osnabrück – Münster, Hamm – Düsseldorf – Köln
  • 2034: Bremen / Rotenburg – Wunstorf, Kassel – Friedberg, Ulm – Augsburg
  • 2035: Minden – Wunstorf, Nordstemmen – Göttingen
  • 2036: Flensburg–Hamburg