[AT] Marktanteile Österreich

Auf vielfachen Wunsch an dieser Stelle ein Auszug aus der Erhebung der Schienen-Control die Marktanteile der ÖBB-Mitbewerber (zumindest 0,1 % der gesamten Nettotonnenkilometer) im Güterverkehr 2024.

Die TOP 10:

  1. ecco-rail
  2. Lokomotion
  3. CD Cargo
  4. Cargo Service (CargoServ)
  5. TX Logistik
  6. Raaberbahn Cargo
  7. LTE Group
  8. METRANS
  9. Wiener Lokalbahnen Cargo (WLC)
  10. FRACHTbahn Traktion
Marktanteile der ÖBB-Mitbewerber (zumindest 0,1 % der gesamten Nettotonnenkilometer) im Güterverkehr 2024. Quelle: Erhebung der Schienen-Control.

Die Veränderung in Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr:

UnternehmenVeränderung
ecco-rail1,79
Raaberbahn Cargo0,66
RuG0,57
FRACHTbahn0,56
Helrom0,44
LTE0,42
METRANS0,25
RTB CARGO0,18
CD Cargo0,16
WECO-Rail0,15
SZ Cargo0,14
DPB0,13
Budamar0,13
Eurogate Rail0,08
Raildox0,02
CargoServ0
RTS0
HSL-0,07
DB Cargo-0,15
PKP CARGO-0,16
Steiermarkbahn-0,2
RTI-0,23
FOXrail-0,47
TX Logistik-0,62
S-Rail-0,93
Lokomotion-1,05
WLC-1,32

[DE] Aufkommen in Rostock steigt

Von den insgesamt 15,7 Mio. t im Überseehafen Rostock umgeschlagener Güter von Januar bis Juni entfielen 8,4 Mio. t auf das Fähr- und RoRo-Terminal. Das sind etwa 100.000 t mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Fähr- und RoRo-Güter am Gesamtumschlag im Universalhafen Rostock betrug damit 54 %. Der Umschlag von Massen- und Stückgütern belief sich auf 7,3 Mio. t.

Auf den drei Fähr- sowie drei RoRo-Verbindungen von und nach Dänemark, Schweden und Finnland wurden 196.100 Lkw (begleitete Einheiten) transportiert – knapp 3.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umschlag von unbegleiteten Einheiten nahm ebenfalls zu: 74.100 Trailer bzw. sonstige Ladungsträger rollten über die Kaikanten (+5 %). Im ersten Halbjahr 2025 wurden zudem 10.800 Eisenbahnwaggons (+7 % ) und etwa 70.000 Neuwagen (+30 %) über Rostock transportiert.

Der Umschlag intermodaler Einheiten steigerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 %. Der Terminalbetreiber Rostock Trimodal (RTM) bewegte von Januar bis Juni etwa 56.500 Einheiten. Derzeit verkehren wöchentlich 48 Kombiverkehrszüge von und nach Verona (22) in Italien, Bratislava (5) in der Slowakei, Oradea (2) in Rumänien, Dresden (5), Herne (6) und Halle (1) in Deutschland sowie Bettembourg (3) in Luxemburg. Seit Juli 2024 komplettiert eine von Lkw Walter betriebene Verbindung nach Karlsruhe (4) das KV-Angebot des Standortes Rostock.

Einen Anstieg gab es auch beim Umschlag von Flüssiggütern. Bis Ende Juni wurden vier Millionen Tonnen über die Kaikanten gepumpt und damit 220.000 t mehr als im Vorhalbjahr. Die Rohölimporte für PCK Schwedt beliefen sich auf 3 Mio. t. Es wurde mehr Gasöl, Naphta und Methanol, aber weniger Biodiesel und Rapsöl umgeschlagen.

