[DE] InfraGO-Zustandsbericht 2025

Der Zustand des deutschen Schienennetzes stabilisiert sich. Das zeigen nach Aussage der DB neue Daten des DB InfraGO-Zustandsberichtes für das Jahr 2025. Die Zustandsnote für das gesamte Schienennetz in Deutschland beträgt im Mittel 3,00 und liegt auf Vorjahresniveau. Damit scheint nach Einschätzung des Infrastrukturbetreibers der langjährige Abwärtstrend gestoppt zu sein. Die Bahnhöfe konnten sich mit der Note 2,96 gegenüber 3,03 in 2024 sogar leicht verbessern.

Für den jährlichen Bericht untersucht die DB InfraGO mehr als 380.000 Anlagen des Fahrwegs und der Bahnhöfe und bewertet diese nach Schulnotenlogik. Benotet werden alle Brücken, Tunnel, Stützbauwerke, Gleise, Weichen, Bahnübergänge, Stellwerke, Oberleitungen sowie Anlagen der Bahnhofsinfrastruktur. 

[SE] Verbessertes Ergebnis für Green Cargo

Das erste Quartal 2026 zeigt ein verbessertes Ergebnis für Green Cargo, das auf durchgeführte Kostenanpassungen und eine gestärkte operative Qualität zurückzuführen ist. Pünktlichkeit und Regelmäßigkeit haben sich verbessert, was die Liefergenauigkeit erhöht und zu stabileren Transportströmen beigetragen hat. Maßnahmen zur Stärkung von Effizienz, Lieferfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit werden fortgesetzt.

  • Der Nettoumsatz des Konzerns belief sich im Berichtszeitraum auf 1.054 (1.093) Mio. SEK ( 97 Mio. EUR)
  • Das Betriebsergebnis des Konzerns belief sich auf 8 (–75) Mio. SEK (740.000 EUR)
  • Das organische Betriebsergebnis des Konzerns belief sich auf –53 (–128) Mio. SEK ( -4,9 Mio. EUR)
  • Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich auf –13 (–65) Mio. SEK ( 1,2 Mio. EUR)
  • Green Cargo unterzeichnete neue und verlängerte Transportverträge mit einem Gesamtvertragswert von 305 (235) Mio. SEK

[EU] Annual Market Monitoring Report publiziert

Die Independent Regulators‘ Group-Rail (IRG-Rail) hat ihren 14. Marktbeobachtungsbericht veröffentlicht. Dieser Bericht bietet einen Überblick über die Marktentwicklung und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Eisenbahnsektor in den 31 IRG-Rail-Mitgliedsländern im Jahr 2024.

Im Jahr 2024 wurden in den IRG-Rail-Ländern 4,63 Milliarden Zugkilometer zurückgelegt, was leicht über dem Niveau von 2023 und 2019 liegt. Es zeichnen sich jedoch zwei gegensätzliche Bilder ab. Einerseits stieg der Personenverkehr weiter an (+6 % gegenüber dem Vorjahr in Personenkilometern) und liegt nun deutlich über dem Niveau von 2019. Andererseits konnte sich der Schienengüterverkehr noch nicht von dem Rückgang im Jahr 2023 erholen und ging 2024 erneut zurück (-2 % in Nettotonnenkilometern). Der Rückgang des internationalen Güterverkehrs um 5 % war der Hauptgrund für diesen Gesamtrückgang und erreichte den niedrigsten Stand in den IRG-Rail-Ländern seit 2015.

Die Gleisnutzungsgebühren (TGA) pro Zugkilometer stiegen 2024 sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr. Während die TGA im Personenverkehr in den letzten fünf Jahren stetig zunahmen (+3 % pro Jahr), stiegen sie im Güterverkehr erstmals wieder (+6 %) nach leichten Rückgängen im Zeitraum 2020–2023.

Die Einnahmen der Eisenbahnunternehmen stiegen im Jahresvergleich sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr, vor allem aufgrund der steigenden Nachfrage im Personenverkehr und der hohen Kosteninflation im Güterverkehr.

[AT] ÖBB Rail Cargo Group: 64 % Marktanteil

Die aktuelle Erhebung der Statistik Austria zeigt: Der Schienengüterverkehr in Österreich ist 2025 leicht gewachsen. Insgesamt wurden auf Österreichs Schienennetz 96,2 Millionen Tonnen Güter transportiert.

Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) transportierte davon 2025 insgesamt 61,9 Millionen Tonnen Güter in und durch Österreich. Damit entfielen rund 64,3 % der gesamten auf dem österreichischen Schienennetz transportierten Gütermenge auf die ÖBB Rail Cargo Group.

