[CZ] Überarbeiteter Elektrifizierungsplan

Nach dem Regierungswechsel wurde nun am 22.05.2026 ein aktualisierter Elektrifizierungsplan vorgelegt, der für den Zeitraum bis 2033 die Elektrifizierung von insgesamt 590 km Strecken durch Správa železnic (SŽ) vorsieht. Es werden 355 km der sogenannten einfachen Elektrifizierung unterzogen, auf weiteren 235 km umfasst die Elektrifizierung auch eine Modernisierung der Strecke, die größtenteils mit der Einführung der Wechselstromspannung begleitet werden.

Der Umfang zur Elektrifizierung der Strecken in der Tschechischen Republik wird damit deutlich kleiner sein als der im Jahr 2023 versprochene Plan, der die Elektrifizierung von 1800 Kilometern bis 2032 vorsah. Neben vielfrequentierten Strecken sind auch solche dabei, die zwar wenig genutzt werden, für die der tschechische Staat aber bereits Subventionen für neue elektrische und batteriebetriebene Züge genehmigt hat, z. B. die Strecke von Kostelec u Jihlavy nach Slavonice.

Im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen fielen dagegen die Strecken Zdice – Písek oder České Budějovice – Nové Údolí aus der Elektrifizierung heraus. Der Staat wird jedoch die Bedürfnisse der Güterverkehrsunternehmen z. B. mit der Elektrifizierung der Strecke von Havlíčkův Brod nach Hlinsko erfüllen.

Liberec/Reichenberg wird dagegen bis 2033 die einzige Regionalstadt ohne elektrische Züge bleiben. Laut dem Verkehrsministerium wird die Elektrifizierung der Strecke Praha – Liberec erst nach 2033 erwartet.

2028:

Plzeň – Nýřany

Nýřany – Heřmanova Huť

Týniště nad Orlicí – Solnice

Rudoltice v Čechách – Lanškroun

2029:

Klatovy – Železná Ruda

Veselí nad Lužnicí – České Velenice

2030:

Praha-Ruzyně – Kladno

Havlíčkův Brod – Hlinsko

Nýřany – Stod

Otrokovice – Zlín

2031:

Kostelec u Jihlavy – Slavonice

Praha-Veleslavín – Praha-Ruzyně – Letiště Václava Havla Praha

Kladno – Kralupy nad Vltavou

Jeneč – Středokluky

Česká Lípa (Oberleitungsinsel)

Ostrava-Kunčice – Frýdek-Místek

Opava východ – Krnov

Krnov – Moravský Beroun

Blažovice – Nesovice

Nesovice – Kyjov

2032:

Praha-Výstaviště – Praha-Veleslavín

Lovosice – Litoměřice

Zlín – Vizovice

2033:

Bludov – Jeseník

[HU/RS] Szeged – Subotica nun elektrisch

Am 29.04.2026 traf der erste grenzüberschreitende Güterzug mit einer Elektrolokomotive von CER Cargo in Szeged ein. Die Elektrifizierung des 13 Kilometer langen ungarischen Abschnitts Szeged – Röszke zog sich seit Jahren hin. Die Modernisierung der Strecke zwischen Szeged und Subotica begann im Oktober 2021 und bereits im August 2022 konnten wieder Güterzüge fahren, seit Ende November 2023 auch Personenzüge – nur eben nicht mit elektrischer Kraft.

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Von Anfang an war die Einführung des elektrischen Betriebs geplant, der Bau der Oberleitung war seit Oktober 2023 abgeschlossen. Für die Strecken 136 und 137, letztere ist die neugebaute 1,3 km lange Verbindungskurve Kiskundorozsma elág. – Röszke elág. in der Nähe von Szeged, liegen die notwendigen Genehmigungen erst jetzt seit dem 22.04.2026 vor. Einer der Gründe für die Verzögerung war die unzureichende Stromversorgung. Bereits in der Planungsphase war bekannt, dass die für die Elektrifizierung benötigte Netzkapazität nicht rechtzeitig verfügbar war und das System den Bau einer neuen Verteileinheit oder Umspannwerksaufrüstungen erfordert hätte.

