[DE] Raum Bremen mit Sperrungen

Zur Vorbereitung der Korridorsanierung Bremen – Bremerhaven im Jahr 2027 muss der Kabeltiefbau als Vorabmaßnahme vom 12. Juli bis 12. Oktober 2026 im Bereich Bremen-Walle bis Bremerhaven-Wulsdorf durchgeführt werden. Ohne Abschluss des Kabeltiefbaus im Vorlauf zur Korridorsanierung ist nach Aussage der DB InfraGO die Umsetzung der vorbereitenden fünf ESTW-Maßnahmen nicht möglich. Im Falle der Nichtumsetzung der fünf ESTW-Maßnahmen sind die geplanten Verkehre bei eingleisiger Betriebsführung nicht fahrbar. Darüber hinaus wären die abgängigen Bestandsanlagen nur weiter zu nutzen, mit dem Risiko einer erhöhten Störanfälligkeit sowie einer unzureichenden Verfügbarkeit von Ersatzteilen.

Für die zusätzlichen Arbeiten kommt es auf der Strecke 1740 zu folgenden zusätzlichen Einschränkungen:

  • Eingleisige Sperrung Bremen Hbf – Bremen-Burg in den folgenden fünf Nächten:
  • 12./13. Juli 2026, 14. bis 16. Juli 2026, 19./20. Juli 2026 jeweils von 22.20 bis 4.30 Uhr und 17./18. Juli 2026 von 22.20 bis 5.20 Uhr
    • Eingleisige Sperrung Oldenbüttel – Stubben in den folgenden zwei Nächten:
  • 30./31. Juli 2026 und 31. Juli/1. August 2026 jeweils von 21 bis 5 Uhr
    • Eingleisige Sperrung Oldenbüttel – Stubben in den folgenden sieben durchgehenden Schichten:
  • 25. bis 27. Juli 2026, 1. bis 3 August 2026, 12. bis 14. September 2026, 19. bis 21. September 2026, 26. bis 28. September 2026, 3. bis 5. Oktober 2026, 10. bis 12. Oktober 2026 jeweils von Samstag, 14 Uhr bis Montag, 5 Uhr
    • Totalsperrung Stubben in den folgenden Nächten:
  • 7./8., 8./9. und 9./10. August 2026 jeweils von 22.10 bis 4.50 Uhr

Durch die genannten Sperrzustände kommt es im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zu Ausfällen und Verspätungen und im Schienengüterverkehr (SGV) zu Verspätungen.

[DE] Spatenstich Güterzugumgehung Freiburg

Die Deutsche Bahn (DB) baut zwischen Offenburg, Freiburg und Müllheim im Markgräflerland eine neue Güterzugstrecke entlang der Autobahn A5. Sie ist Teil der Verbindung Karlsruhe – Basel und des wichtigen europäischen Güterkorridors Rotterdam – Genua. Zusammen mit der bestehenden Rheintalbahn stehen künftig vier statt zwei Gleise zur Verfügung: Es können deutlich mehr Züge fahren. Die DB verlagert den Güterverkehr auf die neue Strecke. Das schafft Platz für zusätzliche Verbindungen im Nah- und Fernverkehr und nach InfraGo-Auskunft einen stabileren Betrieb auf der Rheintalbahn. Gleichzeitig rollen künftig rund 50.000 Güterzüge pro Jahr weniger durch Freiburg und die umliegenden Gemeinden.

DB, Bund und Land gaben am 29.05.2026 mit einem symbolischen Spatenstich nahe der Gemeinde Reute den Startschuss für die Bauarbeiten. Die neue Güterzugstrecke ist insgesamt über 90 Kilometer lang. Die DB baut zuerst den elf Kilometer langen Abschnitt zwischen Riegel und March. Für den Abschnitt rechnet die DB mit einer Bauzeit von etwa sechs Jahren. Einen Termin für die Inbetriebnahme der gesamten Strecke kann die DB erst festlegen, wenn für alle Abschnitte das notwendige Baurecht vorliegt.

Das Bahnprojekt Karlsruhe – Basel wird kofinanziert von der Europäischen Union.

Foto: DB InfraGO / Stefan Wildhirt

[AT/CH] Feldkirch – Buchs gesperrt

Vom 14. Juni bis 14. Oktober 2026 wird die rund 18 Kilometer lange eingleisige Strecke zwischen Feldkirch (Österreich) und Buchs SG (Schweiz) vollständig gesperrt, um eine Sanierung zu ermöglichen.