[CH] Hupac steigert Volumen um 4,3 %

Das Geschäftsjahr 2025 hat Hupac vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Trotzdem weist Hupac ein positives Gruppenergebnis aus und schliesst das Jahr mit einem Gewinn von CHF 3,5 Mio. ab.

Im vergangenen Jahr beförderte die Hupac Gruppe rund 975.000 Straßensendungen bzw. 1.853.000 TEU im Kombinierten Verkehr Strasse/Schiene und im maritimen Hinterlandverkehr. Dies entspricht einer Steigerung von 4,3 % gegenüber dem Vorjahr. Im transalpinen Verkehr durch die Schweiz konnte Hupac das Volumen um 4,5 % auf rund 560.000 Sendungen steigern, unter anderem auch dank der Übernahme von Verkehren auf der Achse Belgien-Italien. Die transalpinen Verkehre via Frankreich und Österreich konnten auf tiefem Niveau um +26,9 % auf rund 25.000 Sendungen gesteigert werden. Im nicht-transalpinen Verkehr konnte Hupac die Mengen um 2,9 % auf knapp 390.000 Sendungen steigern.

Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund der anhaltenden Baustellen auf dem Schienennetz positiv zu bewerten. Eine hohe Bautätigkeit mit zeitweise vollständigen Streckensperrungen hat die Leistungsfähigkeit der Schieneninfrastruktur erheblich beeinträchtigt. Dennoch konnte Hupac den Umsatz im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 3,1 % auf CHF 646 Mio. steigern. Der Umsatz liegt unter der Volumenentwicklung, was auf die negativen Auswirkungen der Wechselkurse zurückzuführen ist. Die Kosten für erbrachte Leistungen stiegen stärker als die Erlöse, was zu einem leichten Rückgang der Bruttogewinnmarge um 0,6% auf 21,6 % führte. Dank ergebnissichernden Massnahmen konnte Hupac das Gruppenergebnis in einem herausfordernden Umfeld mit einer EBIT-Marge von 1,9 % und einem Gewinn von CHF 3,5 Mio. (Vorjahr CHF 9,4 Mio.) auf einem zufriedenstellenden Niveau halten.

Hupac ist überzeugt, ab dem Jahr 2029 mit Abschluss der grossen Bauarbeiten auf der deutschen Rheintalachse und in Norditalien wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Mit Piacenza (Inbetriebnahme 2025) und Milano Smistamento (geplante Eröffnung 2027) investiert Hupac in neue, leistungsfähige Terminalinfrastrukturen. Damit wird der Ausbau weiterer hochfrequenter Angebote als zentraler Baustein der langfristigen Wachstumsstrategie ermöglicht.

Zusätzlich erweitert Hupac ihr Netzwerk auch in westlicher Richtung. Dazu hat sie Anfang 2026 das Terminal Barcelona Combiconnect in Betrieb genommen. Damit wird die iberische Halbinsel an das europäische Intermodalnetz angebunden. Hupac sieht im Transportmarkt von und nach Spanien, der bis heute durch den Strassentransport dominiert wird, erhebliches Potenzial für den Kombinierten Verkehr.

[DE] duisport steigert Umsatz und EBIT

Die duisport‑Gruppe hat ihre wirtschaftlichen Ziele im Geschäftsjahr 2025 erreicht und nach eigener Auskunft „ein insgesamt starkes Ergebnis“ erzielt. Die Gesamtleistung der duisport‑Gruppe stieg 2025 auf 390,5 Millionen EUR(Vorjahr: 356,3 Mio. Euro). Wesentliche Treiber waren insbesondere die Bereiche Infra- und Suprastruktur sowie Verkehr und logistische Dienstleistungen, die beide weiter zulegen konnten. Die Entwicklung der Industrielogistik spiegelt die anhaltende Schwäche der Konjunktur im Maschinen- und Anlagenbau wider.

Auch ergebnisseitig zeigt sich die positive Entwicklung: Das EBIT stieg auf 27,0 Millionen Euro (Vorjahr: 22,6 Mio. Euro), das Ergebnis vor Steuern lag bei 23,4 Millionen Euro (Vorjahr: 19,8 Mio. Euro). Die Investitionen beliefen sich 2025 auf 79,8 Millionen Euro und umfassten Maßnahmen zur Modernisierung der Infrastruktur sowie zur Weiterentwicklung von Terminals und Logistikflächen.

Der Containerumschlag erhöhte sich auf rund 4,1 Millionen TEU (Vorjahr: 3,9 Mio. TEU). Der Gesamtgüterumschlag blieb mit 50,8 Millionen Tonnen trotz der Transformation in der Binnenschifffahrt stabil. Der Gesamtgüterumschlag aller Duisburger Häfen lag wieder bei über 100 Millionen Tonnen.

