[UA/DE] Ukrzaliznycja plant Züge nach Duisburg

Die ukrainische Staatsbahn Ukrzaliznycja und die Duisburger Hafen Aktiengesellschaft planen, im Sommer regelmäßige Container- und Trailerzüge zwischen der Ukraine und dem Duisburger Hafen einzuführen. Ein entsprechendes Memorandum wurde bereits unterzeichnet.

[DE] duisport: Bilanz 2023

Wie die duisport-Gruppe auf seiner Bilanzpressekonferenz am 16.04.2024 in Duisburg mitteilte, lag das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im Jahr 2023 bei 24,1 Millionen Euro (2022: 22,3 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 22,1 Mio. Euro und somit ebenfalls oberhalb des Vorjahreswertes von 20,5 Mio. Euro. Die Gesamtleistung der duisport-Gruppe zuzüglich der anteiligen Gesamtleistung aus nichtkonsolidierten strategischen Beteiligungen betrug 331,5 Millionen Euro (2022: 332,5 Mio. Euro).

Der Containerumschlag ist im Geschäftsjahr 2023 auf 3,6 Mio. TEU (2022: 4,0 Mio. TEU) gesunken. Insgesamt hat die duisport-Gruppe im vergangenen Jahr 50,8 Mio. Tonnen (2022: 54,9 Mio. Tonnen) Güter per Schiff, Bahn und Lkw umgeschlagen.

Die wichtigsten Geschäftsfelder im Überblick: Im Geschäftssegment Infra- und Suprastruktur erzielte die duisport-Gruppe eine Gesamtleistung in Höhe von 63,9 Mio. Euro und lag damit leicht über dem Niveau des Vorjahres (2022: 60,2 Mio. Euro). Im Geschäftssegment Logistische Dienstleistungen sank die Gesamtleistung im Jahr 2023 auf 74,1 Mio. Euro (2022: 90,0 Mio. Euro). Ausschlaggebend hierfür ist hauptsächlich der Rückgang der Aufträge und Umsätze im Speditionsbereich, was auf weitere Sanktionen infolge des Ukraine-Kriegs sowie die anhaltend schwache Konjunktur in Deutschland im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen ist.

Das Geschäftssegment Kontraktlogistik erzielte eine nahezu unveränderte Gesamtleistung in Höhe von 32,5 Mio. Euro (2022: 32,6 Mio. Euro).

2023 hat die duisport-Gruppe fast 75 Millionen Euro in die Infrastruktur sowie Instandhaltungsmaßnahmen investiert. Im Bahnbereich: Die Sanierung der rund drei Kilometer langen Gleisanbindung von logport VI ab dem Bahnhof Walsum verlief ebenfalls planmäßig und wird in Kürze abgeschlossen sein. Die gesamte Gleisstrecke wurde erneuert, die gleistechnische Sicherung einschließlich zweier Bahnübergänge wurde wiederhergestellt und drei Brückenbauwerke wurden umfangreich saniert.

duisport und thyssenkrupp Steel bündeln ihre Logistikkompetenz am Rhein und formen ein Joint Venture, um die Versorgung der Industrie in der Region langfristig zu sichern. Die seit 2022 ausgegliederte thyssenkrupp Steel Logistics GmbH wird zukünftig von der thyssenkrupp Steel Europe AG und der duisport-Gruppe getragen. Die Zusammenarbeit schließt mit den Umschlaghäfen Schwelgern und Walsum die Kette von logport I bis VI und wird unter anderem die Hafen- und Brammenlagerlogistik weiterentwickeln und professionalisieren. Das Joint Venture steht aktuell noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der relevanten Fusionskontrollbehörden.

[DE] duisport verschmilzt Einheiten

Aus duisport agency, duisport facility logistics und Bohnen Logistik wird rückwirkend zum 01.01.2024 die duisport logistics & port services (dlps). Dieser Prozess soll bis Ende August dieses Jahres abgeschlossen sein und die Prozesse effizienter machen. Die neue Einheit wird von einem Trio geleitet: Geschäftsführer sind Volker Grzybowski, Julian Schneider und Peter van Ling, die direkt an Lars Nennhaus (duisport-COO & CTO) berichten.

Neue Gesellschafter für Distri Rail?

Am 01.12.2023 wurde beim Bundeskartellamt eine Beteiligung der Rethmann-Tochter Contargo an dem niederländischen Zugoperateur Distri Rail B.V. angemeldet (B9-90/23): „Con­tar­go Be­tei­li­gungs GmbH (Reth­mann), Er­werb ei­ner Min­der­heits­be­tei­li­gung an Dis­tri Rail B.V. (NL); hier­durch Grün­dung ei­nes GU mit OR Con­sul­tan­cy B.V. (NL), und Duis­bur­ger Ha­fen AG“.