[HR] Modernisierung Hrvatski Leskovac – Karlovac

Am 17.04.2026 hat HŽ Infrastruktura einen Vertrag mit dem spanischen Unternehmen COMSA für die Modernisierung der bestehenden Strecke und den Bau des zweiten Gleises auf dem 44 km langen Abschnitt Hrvatski Leskovac – Karlovac, der Teil der Strecke Zagreb – Rijeka ist, unterzeichnet.

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Der Wert des Vertrags beträgt netto 278,85 Mio. EUR, der durch Zuschüsse aus dem im Finanzzeitraum 2021-2027 laufenden Programm „Wettbewerbsfähigkeit und Kohäsion“ mitfinanziert wird. Ziele des Projekts sind die Erhöhung der Kapazität der Strecke, eine Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h und eine bessere Verkehrssicherheit. Die Modernisierung dieses Abschnitts ist wichtig für den Bau der Tieflandbahn, die für die Republik Kroatien im Kontext des Güterverkehrs und der Entwicklung des Hafens Rijeka von Bedeutung ist.

Die Arbeiten sollen drei Jahre dauern und 2029 abgeschlossen sein. Sie umfassen auch die Elektrifizierung, den Austausch von Signal-, Sicherheits- und Telekommunikationsanlagen sowie die Renovierung der Stationsgebäude von Hrvatski Leskovac, Jastrebarsko und Karlovac. Alle Einrichtungen wie Über- und Unterführungen auf der Strecke wurden bereits anstelle von Bahnübergängen errichtet.

Foto: Comsa

[DE] Fahrdraht bis Chemitz Süd unter Strom

Die neue Oberleitungsanlage zwischen Chemnitz Hbf und Chemnitz Süd ist seit der Nacht zum 01.03.2026 unter Strom. Das Projekt wurde in weniger als zweieinhalb Jahren realisiert und ermöglicht den elektrischen Zugbetrieb bis zum Railport Chemnitz. Betreiber der Infrastruktur Chemnitz – Aue ist der Verkehrsbetrieb Erzgebirgsbahn (EGB) über die DB RegioNetz Infrastruktur GmbH.

Foto: Ralf Reineke / Erzgebirgsbahn

[HU] Elektrifizierung Debrecen – Mátészalka bis 2030

Im Nordosten Ungarns soll die Strecke (Debrecen –) Apafa – Mátészalka (Linie 110) bis 2030 erneuert und elektrifiziert werden. Geplant ist die Neugestaltung der etwa 70 km langen eingleisigen Strecke inklusive Bahnhöfen, Haltestellen, Stellwerksanlagen, Bauwerken und öffentlichen Versorgungseinrichtungen für eine Höchstgeschwindigkeit von 100–120 km/h und eine Achslast von 225 kN sowie die Elektrifizierung.

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Von drei Bietern gewann jetzt das in Budapest ansässige Kontúr Csoport Kft. die vom Ministerium für Bau und Verkehr (ÉKM) durchgeführte öffentliche Ausschreibung für die Planung zur Modernisierung der Strecke zwischen Debrecen (Apafa) und Mátészalka für einen Nettobetrag von für 6,565 Mrd. HUF (17,1 Mio. EUR). Die Frist für die Vertragsermittlung endet am 23. Februar, danach kann das Ministerium den Vertrag mit dem Gewinnerunternehmen abschließen.

Die Arbeiten sollen 2028 beginnen und Ende 2030 abgeschlossen sein. In der Zwischenzeit muss für den Personenverkehr auch Rollmaterial angeschafft werden. Das Wirtschaftsministerium beabsichtigt derzeit gebrauchte, etwa zwanzig Jahre alten Stadler GTW Elektrotriebzüge aus der Schweiz zu erwerben.

Die Investition soll auch der industriellen Entwicklung der Region dienen. Mátészalka ist ein bedeutendes wirtschaftliches, kommerzielles, industrielles und kulturelles Zentrum im Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg.

[HU] Elektrifizierung Debrecen – Balmazújváros fast fertig

Ab dem 01.03.2026 wird der Verkehr auf der Linie 108 zwischen Debrecen und Balmazújváros wieder aufgenommen. Die neue Oberleitung wird bis Ende April in Betrieb gehen.