[AT] Rezession drückt ÖBB Ergebnis

Die ÖBB haben ihre Bilanz 2025 präsentiert. Aus Sicht der Staatsbahn war „2025 ein Geschäftsjahr mit Licht und Schatten“. Zuwächse kommten im Personenverkehr verzeichnet werden. Insgesamt 559 Millionen Fahrgäste fuhren im letzten Jahr mit Bussen und Bahnen der ÖBB. Das entspricht einem Zuwachs von 1,4 Prozent. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) war deutlich positiv bei 68,1 Mio. Euro, sank aber im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent, nicht zuletzt als Folge der anhaltenden industriellen Rezession in Europa und insbesondere in Österreich.

Die anhaltende industrielle Rezession in Europa und insbesondere in Österreich hat deutliche Auswirkungen auf den Schienengüterverkehr gehabt. Die Nachfrage nach Logistikleistungen ist zurückgegangen. Zudem hat ein harter Preiswettbewerb mit der Straße das Umfeld geprägt. Die Transportleistung der ÖBB Rail Cargo Group (RCG) ist dadurch um 4 % auf 26,2 Mrd. Nettotonnenkilometer gesunken. Trotzdem ist es der RCG gelungen, den Umsatz um 6 % auf 2.090 Mio. Euro (Vj: 1.974 Mio. Euro) zu erhöhen.

Unterm Strich hat die RCG allerdings mit einem EBT von -135,5 Mio. Euro (Vj. – 24,5 Mio. Euro) abgeschlossen. Dieses Ergebnis ist von einer einmaligen Wertberichtigung und Einbußen im Agrarbereich geprägt. Die trüben wirtschaftlichen Aussichten haben das ÖBB Management veranlasst, künftige Ertrags- und Investitionsprognosen neu zu bewerten und Firmenwerte bei den Beteiligungen in Ungarn und der Agrarspedition in Höhe von -81,1 Mio. Euro abzuschreiben. Auch ohne diesen Einmaleffekt ist das Ergebnis mit -54 Mio. Euro negativ geblieben.

Der Agrarsektor belastet das Ergebnis mit rd. 36 Mio. Euro. Der Grund dafür sind geänderte Warenströme durch Missernten, eine schwache Marktentwicklung sowie handels- und zollpolitischen Verwerfungen aufgrund der US-Zollpolitik. Ohne die Abschreibung und die Verluste im Agrarbereich wäre das Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau geblieben. Abseits des schwierigen Wirtschaftsumfelds hatten längere Transportwege aufgrund der Baustellensituation etwa in Deutschland sowie hohe Energiepreise Einfluss auf das Ergebnis der Gütersparte der ÖBB.

Die RCG setzt bereits ein Bündel an Maßnahmen um, um gegenzusteuern: Unter anderem werden nicht wettbewerbsfähige Produkte eingestellt, die Auslastung nachgefragter Verbindungen gezielt erhöht sowie die Organisation verschlankt und zukunftsfit gemacht, sodass im ÖBB-Konzern für 2026 eine Besserung der Finanzzahlen erwartet werden kann.

Die Umsatzerlöse des Teilkonzerns Infrastruktur haben 1.269,6 Mio. Euro betragen (Vj: rd. 1.231,6 Mio. Euro), die Gesamterträge des Teilkonzerns ÖBB Infrastruktur sind um 5 % oder 196,3 Mio. Euro auf 4.415,4 Mio. Euro (Vj: rd. 4.219,1 Mio. Euro) gestiegen. Der Teilkonzern ÖBB Infrastruktur hat 2025 ein EBT von 15,1 Mio. Euro erwirtschaftet, um 20 % mehr als im Vorjahr (Vj: 12,6 Mio. Euro).

Mit Gesamterträgen von 9.676,1 Mio. Euro (Vj: 8.997,0 Mio. Euro) hat der Konzern gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 8 % verzeichnen können. Die Gesamtaufwendungen haben sich um 8 % auf 8.943,5 Mio. Euro erhöht (Vj: 8.289,2 Mio. Euro). Das EBIT ist um 4 % auf 732,7 Mio. Euro gestiegen (Vj: 707,8 Mio. Euro). Nach einem Ergebnis von 113,6 Mio. Euro im Vorjahr wird dieses Jahr ein EBT von rd. 68,1 Mio. Euro ausgewiesen. Dies entspricht einem Rückgang von rd. 45,5 Mio. Euro oder 40 % gegenüber dem Vorjahr.

