[HU] Flaschenhals Kelenföld – Ferencváros noch enger

Am 07.04.2026 begann in Ungarn die Streckensperrung für den Bau der Südringbahn (déli körvasút). Bis Ende 2027 wird zwischen den Bahnhöfen Budapest-Kelenföld und Ferencváros nur noch ein Gleis verfügbar sein. Außerdem gibt es in diesem Jahr zwölf Tage (19.–21. Mai, 26.–28. Mai, 24./25. Juni, 27. Juli, 31. August, 1./2. Dezember), an denen der Zugverkehr auf beiden Gleisen eingeschränkt werden muss.

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Über die Strecke verläuft ein Großteil des Güterverkehrs zum/vom Budapester Rangierbahnhof Ferencváros sowie im Transit. In der ersten Phase des Projekts wurde die Eisenbahnbrücke über die Donau renoviert. Eine weitere Donauquerung gibt es nur im Süden Ungarns bei Baja.

Die Südringbahn ist daher eine der bedeutendsten strategischen Entwicklungen in Budapest und im ungarischen Eisenbahnnetz. Im Rahmen der zweiten Phase wurde Ende Februar die zweite neue Eisenbahnbrücke über die Gubacsi-Straße errichtet. Es werden nun die bestehenden beiden Gleise komplett neu gebaut sowie ein neues drittes Gleis und auf einigen Abschnitten ein viertes Gleis angelegt.

Die Züge des Personenverkehrs, betroffen sind die Hauptstrecken nach Győr (1), Székesfehérvár (30a), Pécs (40) und Dunaújváros (42), verkehren nach einem modifizierten Fahrplan und beginnen/enden häufig in Kelenföld.

Ziel der Entwicklung ist es, die Eisenbahnlinien und öffentlichen Straßen der Hauptstadt zu entlasten und gleichzeitig den Vorortverkehr zu erhöhen, wodurch sich der Verkehr um bis zu 60.000 Pkw pro Tag reduzieren soll. Die insbesondere für den Güterverkehr seit fünf Jahrzehnten geplante V0-Eisenbahnlinie (V0-vasútvonal), die den Großraum Budapest umgeht, um die inneren Gebiete Budapests vom Transitgüterverkehr zu befreien, wurde dagegen bis heute nicht begonnen. Das Ziel war, den Bau der gesamten Strecke von Záhony nach Győr bis 2030 abzuschließen.

[DE] Ausbau Müllheim – Auggen abgeschlossen

Die Deutsche Bahn (DB) hat die letzten Baumaßnahmen an der Rheintalbahn zwischen Müllheim und Auggen planmäßig abgeschlossen. Bereits im Dezember 2025 war die sechs Kilometer lange Neubaustrecke Müllheim – Auggen in Betrieb gegangen. Im März dieses Jahres folgten letzte Sanierungsarbeiten am Untergrund der parallel verlaufenden Bestandsstrecke. Mit dem Abschluss der Maßnahmen umfasst der viergleisig ausgebaute und für bis zu 250 km/h ausgelegte Abschnitt der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel nun rund 67 Kilometer.

In den vergangenen Jahren wurden zwischen Müllheim und Auggen auf sechs Kilometer Länge zwei zusätzliche Gleise errichtet sowie die bestehenden Gleise umfassend erneuert und angepasst. Zwölf Brücken wurden neu gebaut oder erweitert.

Foto: DB InfraGO

[DE] smart rail nutzt Filzenexpress

Während der Osterferien ist die durch den Güterverkehr für die Anbindung des Chemiestandortes Burghausen stark genutzte Strecke München – Mühldorf aufgrund von Bauarbeiten bis 13.04.2026 gesperrt. Als Umleitungsempfehlung publizierte die DB InfraGO den Weg via Landshut.

Andere Wege nutzt die Privatbahn smart rail: Die Route über den „Filzenexpress“ Grafing – Ebersberg – Wasserburg ist 60 km kürzer als die Variante via Landshut. Sie ist zudem weniger bergig und spart zwei Richtungswechsel. Bei der Fahrt über die Filztalbahn entstehen Kunden keine Mehrkosten im Vergleich zum direkten Weg via Markt Schwaben.