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Aufgrund der Gleissanierung und Elektrifizierung des Abschnitts, es wurden 776 Oberleitungsmasten errichtet, wurde der Verkehr über sieben Jahre hinweg zeitweise ausgesetzt.

Nach der Elektrifizierung des 27 km langen Streckenabschnitts werden im Personenverkehr weiterhin Dieselzüge fahren, möglicherweise wird es aber bald elektrische Nahverkehrszüge zwischen Debrecen und Balmazújváros geben. Langfristiges Ziel ist es, die Strecke nach Füzesabony vollständig zu elektrifizieren, damit die bei BMW hergestellten Fahrzeuge in Güterzügen nicht über die bereits überlastete Strecke Szolnok – Budapest abgefahren werden müssen.

Die Arbeiten wurden in zwei Phasen durchgeführt: In der ersten wurde zwischen Debrecen und Macs bis Anfang Juni 2023 für die BMW-Automobilfabrik, die am nordwestlichen Rand der Stadt gebaut wurde und seitdem produziert, die Strecke verlegt, der Güterbahnhof Macs Ipari Park sowie eine gleichnamige Haltestelle angelegt, der Abschnitt Debrecen – Tócóvölgy zweigleisig ausgebaut und die Oberleitung auf 12 km Länge errichtet.

Die zweite Phase, die derzeit abgeschlossen wird, betraf den Abschnitt zwischen Macs und Balmazújváros, wo neben der Renovierung der Strecke und der Stationen auch die Oberleitung auf dem etwa 15 km langen Abschnitt seit März 2025 gebaut wurde.

[DE] Elektrifizierung Gerstungen – Heimboldshausen

Der Bund hat am 29.01.2026 Finanzierungsvereinbarungen für Schienenprojekte über 2,5 Mrd. EUR übergeben, darunter die Elektrifizierung der Strecke zwischen Gerstungen und Heimboldshausen. Die Strecke schließt den größten Kalistandort der K+S GmbH in Philippsthal mit dem Werk Werra und den Kalihalden bei Heringen an das Netz der DB AG an. Neben den Kali-Produktionsstätten befindet sich am Standort Philippsthal auch das Werra-Kombi-Terminal.

Der größte Teil des Geldes, 1,69 Mrd. EUR, fließt allerdings in den Pfaffensteigtunnel an der Strecke Stuttgart – Singen (Htw) – Grenze DE/CH. Der Pfaffensteigtunnel werde die Gäubahn künftig mit dem Flughafen-Fernbahnhof verbinden, so Verkehrsminister Schnieder, die Fahrzeit reduziere sich dann um etwa 15 Minuten.

Weitere Schienenprojekte mit Finanzierungsvereinbarungen sind der Ausbau und Modernisierung des Streckenabschnitts Zwickau-Mosel – Lichtentanne und des Zwickauer Hauptbahnhofs (200 Mio. EUR) sowie der Ausbau von Strecken und Bahnhöfen in Regionen, die besonders vom Kohleausstieg betroffen sind: An den Bahnhöfen Cottbus Nord, Bischdorf, Eisenhüttenstadt und Königs Wusterhausen (Südkopf) sollen zusätzliche Gleise für den Güterverkehr entstehen (339 Mio. EUR) und in Leuna soll ein neuer Haltepunkt für den öffentlichen Nahverkehr entstehen. Auf dem deutschen Teil der Strecke Guben – Grenze DE/PL – Grünberg (Schles)/Zielona Góra sollen die Voraussetzungen für den elektrischen grenzüberschreitenden Verkehr nach Polen geschaffen werden.Die Projekte sollen zeitnah die Baureife erlangen.

[PL] PKP PLK will weitere 1.000 km elektrifizieren

Neben der bereits laufenden Elektrifizierung von 1.000 km bis 2030 erarbeitet PKP Polskie Linie Kolejowe SA (PKP PLK) derzeit gemeinsam mit dem polnischen Infrastrukturministerium eine Liste der Eisenbahnstrecken, die in den kommenden Jahren elektrifiziert werden sollen, sowie an der Definition der Prioritäten und Phasen in diesem Bereich.

