Seit dem Morgen des 15.03.2025 verzeichneten die Tschechischen Bahnen einen Ausfall des erst seit 01.01.2025 in Dienst befindlichen ETCS. Temporär wurde auf das alte Signalsystem zurückgegriffen und die Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h reduziert. Als Grund wurde in den Medien eine Störung im extern betriebenen GSM-R Signal genannt. Eine Cyberattacke wurde ausgeschlossen.
[HR] Behinderungen wegen Bauabeiten in Rijeka
Wegen Bauarbeiten auf dem Streckenabschnitt Zvečaj – Oštarije vom 28. bis 30.03.2025 kommt es auch zu Behinderungen im Bahnverkehr vom und zum Hafen in Rijeka. Betroffen sind davon auch die METRANS-Linien Rijeka – Budapest und Rijeka – Inđija.
[RS] Mehrzweck-Terminal für Zrenjanin
Als Hauptpfeiler der strategischen Investitionen investiert Danubia Holdings in ein intermodales Mehrzweck-Terminal in Zrenjanin (Großbetschkerek), der drittgrößten Stadt in der Vojvodina, um es auf die logistische Landkarte Serbiens und des westlichen Balkans zu bringen.
Die ersten 500 m der geplanten 2.000 m der ersten Phase sind bereits fertiggestellt.
Das Terminal in Zrenjanin umfasst 230.000 qm, darunter:
- 30.000 qm konkrete Betriebsfläche, bereit für die Aufnahme der Züge
- 13.000 qm geschlossene Lagerfläche
- 3.000 qm Verwaltungsgebäude
- Parkplätze und ein internes Straßennetz
Den Betrieb soll im zweiten Quartal 2025 aufgenommen werden. Die Anlage ist nahe des Schienenfahrzeugwerks der Šinvoz Zrenjanin direkt an den Bahnhof Zrenjanin fabrika angeschlossen und damit bereits für den Bahnverkehr erreichbar.
Während der Herrichtung der Infrastruktur ist es auch gelungen, ein Stück Eisenbahngeschichte zu bergen: Einer der ältesten Schienenbusse, die hier früher verkehrten, wird ins serbische Eisenbahnmuseum umgesiedelt.

[DE] Fördermittel für IDR Bahn
Am 17.02.2025 nahmen der Vorstand der IDR AG Ekkehard Vinçon , die Prokuristin der IDR Bahn Gabriele Theus und der Geschäftsführer der IDR Bahn Joachim Kochsiek von Verkehrsminister Oliver Krischer einen Förderbescheid über 390.000 EUR entgegen. Das Land NRW co-finanziert damit eine Förderung, die die IDR aus dem Schienengüterfernverkehrsnetzförderungsgesetz (SGFFG) des Bundes erhält.
Die Förderung erlaubt der IDR Bahn, trotz der bis zum Jahr 2020 sinkenden Waggonzahlen, die großzügig vorhandene Infrastruktur zu erhalten. Diese wird inzwischen auch für die Trailerverkenre von Helrom genutzt und konnte somit Verkehrszuwächse verzeichnen.

[HU] GySEV verdreifacht ihre Netzlänge
Die GySEV übernimmt ab dem 01.07.2025 zusätzliche 752,3 km an Strecken von der MÁV Zrt., was ihr Netz fast verdreifachen wird. Das Netz der GySEV umfasst derzeit einschließlich des österreichischen Streckenanteils insgesamt 434,7 km. Künftig wird es von Hegyeshalom bis Gyékényes und von Szentgotthárd bis Székesfehérvár reichen. Ungarns Ministerium für Bauwesen und Verkehr hat die beiden Infrastrukturbetreiber angewiesen, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die ausgewiesenen Streckenabschnitte bis zum 30.06.2025 an die GySEV übergeben werden.