Aufgrund des sich zunehmend verschärfenden Wettbewerbsumfelds, allen voran im Güterverkehr, haben die ÖBB Mitte 2025 ein Wettbewerbsprogramm namens „Compete“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die beeinflussbaren Plankosten konzernweit um 10 % zu senken und den Konzern wettbewerbsfit für die Zukunft aufzustellen. Insgesamt werden konzernweit rd. 300 Mio. Euro jährlich eingespart, etwa durch Synergien in den Querschnittsbereichen, die Reduktion von Verwaltungskosten und Sachaufwendungen sowie Prozessoptimierungen und Produktivitätssteigerungen.

[DE] DB-Bilanz 2025 präsentiert

Die Deutsche Bahn hat 2025 operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Umsatz ist um drei Prozent auf rund 27 Milliarden Euro gestiegen, das bereinigte EBIT hat sich um 630 Millionen Euro auf +297 Millionen Euro verbessert. Unter dem Strich bleibt das Jahresergebnis nach Steuern jedoch mit –2,3 Milliarden Euro negativ. Unter Einbeziehung der Effekte aus dem Schenker‑Verkauf ergibt sich ein Jahresüberschuss von 5,3 Milliarden Euro. Alle Geschäftsfelder – mit Ausnahme von DB Cargo – erzielten 2025 ein positives operatives Ergebnis.

DB Cargo verbuchte 2025 teils deutliche Leistungs- und Umsatzrückgänge. Das operative Ergebnis verbesserte sich auch durch Sanierungsmaßnahmen um 350 Millionen Euro. Es blieb aber noch leicht negativ. DB Cargo muss 2026 einen Sanierungsplan mit sehr harten Einschnitten konsequent umsetzen.

Beförderte Güter in Mio. tVerkehrsleistung 1) in Mio. tkm
2016277,494.698
2017271,092.651
2018255,588.237
2019232,085.005
2020213,178.670
2021226,584.850
2022222,384.468
2023197,674.458
2024179,868.545
2025165,258.531

1) Abgerechnete Leistung (Tariftonnenkilometer)

DB InfraGO verzeichnete mit 10 Millionen Euro ein leicht positives operatives Ergebnis (Vorjahr: 267 Millionen Euro). Unter anderem führten höhere Personalaufwendungen und investitionsbedingt gestiegene Abschreibungen zu zusätzlichen Belastungen. Die Betriebsleistung auf dem stark befahrenen Schienennetz blieb 2025 mit 1,1 Milliarden Trassenkilometer auf Vorjahresniveau.

Die DB erwartet für das Gesamtjahr 2026 schrittweise weitere Verbesserungen. Der Konzernumsatz soll auf ungefähr 28 Milliarden Euro steigen, das operative Konzernergebnis auf etwa 600 Millionen Euro.

[SE] TÅGAB vermeldet Umsatz- und Gewinnsteigerung

Die schwedische Privatbahn Tågåkeriet i Bergslagen (TÅGAB) meldet für 2025 einen deutlich gestiegenen Umsatz in Höhe von 412 Mio. SEK – ein Plus von 59 Mio. SEK gegenüber 2024. Der Gewinn vor Steuern und sonstigen Aufwendungen betrug 5,9 Mio. SEK, verglichen mit 2,4 Mio. SEK im Jahr 2024, trotz der befürchteten Verluste im Zusammenhang mit den Sanierungen von BLS Rail und Specialvirke.

[SE] SCA fährt 49 % des Holzes per Bahn

Das schwedische Holzverarbeitungsunternehmen Svenska Cellulosa AB (SCA) vermeldet für 2025 den Transportrekord von 3,1 Mio. Kubikmeter Rundholz per Bahn. Somit werden 49 % des Aufkommens auf der Schiene bewegt, größtenteils von Hector Rail.

SCA betreibt 13 Holzterminals von Stockaryd in Småland im Süden bis Murjek in Norrbotten im Norden. Die Terminals liegen unter anderem in Kjula bei Eskilstuna, Mackmyra westlich von Gävle, Mora, Töva westlich von Sundsvall, Östavall südwestlich von Ånge, Bensjö nordwestlich von Ånge, Krokom westlich von Östersund, Hoting, Backe zwischen Hoting und Forsmo, Lycksele und Storuman.

Die Holzzüge fahren nach Tunadal in Sundsvall, Östrand in Timrå, Munksund in Piteå, Rundvik in Nordmaling, Bollstabruk in Ådalen und nach Gimonäs außerhalb von Umeå, wo das Holz für den LKW-Transport nach Obbola umgeladen wird.