Im Zentrum der Bauarbeiten steht die umfassende Sanierung der Brückenkette entlang der Strecke. Gleichzeitig wird der mittlerweile in die Jahre gekommene Bahnhof Nendeln barrierefrei umgebaut und modernisiert. Ergänzend dazu werden entlang der Strecke Gleise und Oberleitungen erneuert und moderne Stellwerkstechnik installiert, um den Bahnbetrieb künftig effizienter und zuverlässiger zu gestalten.

Im SPNV kommt es zu SEV, Fernverkehr und Güterverkehr wird umgeleitet. Im Güterverkehr sind unter anderem die Züge für Red Bull betroffen, die temporär via St. Magreten geführt werden.

[DE] Sperrungen Raum Braunschweig im Sommer

Die DB InfraGO kündigt für den Sommer 2026 durchgehende Totalsperrungen auf den Strecken 1730 Hannover – Braunschweig und 1900 Braunschweig – Helmstedt an. Aufgrund der fortlaufenden zusätzlichen Belastung durch Umleiterverkehre in 2025 sowie im ersten Halbjahr 2026 würden die dortigen Anlagen deutliche Abnutzungserscheinungen aufweisen. Um die zusätzlichen Umleiterverkehre ab Oktober 2026 gewährleisten zu können, werden nach DB-Einschätzung umfangreiche Instandhaltungsarbeiten notwendig.

Im Gewerk Oberbau werden großflächig Schienen gewechselt und Schlammstellen, welche zu Gleislageproblemen führen können, saniert. Zusätzlich soll die Gleislage durch umfangreiche Stopfarbeiten stabilisiert werden. Im Gewerk Leit- und Sicherungstechnik werden diverse Weichen- und Signalkomponenten erneuert. Zusätzlich wird in einigen Streckenabschnitten der Fahrdraht der Oberleitungsanlage ausgetauscht und Oberleitungsmasten erneuert.

Für die genannten Arbeiten sind folgende zusätzliche Totalsperrungen erforderlich:

  • auf der Strecke 1730 zwischen Lehrte und Groß Gleidingen vom 13. August 2026, 23 Uhr bis 21. August 2026, 5 Uhr
  • auf der Strecke 1900 zwischen Harbke und Abzweig Weddel vom 13. August 2026, 23 Uhr bis 28. August 2026, 5 Uhr

In den oben genannten Zeiträumen kommt es zu Umleitungen und Ausfällen im Schienenpersonenfernverkehr (SPFV) und Schienengüterverkehr (SGV) sowie zu Ausfällen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV).

[DE] Bauarbeiten auf der Nord-Süd-Strecke

Aufgrund der Aufrechterhaltung des sicheren Zugbetriebs ist der Austausch mehrerer Weichen mit einer Teilsperrung (Eingleisigkeit) im Bereich Fulda Bronnzell vom 10. bis 30. Juli 2026 erforderlich. Bei Nichtdurchführung der Baumaßnahme drohen La-Stellen bzw. bei weiterer Verschlechterung des Anlagenzustands auch Sperrungen in Q3 bzw. Q4/2026.

Zur Aufrechterhaltung der überregionalen Verkehre (speziell des Schienengüterverkehrs) führt DB InfraGO die ursprünglich geplante Erneuerung von mehreren Weichen in mehreren Etappen durch. Zwischen den einzelnen Erneuerungen stehen die Kapazitäten regulär zur Verfügung und können über den Gelegenheitsfahrplan genutzt werden.

Es ist nun vorgesehen, vsl. vom 16. Juli bis 20. Juli 2026 sowie vom 23. Juli bis 27. Juli 2026 zwei Phasen der Weichenerneuerungen durchzuführen. Vorarbeiten finden vsl. nächtlich vom 11. Juli bis 13. Juli 2026 statt. Die Nacharbeiten finden vsl. im Rahmen von regulären Instandhaltungscontainern statt und haben vsl. keine weiteren Auswirkungen auf den Zugbetrieb. Aller Voraussicht nach bedarf es dann nochmals eine 4-tägige Sperrung im Oktober für die Instandhaltungsüberbrückung einer weiteren Weiche. Der eigentliche Tausch dieser und einer zweiten Weiche soll 2027 möglichst unter Deckung des Invest-Containers Fulda – Bebra erfolgen.