Der Umschlag von Schüttgütern lag mit 2,8 Mio. t etwa 140.000 t über dem Halbjahresergebnis von 2024. Den größten Anteil am Schüttgutumschlag hatte erneut der Umschlag von Getreide mit 1,4 Mio. t, auch wenn dieser etwa 200.000 t unter dem Vorjahr lag. Größere Zuwächse gab es mit plus 330.000 t vor allem beim Umschlag von Kohle und mit plus 60.000 t von Raps.

von links nach rechts: Jens A. Scharner, Geschäftsführer ROSTOCK PORT GmbH; Hanns-Heinrich Conzen, Geschäftsführer TT-Line GmbH & Co. KG; Dr. Gernot Tesch, Geschäftsführer ROSTOCK PORT GmbH; Katrin Verner, Freight Commercial Manager Stena Line GmbH & Co. KG; Kristian Fleck, Key Account Manager Finnlines Deutschland GmbH und Heiko Kähler, Geschäftsführer Scandlines Deutschland GmbH. Foto: Rostock Port

[AT] Schienen-Control Jahresbericht 2024

Der am 10.07.2025 veröffentlichte Jahresbericht 2024 der Regulierungsbehörde Schienen-Control zeigt Rekordwerte im Schienenpersonenverkehr, aber ein ambivalentes Bild des Schienengüterverkehrs in Österreich: Während sich der Güterverkehrsmarkt zunehmend dynamisch entwickelt und reger Wettbewerb herrscht, stagniert das Wachstum des Sektors nahezu. Gründe dafür sind die konjunkturelle Lage aber auch internationale Baustellen und Probleme bei der Beschaffung von Personal und Rollmaterial.

Marktführer im Güterverkehr blieb 2024 die staatliche Rail Cargo Austria (RCA) mit einem Anteil von 57,3 % an den Nettotonnenkilometern – ein Rückgang um 0,3 %. Auf Rang zwei folgten private Bahnunternehmen (u.a. ecco-rail, Lokomotion, CargoServ) mit einem Gesamtanteil von 27,6 %. Auf den Haupttransitachsen (Westachse, Brenner) dominierten die privaten Bahnen bereits den Schienengüterverkehr mit Marktanteilen von um die 60 %.

Fast ein Drittel der gesamten Verkehrsleistung wurde 2024 über kurzfristig bestellte Ad-hoc-Trassen erbracht – bei privaten Bahnen sogar über 40 %.

[FR] ART: Vierter Multimodaler Bericht

Die französische Verkehrsregulierungsbehörde (L’Autorité de Régulation des Transports , ART) veröffentlichte am 01.07.2025 ihren vierten multimodalen Bericht. Er bietet einen detaillierten Überblick über den Personenverkehr im Jahr 2023 und enthält erstmals eine multimodale Analyse des Güterverkehrs in Frankreich.

Zwischen 2010 und 2023 stagniert der Binnenwarenverkehr in Frankreich bei etwa 330 Mrd. Tonnenkilometern und zeigt sowohl im innerstaatlichen als auch im internationalen Verkehr eine schwache Dynamik. Die historische Dominanz des Straßenverkehrs in beiden Verkehrsströmen hat sich seit 2017 verstärkt: Der Anteil des Schienen- und Binnenschiffsverkehrs am inländischen Güterverkehr beträgt 2023 nur noch 10 % bzw. 2 %. Darüber hinaus konzentriert sich der Güterverkehr wie bereits zuvor auch 2023 auf einen Teil der Schienen-, Straßen- und Binnenschifffahrtsinfrastrukturen, was die Bedeutung des internationalen Verkehrs widerspiegelt.

Der Schienen- und der Binnenschiffsverkehr weisen nach ART-Einschätzung Entwicklungspotenzial auf. Fast 50 % des internationalen Güterverkehrs werden über Seehäfen abgewickelt. Der Schienen- und der Binnenschiffsverkehr erreichen bei deren Abfertigung einen modalen Anteil, der über ihrem nationalen Durchschnitt (22,7 % der Seetransporte) liegt. Dieser Anteil könnte durch eine bessere Koordinierung mit anderen Verkehrsträgern und durch Nutzung des kombinierten Verkehrs, der stetig zunimmt und 2023 fast 40 % des Schienengüterverkehrs ausmacht, noch gesteigert werden. Die Bahn könnte ihren Anteil in bestimmten Marktsegmenten, in denen sie bereits ihre Relevanz und Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis gestellt hat (Fernverkehr, Transport schwerer Güter usw.), ebenfalls erhöhen.