- 10L Vinár elágazás–Celldömölk-Rendező (1,3 km)
- 10 Győrszabadhegy pvh. 30+48 szelvény–Celldömölk (67,5 km)
- 11 Győrszabadhegy–Veszprém (74,4 km)
- 11B Dudar–Zirc (9 km)
- 11K Bakonyszentlászló–Bakonyszentlászló-Bauxitbánya (351+71 szelvény pvh.) (0,6 km)
- 13 Veszprémvarsány–Franciavágás (20,6 km)
- 14 Pápa–Csorna pvh. 357+67 szelvény (35,4 km)
- 17 Zalaszentiván pvh. 1443+00–Nagykanizsa (54 km)
- 20K Celldömölk-Rendező–Celldömölk (2,6 km)
- 20Q Kerta elágazás–Jánosháza elágazás (1,9 km)
- 20 Székesfehérvár pvh. 6+10 szelvény–Porpác pvh. 984+97 szelvény (151,7 km)
- 22 Zalalövő pvh. 221+65 szelvény–Zalalövő (0,5 km)
- 23 Zalaegerszeg–Rédics (48,8 km)
- 24 Zalabér-Batyk–Zalaszentgrót (5,9 km)
- 25 Boba–Őriszentpéter országhatár (100,4 km)
- 25K Zalaszentiván elágazás–Andráshida elágazás (3,5 km)
- 26L Uzsa–Uzsabánya (2,8 km)
- 26 Balatonszentgyörgy pvh. 338+90 szelvény–Ukk (62,1 km)
- 26K Tapolca–Zalahalap (5 km)
- 27 Csajág pvh. 213+75 szelvény–Hajmáskér (21,4 km)
- 29 Tapolca pvh. 1172+00 szelvény–Tapolca (0,6 km)
- 30 Balatonszentgyörgy pvh. 1810+78 szelvény–Murakeresztúr (52,9 km)
- 30H Murakeresztúr országhatár–Murakeresztúr (2,1 km)
- 37K Balatonszentgyörgy elágazás–Sármellék (rakodóhely) (8,2 km)
- 41 Gyékényes pvh. 998+18 szelvény–Gyékényes (0,9 km)
- 41H Gyékényes–Gyékényes országhatár (1 km)
- 60 Murakeresztúr–Gyékényes pvh. 167+45 szelvény (17,2 km)
gesamt: 752,3 km
[DE] Änderungen der Baumaßnahmen
Aufgrund von finanziellen Repriorisierungen der DB InfraGO wurden Zugangsberechtigte über folgende Ausfälle von Baumaßnahmen für den Netzfahrplan 2026 informiert:
- Bündel 05.26.0039 Oberbau U2 Bad Homburg, Elektrifizierung, Oberbau, Elektrifizierung 3611 (14.06.-12.12.2026)
- Bündel 05.26.0059 Oberbau und Vst Raunheim – Flughafen_RTW – Pfa Mitte; EÜ3683 + Einschleifung Kelsterbach (30.01.- 12.12.2026)
- Bündel 06.26.0044 Elektrifizierung Wemmetsweiler Kurve – Illingen (29.06.-09.08.2026)
- Bündel 04.26.007 EÜ Ronneburger Straße (20.06.-12.12.2026)
- Bündel 04.26.020 Maßnahmenkomplex Wiesenburg-Roßlau_Logistik Roßlau Gbf + Wiesenburg (01.05.-12.12.2026)
Entfall bzw. Änderung weiterer Maßnahmen:
- Die IH-Korridore entfallen aufgrund der neuen Struktur in IH- und Invest-Containern der DB InfraGO AG.
- Die für den Netzfahrplan 2026 angegebene ganzjährige Baumaßnahme auf der Hunsrückquerbahn wird bereits zum 01.01.2026 abgeschlossen sein.
