Die DB-Tochter TFG Transfracht GmbH produziert ihr neues Intermodalprodukt Enns – Salzburg – Koper mit privaten Partnern. Die Salzburger Eisenbahn TransportLogistik GmbH (SETG) bespannt die zwei wöchentlichen Rundläufe durchgehend mit von ELL gemieteten Siemens Vectron MS. Diese werden in Kürze in Slowenien auf Lizenz der neuen SETG-Beteiligung Ten Rail, železniški tovorni promet, d.o.o. rollen – übergangsweise wird die Lizenz Dritter genutzt. In Österreich wird bis zur Lizenzierung der SETG-Schwester S-Rail GmbH auf Trasse der Grampetcargo Austria GmbH (GCA) gefahren.
ARS: EGP und RTB CARGO statt PCT
Der Automobillogistiker ARS Altmann wechselte auf zwei Relationen das traktionierende EVU. Die ehemalige Konzerntochter und heutige ÖBB-Beteiligung PCT verliert einen Teil ihrer Leistungen. Die Hintergründe sind nicht bekannt.
- die 3-4 x pro Tag laufenden Züge Dingolfing – Bremerhaven-Kaiserhafen zum 01.04.2019 an RTB CARGO
- die Züge München – Bremerhaven an die EGP, die dafür drei neue Siemens Smartron geordert hat
Beide Unternehmen sind bereits ARS Altmann-Kunden: So fährt RTB CARGO aktuell außerdem Züge Regensburg Ost – Bremerhaven-Kaiserhafen, die EGP Mosel / Glauchau – München sowie Ingolstadt – Bremerhaven-Kaiserhafen.
Testzug: Getreide aus Kasachstan
Am 02.05.2019 erreichte ein Getreidezug aus Kasachstan in zwei Wagengruppen den Zielbahnhof Moerdijk. Die 30 gelben, an LOTOS Kolej vermieteten Tagnnps des Vermieters Nacco hatte Rail Force One für Raillogix am 1. Mai von Bad Bentheim bis Kijfhoek gebracht, den Dieselabschnitt traktionierte Lok 6702 – beim ersten Zugteil wurde die E-Lok 1831 „kalt“ mitgeschleppt.
Kalk zu TKSE ab Steeden
Seit 29.04.2019 erfolgt die Anlieferung von Kalk für das Stahlwerk der TKSE in Duisburg 3 x pro Woche auch ab Steeden (Schaefer Kalk). Zuvor war dieser aus Dornap-Hahnenfurt und Rohdenhaus mit dem eigenen EVU EH Güterverkehr GmbH (EHG) bzw. aus Belgien durch die LINEAS NV antransportiert worden.
Betrieblich teilen sich vier Bahnen die Leistung: Anders als bei den Transporten nach Ludwigshafen, wo das EVU der BASF SE die Waggons im Werk übernimmt, fährt Werklok D07 des Kalkwerkes bei den Neuleistungen erstmals planmäßig in den DB-Bahnhof Kerkerbach ein. Den anschließenden Abschnitt bis Neuwied absolviert die Brohltal-Schmalspureisenbahn Betriebs-GmbH (Brohltalbahn) aus Lastgründen in zwei Waggongruppen. Entlang der Rheinstrecke bis Oberhausen West als Übergabepunkt zur TKSE-Werkbahn entfällt die Traktion des planmäßig 23 Tadns der Wascosa (ex Nacco) umfassenden Zuges auf eine E-Lok der RheinCargo GmbH & Co. KG (RHC).

Ein Vertrag zwischen TKSE und Schaefer Kalk besteht bereits seit Januar 2018. Da die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen (Stückkalk-Silo, Gleise) am Standort Steeden erst neu gebaut bzw. vorbereitet werden mussten, war Schaefer Kalk gezwungen, den benötigten Branntkalk von einem Mitbewerber (Rheinisch-Westfälische Kalkwerke (RWK) in Wuppertal-Dornap) liefern zu lassen.
Holzverkehr ab Breidenstein reaktiviert
Seit April 2019 werden nach längerer Pause wieder Rundholzzüge ab Breidenstein im Westen des mittelhessischen Landkreises Marburg-Biedenkopf abgefahren. Traktioniert werden diese von der Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn (PRESS), die im Auftrag der Salzburger Eisenbahn TransportLogistik (SETG) für Mercer Holz verkehren.
Nach Auskunft von Mercer Holz ist es geplant, den Ladepunkt an der Scheldetalbahn dauerhaft und regelmäßig ca. 14-tägig zu bedienen. Die Hin- und Rückfahrt von/nach Marburg erfolgt wegen fehlender Trassen in der Regel bei Dunkelheit.