[AT] Rekordgewinn beim Hafen Wien

Der Hafen Wien – ein Unternehmen der Wien Holding – war auch im krisenbedingt herausfordernden Geschäftsjahr 2024 nach eigener Aussage „voll auf Kurs“. Die Gruppe schließt das Jahr 2024 mit einem Umsatz von 58,8 Mio. EUR ab – das Betriebsergebnis ist um 4,3 % auf rund 9,1 Mio. EUR gestiegen.

Zusätzlich tätigte der Hafen Wien Investitionen in Höhe von rund 21 Mio. EUR (+36 % gegenüber Vorjahr), um seine Wettbewerbsfähigkeit und seine Nachhaltigkeit zu fördern sowie neue Projekte und Geschäftsfelder am Standort zu forcieren. Im Mittelpunkt standen Projekte wie beispielsweise die Landgewinnung im Hafen Freudenau.

Zur positiven Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 maßgeblich beigetragen haben die Immobilien-Sparte und die „Business Unit Lagerlogistik“ mit ihren gut ausgelasteten Lagerhallen.

Gesteigert werden konnten auch die Umschlagstätigkeiten im Bereich der „Business Unit Massen- & Schwergut“, sodass sich auch dieser Geschäftsbereich sehr positiv entwickelt hat. Allein die im Hafen Freudenau landseitig umgeschlagenen Tonnagen sind um 55 % gestiegen, die wasserseitige Steigerung in der Freudenau verzeichnete einen Zuwachs von über 200 %.

Im Jahr 2024 wurden in den drei Frachthäfen Lobau, Albern und Freudenau wasserseitig rund 1.044.000 Tonnen an Waren umgeschlagen, das entspricht einem Plus von rund 66.000 Tonnen bzw. 6,8 % zum Vorjahr.

WienCont steigerte im Jahr 2024 seinen Umsatz um fünf % auf 20,3 Mio. EUR. Insgesamt konnten knapp 470.000 TEU am Standort umgeschlagen werden.

Um mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern, arbeitet die WienCont am nächsten Meilenstein: Der Erweiterung des Container Terminals Freudenau. Bis 2034 sollen in mehreren Schritten die Lagerkapazität gesteigert, Flächen für zeitgemäße Reparaturwerkstätten geschaffen und ein vollwertiges zusätzliches Terminal mit Containerportalkränen errichtet werden. Ziel ist es, mit diesem Projekt die Kapazität der verladenen Containereinheiten auf circa 1.000.000 TEU zu verdoppeln.

[FR] DB bleibt zweitgröße Güterbahn

DB Cargo France hat im vergangenen Jahr in Frankreich seine Position als größter Anbieter nach der staatlichen Güterbahn Hexafret verteidigt. Dies geht aus Unterlagen der Regulierungsbehörde Autorité de régulation des transports (ART) vor. Erreicht wurde ein Marktanteil von 18 % entsprechend 7,92 Mio. t bzw. 5,88 Mrd tkm. Gegenüber 2023 bedeutet dies einen Zuwachs um 5,6 %.

[DE] HGK: Tonnage sinkt, Gewinn steigt

Die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) hat die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre fortgesetzt und im Geschäftsjahr 2024 „erneut ein Rekordergebnis“ erzielt. Die Kölner Logistikgruppe verzeichnete einen Ergebnissprung auf 19,6 Mio. EUR nach Steuern (Vorjahr 13,3 Mio. EUR).

Trotz teilweise rückläufiger Leistungs- und Umsatzentwicklung konnten alle Tochter-Unternehmen der HGK ihre Ergebnisse verbessern. Der Gruppenumsatz der in der HGK AG konsolidierten Unternehmen belief sich auf 629,5 Mio. EUR (Vorjahr 695,8 Mio. EUR), das EBIT konnte auf 26 Mio. EUR (Vorjahr 18,9 Mio. EUR) gesteigert werden. Die gesamte Umschlags- und Transportleistung in der Gruppe betrug 76,9 Mio. t, was einem Rückgang um rund 10 % zum Vorjahr entspricht.