Derzeit sind über 60 % des Netzes elektrifiziert und aktuell wird es im Rahmen größerer Modernisierungsmaßnahmen wie z. B. an der Strecke 201 Nowa Wieś Wlk. – Gdynia Port erweitert. Künftig soll es – ähnlich wie bei den „einfachen Elektrifizierungen“ in der Tschechischen Republik – auch ohne größere Beeinträchtigung der Gleis- und Signalanlagen geschehen. Solche Maßnahmen werden auch zunehmend von den Woiwodschaftsverwaltungen gefordert, z. B. kürzlich von den Woiwodschaften Oppeln und Kujawien-Pommern für die Strecken Opole – Kluczbork und Poznań – Wągrowiec, um diese mit geräumigeren elektrischen Triebfahrzeugen befahren zu können und da die Herausforderungen beim Kauf von Triebfahrzeugen mit Verbrennungsmotor, Batterie- oder Wasserstoffantrieb immer größer werden.

Der Engpass, der das heutige Tempo für die Elektrifizierung in Polen bestimmt, sind die administrativen Prozesse beim Bau von Umspannwerken und der Energieversorgung, nicht die Eisenbahnarbeiten (Fundamentgründung, Mastaufstellung, Leitungsaufhängung), da die für die Stromversorgung verantwortlichen Energieunternehmen die vereinfachten Verfahren nicht anwenden können, die PKP PLK haben, z. B. Entscheidungen über den Standort einer Eisenbahnstrecke. Infolgedessen dauert die Einrichtung eines solchen Anschlusses oft mehrere Jahre. Es werden daher sogar vorübergehende Lösungen mit begrenzter Stromversorgung erwogen, wenn der vollständige Energieanschluss noch nicht fertig ist.

Offenbar möchte PKP PLK v. a. kurze Netzlücken schließen, z. B. Zgorzelec – Lubań, sowie weitere Abschnitte in Metropol- und Agglomerationsgebieten elektrifizieren, wo Potenzial für die Entwicklung des regionalen Verkehrs besteht, z. B. Nasielsk – Płońsk, Poznań – Wągrowiec, Rogoźno Wlkp. – Wągrowiec. Um Wągrowiec sind die Dieseltriebzüge aktuell nicht in der Lage, den wachsenden Fahrgaststrom zu bewältigen. Die Elektrifizierung würde zusammen mit der kürzlich unterzeichneten Elektrifizierung der Verbindungen Wągrowiec – Kcynia – Nakło und Kcynia – Szubin – Bydgoszcz den Einsatz von elektrischer Traktion auf der Strecke Poznań – Wągrowiec – Nakło – Bydgoszcz ermöglichen und zusätzlich eine alternative Strecke für Güterzüge nachts in Richtung Häfen schaffen, eine Alternative zum heutigen Korridor durch Gniezno und Inowrocław.

Bisher nicht genannt wurde allerdings Kostrzyn – Krzyż – Piła (der Abschnitt Czersk – Tczew soll bis 2035 unter Strom stehen), obwohl dort eine vergleichbare Situation besteht und Gorzów Wlkp. die einzige Provinzhauptstadt ohne Elektrifizierung ist. Laut einer Ankündigung von PKP PLK wird dies frühestens in zehn Jahren geschehen (https://www.asta24.pl/2026/01/08/elektryfikacja-waznej-linii-kolejowej-najszybciej-za-10-lat).

Bereits in den Jahren 2025–2030 werden über 4 Mrd. PLN (950 Mio. EUR) für die Elektrifizierung von über 1000 km Eisenbahnstrecken investiert. Dazu gehören z. B. die Strecken Podłęże – Piekiełko, Nowa Wieś Wlk. – Gdynia, Strecken zum geplanten Kernkraftwerk Kopalino, Kępno – Oleśnica, Szczecin – Tantow (Gr), Tunneldurchmesser Łódź, Flughafenstrecke Modlin, Hafenbahn Police. Zusätzlich sind Elektrifizierungen auch im Kolej Plus-Programm enthalten, z. B. bei den Strecken Śrem – Czempiń, Piotrków Tryb. – Bełchatów – Bogumiłowo, Legnica – Złotoryja, Ostrów Maz. – Małkinia.