Die Privatbahn bezeichnete die Zusammenarbeit mit DB InfraGO als sehr kooperativ. Sogar die planmäßige Nachtabstellung von S-Bahn-Zügen im durchgehenden Hauptgleis in Ebersberg wurde temporär verlegt. Die Umsetzung des Projektes sei mit nur einer Woche Vorlauf erfolgt und zeige, wie wichtig die Offenhaltung weniger bedeutender Hauptstrecken für einen stabilen und effizienten Güterverkehr sei. Auch böten auf der genannten Umleitungsstrecke die Fernsteuerung ohne Nachtruhe und Hybridloks neue Möglichkeiten. 

smart rail wünscht sich zudem statt kurzer (historischer) Kreuzungsbahnhöfe etwa ein- bis zwei Kilometer lange Doppelspurinseln. Mit minimalen Aufwand wäre so dem Personenverkehr (stabiler und schneller) und dem Güterverkehr (Kreuzungen) geholfen.

Foto: smart rail

[DE] Ostern: Totalsperrung in Hamburg

Zur Fertigstellung der Instandhaltungsarbeiten am Bauwerk Eisenbahnüberführung Billhorner Brückenstraße ist eine kurzfristige durchgehende Totalsperrung der Strecke 1280 zwischen Hamburg-Rothenburgsort und Abzweig Oberhafen im Zeitraum 3. April 6 Uhr bis 6. April 2026 11 Uhr zwingend erforderlich. Nur mit dieser Sperrung können die Arbeiten – beide Streckengleise betreffend – durchgeführt werden, sodass bis zum Ende der Generalsanierung Hamburg – Berlin eine zweigleisige Betriebsführung wieder ermöglicht werden kann. 

Diese Sperrung liegt zeitlich parallel zu weiteren Totalsperrungen auf dem ScanMed-Korridor zwischen Neumünster und Rendsburg, sowie in Dänemark, sodass die internationalen Schienengüterverkehre (SGV) nicht zusätzlich betroffen sind. 

Aufgrund der Kurzfristigkeit erfolgen die notwendigen Umleitungen über Hamburg Hauptbahnhof im SGV durch den Unterjährigen Fahrplan. 

[DE/AT] Grenzchaos bei GSH Obertraubling – Passau?

Im Rahmen der Generalsanierung Obertraubling – Passau gibt es Verstimmungen zwischen dem deutschen und dem österreichischen Infrastrukturbetreiber. So hat DB InfraGO hat alle Umleiter schon im Netzfahrplan ausgeregelt, die ÖBB macht das im Baufahrplan Phase für Phase. Nach Auskunft von Brancheninsidern sei man in Wien „arg verschnupft“ gewesen, dass InfraGO einfach mehr als die vereinbarten 80 Trassen via Salzburg umleitet und es nicht mit ihnen abstimmt.

So schreibt die ÖBB-Infrastruktur an ihre Kunden:

Mit 14.06.2026 beginnen die Einschränkungen bei der GSH Obertraubling – Passau. Die Kombination aus Teil- und Gesamtsperren gestaltet sich unverändert wie folgt:

  • Phase 2: 14.06.2026 – 11.07.2026: Gesamtsperre Obertraubling – Passau
  • Phase 3: 11.07.2026 – 20.09.2026: Teilsperre Obertraubling – Passau
  • Phase 4: 20.09.2026 – 12.12.2026: Gesamtsperre Obertraubling – Passau

Wie in der Vergangenheit mehrfach angekündigt wird mit Änderungstermin 14.06.2026 die Umleitung mit einer dauerhaften Änderung zum Netzfahrplan abgearbeitet. Die Umleitungsmaßnahmen sind daher in Abstimmung mit den zuständigen Servicemanager (Robert Glinz) bei der ÖBB-Infrastruktur ehestmöglich jedoch bis spätestens 04.05.2026 im Bestellsystem M-AMA zu bestellen.