Glastransporte Rumänien – Polen
Aktuell können die auffälligen Glastransportwagen des Herstellers Saint-Gobain Glass zwischen Rumänien und Polen beobachtet werden. Ausgehend vom Werk in Călărași verkehren die Züge unter Verantwortung von Forwardis mit einem unbekannten Traktionär in Rumänien, in Ungarn, der Slowakei und Tschechien zeichnet der CER Cargo Group verantwortlich, ab dem Grenzbahnhof Petrovice u Karviné Captrain Polska. Ziel ist das Euroterminal Sławków, in dessen Nähe Saint-Gobain Glass ein Werk betreibt, das für den Rohstofftransport an den Bahnhof Dąbrowa Górnicza Wschodnia angeschlossen ist. Im Falle der Glaslieferunge erfolgt der Umschlag jedoch im Euroterminal sowie ein Trucking zum Werk.
In südostrumänischen Călărași wird vor allem klares Flachglas hergestellt, zudem besteht eine Spezialierung auf getöntes Glas für Photovoltaik-Paneele.
Kombiverkehr erweitert Polen-Netzwerk
Den erst im Januar 2019 zwischen dem Duisburger DUSS-Terminal und Swarzedz in Polen eingeführten Direktzug hat die Kombiverkehr KG nun kurzfristig um einen wichtigen Anschlussverkehr erweitert. Von dem etwa zehn Kilometer östlich von Poznan liegenden CLIP-Terminal sind ab sofort intermodale Schienentransporte in den Süden Polens von und nach Katy Wroclawskie sowie in den Norden zu den Häfen in Gdynia und Gdansk möglich. Ab Poznan besteht zudem im durchgehenden Gatewayverkehr weiterhin Anschluss zum PKP Cargo Connect Terminal in Warschau Praga.
Die Laufzeit der Schienentransporte von Annahmeschluss bis Abholbeginn variieren je nach Zielterminal und Versandtag zwischen zwei und fünf Tagen. So ist beispielsweise Katy Wroclawskie montags ab Duisburg in nur zwei Tagen erreichbar, Anschluss zu den polnischen Häfen können Spediteure in drei Tagen erhalten. Über das Gatewayterminal Duisburg-Ruhrort Hafen DUSS können Container, Wechselbehälter und Sattelauflieger auf verschiedene Ganzzüge im nationalen und internationalen Verkehr umsteigen. Neben den wichtigen Anschlüssen von und nach Rotterdam, Moerdijk und Antwerpen besteht eine schnelle Verbindung ins französische Lyon. In Deutschland sind Hamburg, Ludwigshafen und München mit Duisburg verknüpft.
Erste Verbindung zwischen Xi’an und Budapest
Innerhalb von 10 Tagen ist der erste Zug aus China über den Umschlagsbahnhof Záhony-Eperjeske im Rail Cargo Terminal – BILK angekommen. Nach über 7.000 km wurde der mit Konsumgütern beladene Containerzug in Budapest begrüßt. Start des Containertransports auf der Schiene war die Stadt Xi’an, eine Metropole mit 13 Millionen Einwohnern.
Zwischen dem Rail Cargo Terminal – BILK und Xi’an ist die Rail Cargo Group die erste Güterbahn, die einen Zug auf dieser Route abgewickelt hat. Der erste Probezug auf der alternativen Strecke über den chinesisch-kasachischen Grenzübergang Alashankou/Dostyk und ukrainische Grenze via Batjevo/Eperjeske wurde von der RCG abgewickelt.
LTE Polska fährt Asche
Seit 2019 fährt LTE Polska Aschetransporte Świerże Górne (Kraftwerk Kozienice) – Gdynia Port GPA. Die Traktion übernimmt eine Siemens Vectron MS der MRCE. Im Hafen erfolgt die Umladung auf das Schiff.

Auflieger per Bahn nach Werlte
Das Fahrzeugwerk Bernard Krone hat gemeinsam mit der e.g.o.o. Eisenbahngesellschaft Ostfriesland-Oldenburg den Transport von Lkw-Sattelaufliegern auf der Bahn getestet. Die Bahngesellschaft mit Sitz in Aurich auch die komplette Logistikkette inklusive aller notwendigen Zollformalitäten für den Kunden abgewickelt. Auf der ersten bzw. letzten Meile unterstützte dabei die Emsländische Eisenbahn (EEB), die Langstreckentraktion übernahm Rail Cargo Carrier.
Am 05.04.2019 erreichte der Testzug Werlte unter Nutzung der 2014-2017 sanierten Bahnstrecke über den Hümmeling. Die Entladung der in Dreierbündeln verladenen Auflieger-Fahrgestelle erfolgte auf der temporär gesperrten Kasernenstraße nahe des Werkes an einem Bahnübergang mit einem aus Dörpen entliehenen Reach Stacker.
Die Ladung stammt aus dem türkischen Krone-Werk in Tire und wurde in Triest auf die Bahn gebracht. Die Besonderheit an dem Transport war, dass die Trailerchassis mit Hilfe des ISU-Systems (Innovativer Sattelanhänger Umschlag) transportoptimiert verladen wurden, da die Ware an sich keine Bahnzulassung hat. Im Gegenzug transportierte der 32 Waggons lange Zug fertige Trailer nach Wels.