Verschub nach vorheriger Abstimmung mit den verkehrenden Zugangsberechtigten:
- Bündel 06.26.0012 Neubau technische Sicherungen BÜ Ibach (29.07.-11.09.2026): Aufgrund eines Landesfesttages Baumaßnahme 2 Tage vorverlegt
- Bündel 06.26.0133 Brenzbahn_OBP Unterkochen-Herbrechtingen (27.04.-11.11.2026): Maßnahme wird um 4 Stunden verschoben, sodass Abendverkehre sichergestellt werden
- Bündel 04.26.023 Komplex Sebnitz_Neubau PU (17.04.-07.11.2026)
Einkürzung von Sperrabschnitten oder Zeiträumen, aufgrund von Optimierung von Bauabläufen:
- Bündel 06.26.0102 Vorderpfalz_Neubau ESTW Südpfalz (3. Bs) Winden (04.05.-12.12.2026)
- Bündel 06.26.0133 Brenzbahn_OBP Unterkochen-Herbrechtingen (27.04.-11.11.2026)
- Bündel 06.26.9999 Pfaffensteigtunnel
- Bündel 04.26.023 Komplex Sebnitz_Neubau PU (17.04.-07.11.2026)
[FR] ART: Stellungnahme zu Zugangsbedingungen
Am 04.03.2025 veröffentlichte die französische Regulierungsbehörde für Verkehr (Autorité de régulation des transports, ART) die Stellungnahme Nr. 2025-013 zum Referenzdokument des nationalen Schienennetzes für die geänderten Fahrpläne 2025 und 2026. Vor dem Hintergrund des starken Wandels im Eisenbahnsektor, der durch das allmähliche Eintreten neuer Marktteilnehmer in den Markt für Schienenpersonenverkehrsdienste und die großen Herausforderungen der Verkehrsverlagerung gekennzeichnet ist, muss sich der Sektor auf ein zugängliches, leistungsfähiges und anpassungsfähiges Netz stützen können. In diesem Sinne richtet die ART 17 Empfehlungen an SNCF Réseau, die auf drei Hauptprioritäten abzielen:
- Stärkung der Transparenz und Sichtbarkeit der Zugangsbedingungen zum Netz. In diesem Zusammenhang empfiehlt die ART insbesondere der SNCF Réseau, die Funktionen der Abfrage der verfügbaren Kapazität, der Trassenplanung und der Bestellung in einem integrierten Tool zusammenzuführen, um die Erstellung realistischer Trassenanträge durch die Antragsteller zu erleichtern.
- SNCF Réseau sollte sich für eine Verbesserung der Kosteneffizienz und der Servicequalität für die Nutzer einsetzen. In diesem Sinne empfiehlt die ART insbesondere, dass SNCF Réseau ein Beobachtungszentrum für Leistung und Servicequalität einrichtet, um die bestehenden Indikatoren sichtbarer, zugänglicher und dynamischer zu machen.
- Vorwegnahme der Lösung von Schwierigkeiten, auf die neue Marktteilnehmer stoßen. Die Behörde empfiehlt SNCF Réseau insbesondere, klare, effiziente und faire Bedingungen für den Anschluss an das Schienennetz festzulegen, um die Vorhersehbarkeit für neue Anlagenprojekte zu erhöhen und die Eintrittsbarrieren für neue Marktteilnehmer zu senken.
Um die in den letzten Jahren eingeleitete Dynamik des Fortschritts aufrechtzuerhalten, fordert die ART die SNCF Réseau außerdem auf, bis Ende des ersten Quartals 2025 ein Arbeitsprogramm mit der Umsetzung der ausgesprochenen Empfehlungen mit ihr zu teilen.
[DE] DKB übernimmt Rinteln – Stadthagen
Die stilllegungsbedrohte Bahnstrecke Rinteln – Stadthagen hat einen neuen Betreiber: Die Diepholzer Kreisbahn EVU (DKB) hat die Infrastruktur seit 01.03.2025 von der in Kommunaleigentum stehenden Rinteln-Stadthagener Verkehrs GmbH (RStV) gepachtet.
Der neue Betreiber will zunächst den Abschnitt zwischen dem Bahnhof Stadthagen und dem Asphaltwerk am Georgschacht für den Güterverkehr sanieren. Nach Presseberichten ist dafür ein Investment von bis zu 1,5 Mio. EUR nötig. Die DKB hofft dabei wohl auf Landesmittel. Zudem wird Ende März 2025 eine Entscheidung des Landes bzgl. eine Reaktivierung im SPNV erwartet.