Wir bitten die Bestellungen hinsichtlich der wesentlichen Parameter noch einmal mit ihren Partner-EVU in Deutschland und der Trassenzuweisung bei DB InfraGO abzugleichen, damit eine geordnete Abarbeitung der Bestellung möglich ist. Die Konstruktion der Umleitungstrassen erfolgt „realitätsnah“ entsprechend der spezifischen Vorgaben für den unterjährigen Netzfahrplan („Baufahrplan“). Aus einer für die Umleitung zugewiesenen Zugtrasse kann keine betriebliche Machbarkeit für die folgenden Netzfahrplanperioden abgeleitet werden. Die Rückleitung von ausgewählten Zugtrassen in der Phase 3 (Teilsperre Obertraubling – Passau) erfolgt mittels FAPLO durch NZ-KM-Baufahrplan.

Da DB InfraGO in den Phasen 2 und 4 (Gesamtsperren) bis zu 120 Güterzugtrassen über die Grenze Salzburg/Freilassing umleitet, die ÖBB-Infrastruktur aber gemäß Koordination im Vorfeld nur für 80 Güterzugtrassen zwischen Wels und Salzburg im Netzfahrplan Kapazitäten „reserviert“ hat, müssen an den verkehrsstarken Tagen Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag im Tageszeitraum (06:00 – 22:00) noch 15 bis 20 Güterzugtrassen großräumig über den Laufweg Bischofshofen – Selzthal – St. Michael – Wr. Neustadt weiter umgeleitet werden, damit trotz der Überbuchung um rund 20 – 25 Trassen ein Mindestmaß an Betriebsqualität zwischen Wels und Salzburg gewährleistet werden kann. Sollte die Betriebsqualität nicht ausreichend sein, behält sich die ÖBB-Infrastruktur vor, kurzfristig weitere Zugtrassen großräumig auf andere Laufwege umzuleiten.

Auf Grund der bereits erfolgten Überbuchung gibt es im gesamten Zeitraum der Phase 2 und der Phase 4 zwischen Wels und Salzburg keine freien Kapazitäten für den Ad-Hoc Verkehr. Zuweisungen sind daher nur dann möglich, wenn einerseits eine Zuweisung bei DB InfraGO für den Abschnitt Freilassing – Rosenheim vorliegt und mit der Trassenbestellung auch gleichzeitig eine gleichwertige Zugtrasse zwischen Wels und Salzburg bei ÖBB-Infrastruktur storniert wird. Ausgenommen davon sind nur Verkehre mit Quelle / Ziel entlang der Strecken Wels – Salzburg und Salzburg – Freilassing. Diese Trassenbestellungen unterliegen einer Machbarkeitsprüfung.“

[DE] Palla gesteht Fehler bei der Generalsanierung ein

Die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn (DB), Evelyn Palla, räumt Fehler bei der Generalsanierung des Schienennetzes ein. “Es stimmt, dass wir die Störungen bislang nur um etwa 50 Prozent reduzieren konnten”, sagte Palla dem Spiegel. “Vielleicht waren wir in der Vergangenheit auch etwas zu optimistisch.” Man werde aber an der Generalsanierung festhalten. Die DB-Chefin verspricht, die Abläufe zu verbessern.

Sie reagiert damit auf Kritik an den ersten beiden Sanierungsprojekten dieser Art zwischen Frankfurt und Mannheim, sowie jenem zwischen Berlin und Hamburg, das sich zeitlich verzögert.

[DE] Wiederinbetriebnahme Pegnitztalstrecke

Der Fahrplan zur Wiederinbetriebnahme der Pegnitztalstrecke steht: Der Zugverkehr wird in zwei Stufen wieder anlaufen. Ab Anfang Mai 2026 sollen zunächst wieder Züge im Abschnitt Neuhaus – Pegnitz fahren. Auf der gesamten Strecke zwischen Hersbruck (rechts der Pegnitz) und Pegnitz sollen die Züge nach aktuellem Stand bis zum Ende der Sommerferien wieder rollen.  