Distri Rail gehört zum zum 1977 gegründeten Logistikkonzern Van Donge & de Roo B.V. und vermarktet Intermodalzüge zwischen Rotterdam und Duisburg, Mannheim, Wörth bzw. Straßbourg. 20115 hatte sich duisport mit 50 % am Unternehmen beteiligt.

duisport führt „Gateway-Tarif“ ein.

duisport führt zum 01.01.2024 einen neuen Gateway-Tarif für Schienengütertransporte des Kombinierten Verkehrs (KV) ein. Denn: Für beladene Container oder Trailer, die per Bahn in den Duisburger Hafen einfahren und diesen innerhalb von 96 Stunden wieder mit derselben Ladung verlassen, wird künftig nur noch die einfache Gebühr berechnet. Bisher sind sowohl für die Einfahrt als auch für die Ausfahrt Infrastrukturnutzungsentgelte angefallen. Die Ersparnis liegt also bei 50 Prozent.

Allianz startet neues Bahn- und Binnenschiffsystem

Die Allianz „LOG4NRW“ aus duisport, DeltaPort, dem Dortmunder Hafen und der KSW Kreisbahn Siegen-Wittgenstein hat ein neues Bahn- und Binnenschiffssystem auf den Weg gebracht: Dieses besteht aus einem am 07.11.2023 gestarteten Bahnshuttle zwischen dem Südwestfalen Containerterminal in Kreuztal, dem Hafen Dortmund (CTD Container- Terminal Dortmund) und Duisburg-Walsum logport VI (Multimodal Terminal Duisburg). Hier werden die Container aufs Binnenschiff geladen und nach Rotterdam gebracht. Die Traktion der Züge übernimmt die Dortmunder Eisenbahn (DE; 65 % Captrain Deutschland GmbH, 35 % Dortmunder Hafen AG) mit einer Lok des Typs Siemens Vectron Dual Mode, die Slotbuchung duisport agency.

Der Premieren-Zug war beim Start in Kreuztal zu über 90 Prozent ausgelastet. Künftig werden wöchentlich zwei Containerzüge zwischen Südwestfalen und dem Ruhrgebiet verkehren. Sie sind als Alternative für den Güterverkehr auf der staugeplagten A45 und A4 gedacht.

Ursprünglich war auch eine Anbindung von Voerde-Emmelsum (Container-Terminal Contargo) per Schiene angedacht – wegen der Streckensperrung erfolgt dies aktuell per Binnenschiff.

Foto: duisport

HLG: Mietloks statt ME 26

Da sich bis Juli 2023 alle drei ME 26 der Holzlogistik und Güterbahn (HLG) in der Wartung bzw. Instandsetzung befinden, kommen im Kaliverkehr zum Übergabepunkt Gerstungen drei Mietloks zum Einsatz: Eine Vossloh G 1206 der duisport rail sowie zwei TE109 der Intertourex.

DuisportRail 275 107 in Heringen

InterTourex 232 057 und SRS 232 088 in Gerstungen

TX steigt in Hohenbudberg ein

Das KV-Terminal von duisport auf logport III in Duisburg-Hohenbudberg erhält nach zehn Jahren einen neuen Betreiber: Samskip (49,8 %), duisport (25,1 %) und TX Logistik (25,1 %) haben dafür die neue Gesellschaft „Ziel Terminal GmbH“ gegründet. Bisher war Samskip Mieter der Anlage, suchte aber nach Branchenauskunft bereits seit längerer Zeit einen Partner, um die Anlage voll auszulasten.

Das Terminal wird neu langfristig von duisport an das Joint Venture vermietet. Die von den drei Eigentümern unterzeichnete Terminalpartnerschaft unterliegt derzeit jedoch noch der Bewilligung durch die europäischen Wettbewerbsbehörden. TX will sich mit der Beteiligung den Zugang zu der Umschlaganlage sichern.

Die 140.000 Quadratmeter große Terminalanlage verfügt über sieben Umschlaggleise mit jeweils 720 Metern Länge, zwei Rangiergleise und zwei Portalkräne für den Umschlag zwischen Straße und Schiene. Die jährliche Umschlagkapazität beträgt bis zu 250.000 Ladeeinheiten.

Foto: TX Logistik

Mit der Beteiligung am KV-Terminal in Duisburg wird gleichzeitig auch der 2022 publizierte Businessplan der FS Italiane Gruppe weiter umgesetzt. Er sieht für Mercitalia Logistics Investitionen in Höhe von 2,9 Mrd. EUR in den nächsten zehn Jahren vor.