[CZ] Unfall in Hustopeče nad Bečvou
Am 28.02.2024 ereignete sich gegen 11:40 Uhr im Bahnhof Hustopeče nad Bečvou ein schwerer Unfall. Nach einer Entgleisung gerieten fünf Waggons eines mit rund 1.000 t krebserregendem Benzol beladenen Güterzuges vom DEZA-Werk in Valašské Meziříčí zum Chemiewerk BorsodChem MCHZ in Ostrava mit 17 Wagen in Brand. Es gab keine Verletzten.
Der Zug der ODOS Cargo hatte zu diesem Zeitpunkt knapp fünf Kilometer Fahrt absolviert, Anschlussbahnhof des DEZA-Werks ist Lhotka nad Bečvou. Die Lokomotive selbst kam ohne erkennbare Schäden am Bahnhofsgebäude zum Stehen. Es besteht die Möglichkeit, dass der Zughaken riss, denn ein Fortbewegen aus eigener Kraft nach einer so umfangreichen Entgleisung erscheint unwahrscheinlich.
Zuglok war mit 383 223 ein Siemens Vectron MS der Rolling Stock Lease (RSL), der über Budamar Logistics an Lokorail vemietet ist. ODOS Cargo gehört über die Muttergesellschaft NH-Trans ebenfalls zum Konglomerast von Budamar Logistics. Ironischerweise trägt die Lok eine Beklebung mit Motiven des Schlosses Krásna Hôrka, das 2012 von einem schweren Brand heimgesucht wurde.
Die tschechische Feuerwehr und der Rettungsdienst gaben an, dass nach 14:00 Uhr 39 ihrer Einheiten vor Ort waren. Zum Einsatz kamen zudem Großtanklöschfahrzeuge, ein Löschroboter sowie ein Hubschrauber mit Wasservorräten.
Die Strecke wird für mehrere Wochen unpassierbar sein. Da auch das Umspannwerk in Flammen stand, war die Stadt vorübergehend ohne Strom. Luftschadstoffgrenzwerte wurden nach Auskunft der Behörden nicht überschritten. Erste Kostenschätzungen gehen von einem Schaden in Höhe von 120 Mio. CZK (5 Mio. EUR) aus.

[LT] Studie zur Entwicklung des Eisenbahnnetzes
LTG Infra startet eine Studie über die Zukunft des litauischen Eisenbahnnetzes, deren Ziel es ist, eine klare und zielgerichtete Vision für die Entwicklung der Infrastruktur zu entwickeln. Die Studie wird eine Bewertung der Integration in die europäische Norm für die Spurweite 1.435 mm, die Möglichkeiten zur Verbesserung der Effizienz und die Ermittlung des optimalen Bedarfs an einer Breitspur von 1.520 mm umfassen. Die Arbeiten werden von Ernst & Young Baltic ausgeführt.
Die Ergebnisse der Studie sollen helfen, sich effektiv in das europäische Verkehrsnetz zu integrieren, und klare und vernünftige Leitlinien liefern, wie das Potenzial der Schiene optimal genutzt und an die Anforderungen der modernen Güter- und Personenlogistik angepasst werden kann.
Im Rahmen der Studie über die „Architektur des litauischen Eisenbahnnetzes“ wird eine Strategie für die Entwicklung der öffentlichen Eisenbahninfrastruktur mit klar definierten Umsetzungsphasen erstellt. Außerdem wird eine sozioökonomische Kosten-Nutzen-Bewertung durchgeführt. Die durchgeführte Studie soll es insbesondere ermöglichen, die für die Umstellung der Spurweite 1.520 mm auf das 1.435-mm-Netz bereitgestellten Mittel der Europäischen Union zielgerichtet zu planen.
Dabei werden auch die Möglichkeiten des Baus neuer Eisenbahnstrecken bewertet, darunter Kaunas – Klaipėda, Kaunas – Alytus – Druskininkai, Klaipėda – Palanga und andere Strecken.