[RO] Rumänische Güterbahnen 2024

Das Ranking der rumänischen Güterbahnen zeigt sich in 2024 gegenüber dem Vorjahr als kaum verändert. Die private GFR unverändert beim Umsatz auf Platz 1. Bei einer großen Anzahl an Bahnen brach de Umsatz im vergangenen Jahr deutlich ein, oftmals verbunden mit einem Abgleiten in die „roten Zahlen“.

40-0711-4 GFR

Bei der nachfolgenden Tabelle ist zu beachten, dass Unternehmen zum Teil zu einem Konzern gehören (RCC, DB, LTE, Rail Operations) oder Teile einer gemeinsamen Gruppe (GFR, GP Rail, Logistică Feroviară sowie E-P Rail, CER – Fersped) sind. Zudem besitzen Gesellschaften wie beispielsweise THF (Instandhaltung) bzw. Global Grain Logistics / TRC (Getreidehandel) umsatzstarke Hauptgeschäftsfelder mit einem Gütertransport als „Nebenschauplatz“.

Umsatz (Mio. RON)Gewinn (Mio. RON)Mitarbeiter
Grup Feroviar Român (GFR)1027,42,72558
CFR Marfa677,2-328,63049
Tim Rail Cargo (TRC)432,41,6141
DB Cargo428,1-13,1961
E-P Rail343,22,520
Unicom Tranzit (UTZ)331,03,2746
PSP CARGO GROUP155,26,9161
CER – Fersped152,50,1268
Global Grain Logistic137,90,712
Vest Trans Rail (VTR)114,0-4,5164
Rail Cargo Carrier (RCC)103,91,3239
Transferoviar Grup (TFG)94,80,2198
Cargo Trans Vagon (CTV)93,0-13,5197
Constantin Grup Rail Logistic84,3-3,4143
Tehnotrans Feroviar (THF)65,5-5,1252
Rail Force (RFo)46,97,1112
Logistică Feroviară46,56,1260
LTE45,04,247
GP Rail Cargo36,3-10,1161
Via Terra Spedition (VTS)29,91,694
United Railways (Bulmarket)29,20,360
Global Rail Solutions20,9-7,336
Rail Operations (Rail&Sea)17,50,433
Express Forwarding17,2-1,580
Trans Rail2,60,314
CER CARGO1,2-0,65

Eine komplette Übersicht inklusive der Zahlen für 2023 haben wir als Download bereitgestellt:

[DE] TransFLEX wächst auf 2,25 Mio. t

Das im September 2022 von der Rail Cargo Group (RCG) über die Rail Cargo Logistics – Germany (RCL DE) gestartete Produkt „TransFLEX“ für Ad-Hoc- und Spotverkehre ist zwischenzeitlich von zwei auf 20 involvierte Loks gewachsen. Dies gab die ÖBB-Tochter bei der offiziellen Übergabe der dritten Stadler EuroDual auf der Messe transport logistic in München bekannt.

Gemeinsam mit der MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft absolvierte man im Jahr 2024 1,87 Mio. Zugkm und transportierte 2,25 Mio. t im TransFLEX-System.

Feierliche Übergabe der dritten EuroDual mit Clemens Först (CEO RCG) und Willem Goosen (CEO ELP) in München Foto: RCG / Einberger

[CH] BAV veröffentlicht Sicherheitsbericht

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) der Schweiz hat jüngst den Sicherheitsbericht 2024 veröffentlicht. Diesem ist unter anderem zu entnehmen, dass sich die Unfallzahlen im Güter- und Personenverkehr der Eisenbahn in den letzten rund 15 Jahren relativ ähnlich entwickelt haben. Sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr lagen die Unfallzahlen im vergangenen Jahr im langjährigen Schwankungsbereich. Bezieht man die Anzahl gefahrener Zugkilometer mit ein, zeigt sich, dass sich pro Kilometer in beiden Verkehrsarten im Schnitt etwa gleich viele resp. gleich wenige Unfälle ereignen und dass die Zahl der Unfälle gemessen an der Verkehrsleistung tendenziell abnimmt.

Grafik: BAV