Der überarbeitete Plan ist in Bezug auf die Gesamtdauer der Sperrpause vergleichbar zum ursprünglichen Plan. Er bietet aber den Vorteil, dass der überregionale Schienengüterverkehr zwischen den max. 5-tägigen Sperrpausen abfließen kann (ggü. ursprünglich vorgesehen: 13,5 Tage Sperrung am Stück). Auch bietet er die Möglichkeit, dass für die 3. Sperrung im Oktober nur eines von vier Gleisen gesperrt werden muss.

[DE] Baumarathon am Niederrhein beendet

DB InfraGO hat einen 80-wöchigen Baumarathon auf der Ausbaustrecke zwischen Emmerich und Oberhausen erfolgreich zum Abschluss gebracht. Zwischen Voerde und Dinslaken rollen die Züge nun erstmals auf drei Gleisen. Die Züge des Fern- und Güterverkehrs rollen seit dem Morgen des 18.05.2026 wieder über die Strecke am Niederrhein. Die Züge des Nahverkehrs werden schrittweise wieder anrollen und zum Betriebsstart am Dienstag, 19. Mai wieder vollständig zwischen Oberhausen und Arnhem (NL) verkehren.

Seit dem Spatenstich im Jahr 2017 hat die DB 52 Kilometer Gleise neu bzw. umgebaut. Außerdem stehen bereits knapp zwölf Kilometer der neuen Schallschutzwände und 38 Kilometer der neuen Oberleitungsanlage. Zusätzlich haben die Teams auch insgesamt 62 Weichen erneuert und 45 Brücken entlang der Strecke erweitert bzw. neu gebaut.

Auch nach dem Ende der intensiven Bauphase laufen die Arbeiten für den dreigleisigen Ausbau weiter. Im November 2026 werden während einer einwöchigen Sperrpause u.a. den neuen Brückenträger über die Weierstraße in Oberhausen eingehoben, die Bauarbeiten an der Eisenbahnüberführung an der Lippe abgeschlossen und die Bahnübergänge Kerstenstraße und Schwarzer Weg in Emmerich zurückgebaut. 

Ab 2027 werden die Bauarbeiten vorerst unter rollendem Rad weitergeführt. Dazu zählen beispielsweise die Inbetriebnahme des neuen Haltepunktes in Voerde-Friedrichsfeld, der Neubau des dritten Gleises zwischen Grenzstraße und dem Weseler Bahnhof sowie der Abschluss der Arbeiten an der Straßenüberführung Weierstraße und der „HOAG-Brücke“ in Oberhausen. Die sperrpausenrelevanten Arbeiten werden aktuell neu eingetaktet.

[DE] Hamburg – Hagenow wieder in Betrieb

Die DB InfraGO hat die Korridorsanierung zwischen Hamburg und Berlin abgeschlossen. Zwischen Hamburg und Hagenow Land können die Züge des Personen- und Güterverkehrs seit 15.05.2026 wieder regulär fahren. Die Wiederinbetriebnahme des Abschnittes von Hagenow Land bis Berlin erfolgt zum kleinen Fahrplanwechsel am 14. Juni mit Betriebsbeginn.

[DE] Förderung für Gleissanierung bei Fels-Werken

Das Land Sachsen-Anhalt stellt der Fels-Werke GmbH in diesem Jahr 300.000 Euro Fördermittel für die Sanierung von Weichen und Gleisanlagen in den Kalkwerken Kaltes Tal und Rübeland (Landkreis Harz) bereit.

„Mit der finanziellen Unterstützung wollen wir einen Anreiz und zugleich die Voraussetzungen dafür schaffen, dass mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagert werden“, sagte die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens, am 11.05.2026 in Rübeland bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides.

In Sachsen-Anhalt betreibt die Fels-Werke GmbH mehrere Standorte: die Kalkwerke Rübeland, Kaltes Tal und Hornberg mit ihren Anschlussbahnen sowie das öffentliche Eisenbahninfrastrukturunternehmen Fels Netz GmbH. Über das weit verzweigte Gleisnetz im Harz werden jährlich fast 1,5 Millionen Tonnen Kalk- und Kalksteinprodukte per Bahn transportiert.

[CH] Stand des Eisenbahnausbaus

Die Bahnunternehmen der Schweiz erreichten letztes Jahr wichtige Meilensteine beim Ausbau des Schienennetzes. Das zeigt der neuste Standbericht, den das Bundesamt für Verkehr (BAV) am 30.04.2026 veröffentlicht hat.