Neben der baulichen Stabilisierung und Instandsetzung laufen die Planungen zur grundlegenden Erneuerung der Brücken weiter. Aktuell reicht die DB InfraGO die Planfeststellungsanträge schrittweise aufgrund der Menge der Maßnahmen beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ein.

[DE] 1 1/2 Monate Verspätung für Hamburg – Berlin

Wie angekündigt verspätet sich die Fertigstellung der abgespeckten Generalsanierung. Am 11.03.2026 hat die DB Details zum geänderten Zeitplan publiziert:

Inbetriebnahme Hamburg – Hagenow-Land am 15.05.2026. Der Güterverkehr wird über Hamburg – Verden – Hannover, Hamburg – Uelzen – Stendal sowie über Hamburg – Schwerin – Neustrelitz – Berlin umgeleitet. 

Am Morgen des 14. Juni erfolgt im zweiten Schritt die Inbetriebnahme des gesamten Korridors Hamburg – Berlin. Dann fahren wieder alle Fern-, Regional- und Güterzüge auf ihrem Regelweg.

Die Qualitätsoffensive zwischen Hamburg und Hannover wird wie geplant am 1. Mai starten – jedoch mit einem angepassten, stufenweisen Konzept. Diese Anpassung ist nötig, damit weiterhin Fern- und Güterverkehre zwischen Hamburg und Berlin umgeleitet werden können. 

Für die Arbeiten wird der Streckenabschnitt Celle – Hannover wie vorgesehen am 1. Mai vollständig gesperrt. Auf dem Abschnitt Celle – Uelzen werden bis zum 14. Mai noch Güterzüge, im Abschnitt Uelzen – Lüneburg noch Fern- und Güterzüge verkehren. Vom 14. Juni an wird der gesamte Streckenabschnitt für die Qualitätsoffensive gesperrt. Der Umfang der in diesem Konzept durchführbaren Maßnahmen wird dementsprechend geringer sein als geplant. 

Grafik: NEE

[DE/AT] Kürzung der GS Rosenheim – Salzburg

Die Generalsanierung (GS) Rosenheim – Salzburg 2027 verkürzt sich um zwei Tage. Der Grund: Die ÖBB Infra startet auf Grund des Ferienendes in Österreich die Totalsperrung zur Sanierung des Tauerntunnels zwei Tage später. DB InfraGO passt sich an.

Der neue Zeitraum der Totalsperrung sieht wie folgt aus:​

  • ​Alter Zeitraum: 5. Februar 2027, 21 Uhr bis 9. Juli 2027, 21 Uhr
  • Neuer Zeitraum: 7. Februar 2027, 23.59 Uhr (-51 Stunden) bis 9. Juli 2027, 21 Uhr ​

[DE] Umleiter während Sanierung Bremen – Bremerhaven

Während der Generalsanierung Bremen – Bremerhaven vom 9. Juli bis zum 10. Dezember 2027 sind Umleitungen erforderlich. DB InfraGO bietet Umleitungskapazitäten mit Dieseltraktionsleistungen auf der nicht elektrifizierten Strecke Bremerhaven-Wulsdorf – Bremervörde – Rotenburg (Wümme) unter Nutzung der Infrastruktur der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (evb) an. Eine separate Trassenanmeldung bei der evb ist nicht notwendig, diese wird durch DB InfraGO an die evb weitergeleitet.

Zugangsberechtigte, die die bereitgestellten Dieseltriebfahrzeuge nutzen möchten, bestellen die entsprechende Trasse sowie das Dieseltriebfahrzeug im Netzfahrplan (NEP 1 oder NEP 2), und schließen einen Kooperationsvertrag mit DB InfraGO über die Nutzung des Dieseltriebfahrzeugs ab.

Alternativ können die Zugangsberechtigten eine Kompensation für die Nutzung der genannten Umleitungsstrecke sowohl im Gelegenheitsverkehr als auch im Netzfahrplan erhalten, wenn Sie die Dieseltraktionsleistung selbst erbringen. Die Kompensation für die vorliegende Strecke beträgt voraussichtlich 2.506 Euro je Zuglauf (einfache Strecke).