Das BAV informiert jährlich in einem Standbericht über den Fortschritt beim Ausbau des Schienennetzes. Der vorliegende Bericht bildet den Stand aller beschlossenen Ausbauprogramme per 31.12.2025 ab. Aktuell befinden sich im Rahmen der Ausbauschritte 2025 und 2035 sowie des Programms ZEB (Zukünftige Entwicklung Bahninfrastruktur) rund 300 Projekte in der Projektierung oder Realisierung.

Im Jahr 2025 erreichten die Bahnen beim Ausbau wichtige Meilensteine. Mit dem Doppelspurausbau zwischen Grellingen und Duggingen nahm die SBB die erste grosse Infrastrukturmassnahme des Ausbauschritts 2035 termingerecht in Betrieb. Gleichzeitig wurden weitere Ausbauten im Raum Basel im Betrieb genommen. In Liestal schloss die SBB den Vierspurausbau ab.

In der Ostschweiz können die Züge auf der Strecke Pfäffikon SZ–Altendorf in kürzeren Abständen fahren. Zudem nahm die SBB ein Überholgleis für den Güterverkehr in Betrieb.

Das grösste Projekt des Ausbauprogramms ZEB ist die Erweiterung des Bahnhofs Lausanne. Letztes Jahr hat die SBB an verschiedenen Orten im und um den Bahnhof Hauptarbeiten ausgelöst. In Bahnhof Fribourg schliesslich hat sie die Umbauarbeiten abgeschlossen.

Weiter konnte das BAV die Plangenehmigung für den Brüttenertunnel erteilen, das Kernstück des Vierspurausbaus Zürich–Winterthur. Für die Erweiterung des Bahnhofs Zürich Stadelhofen führte die SBB die öffentliche Auflage durch.

Der Bundesrat will das Bahnnetz schrittweise weiterentwickeln. Dabei müssen die Projekte aus finanziellen Gründen neu priorisiert werden. Die Eckdaten dazu hat der Bundesrat am 28.01.2026 gestützt auf ein Gutachten der ETH Zürich sowie Analysen der zuständigen Bundesämter beschlossen. Die Vernehmlassungsvorlage wird derzeit erarbeitet und soll vor den Sommerferien verabschiedet werden. Im jährlichen Standbericht ist die Neupriorisierung noch nicht berücksichtigt.

www.bav.admin.ch/de/ausbauprogramme

[DE] K+S: Land fördert Gleissanierung

Das Land Sachsen-Anhalt stellt insgesamt 680.000 Euro Fördermittel für die Erneuerung von Gleisen und Weichen in den Werken der K+S Minerals and Agriculture GmbH bereit.

Der größere Teil des Geldes (rd. 380.000 Euro) fließt in die Sanierung eines Gleises und einer Weiche auf dem Bernburger Werksgelände. Mit der finanziellen Unterstützung von 300.000 Euro sollen drei Weichen am Standort Zielitz instandgesetzt werden.

Das Salzwerk Bernburg gehört mit rund 560 Beschäftigten zu den wichtigsten Arbeitgebern rund um die Saalestadt. Im vergangenen Jahr wurden dort rund 1,9 Millionen Tonnen Fertigsalzprodukte hergestellt. Rund die Hälfte der zu verladenden Produkte wurde per Bahn zu den Kunden transportiert. Noch größer dimensioniert ist das Kaliwerk Zielitz, der größte Einzelstandort der K+S Minerals and Agriculture. Mit rund 2.000 Mitarbeitern zählt das Werk zu den größten Unternehmen Sachsen-Anhalts. Die tägliche Förderleistung liegt bei etwa 40.000 Tonnen Rohsalz. Im Jahr 2024 wurden am Standort rund 1,6 Millionen Tonnen produziert, was einem durchschnittlichen Monatswert von etwa 107.000 Tonnen entspricht. Die Logistik am Standort Zielitz ist vielfältig aufgestellt. Der Abtransport der Produkte erfolgt über Bahn, Lkw sowie Binnenschiffe. Auch hier spielt die Schiene eine zentrale Rolle. Im Jahr 2024 wurden rund 1,15 Millionen Tonnen, also etwa rund 72 Prozent der Gesamtproduktion, per Bahn verladen.