Es soll demnächst eine Rahmenvereinbarung zur Analyse der Stromversorgung und Elektrifizierung von über 1000 Kilometern des Netzes geben. Der nächste Schritt wird auch die Suche nach Finanzierungsquellen sein. Investitionsprogramme, die aus dem Staatshaushalt finanziert werden, werden in der Regel im Zeitraum von 18 bis 24 Monaten festgelegt.

Die Kosten für die Elektrifizierung von einem Kilometer Eisenbahnstrecke liegen derzeit bei 4 Mio. PLN (0,95 Mio. EUR) für eine eingleisige bzw. 5,2 Mio. PLN (1,24 Mio. EUR) für eine zweigleisige Strecke, wobei PKP PLK nur maximal 62,5 % der Anschlusskosten tragen, der Rest fällt auf PGE Energetyka Kolejowa.

[DE] Keine Oberleitung für die Schiefe Ebene?

Der Freistaat Bayern hat am 08.01.2026 mit der DB InfraGO einen Planungsvertrag für Elektrifizierungen und Akku-Ladestationen zur Umstellung auf einen dieselfreien Schienenpersonennahverkehr im Norden Bayerns unterzeichnet. Dort soll der Dieselbetrieb bis 2040 beendet und alle Linien auf elektrischen Betrieb oder Akku-Züge umgestellt werden. Es sollen 74 km an Strecken elektrifiziert und zwei Ladestationen neu gebaut werden, wofür der Freistaat in Vorleistung geht und rund 60 Mio. EUR in die Planungen investiert. Doch mit dem Ende der Dieselinsel wird es neue Elektrifizierungslücken geben.

Grafik: Freistaat Bayern

Ein bereits 2024 vorgestelltes Gutachten hatte die nötigen Infrastrukturausbauten ermittelt: Auf insgesamt 20 Linien sollen künftig Akku-Züge fahren, die elektrifizierte Abschnitte und Ladestationen in Bahnhöfen nutzen, um ihre Akkus aufzuladen. Dazu sollen folgende Strecken eine Oberleitung erhalten:

  • Kirchenlaibach – Bayreuth – Trebgast
  • Hochstadt-Marktzeuln – Mainroth
  • Oberkotzau – Münchberg
  • Oberkotzau – Rehau

Ladestationen sollen in Bad Steben und Neustadt(Waldnaab) entstehen. In Nürnberg, Forchheim und Wicklesgreuth werden die Lademöglichkeiten durch die Elektrifizierung zusätzlicher Gleise verbessert. Für die Infrastrukturausbauten strebt der Freistaat eine Bundesförderung gemäß Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) an.

Darüber hinaus werden die Elektrifizierungsprojekte genutzt, die im Bundesverkehrswegeplan enthalten sind, welche also die DB im Auftrag des Bundes plant:

  • „Ostkorridor“ Hof – Regensburg
  • „Franken-Sachsen-Magistrale“ Nürnberg – Schirnding
  • „Metropolenbahn“ Nürnberg – Furth im Wald.

Bereits 2024 hat der Freistaat Bayern zudem den Planungsauftrag für eine Elektrifizierung Schnabelwaid – Bayreuth erteilt.

Die Planungslogik wird wie folgt beschrieben: „Der Abschnitt zwischen Hof über Oberkotzau nach Marktredwitz wird im Zuge des Ostkorridors elektrifiziert und soll stufenweise zwischen 2033 und 2036 in Betrieb gehen. Die Elektrifizierungen nach Rehau und Münchberg schließen daran an. Die übrigen Vorhaben werden eine sparsamere Akku-Nutzung und die Umstellung bestimmter Linien auf einen vollelektrischen Betrieb ermöglichen.“

Ein etwaiger Güterverkehr, z. B. auf den Strecken Hochstadt-Marktzeuln – Hof oder Neukirchen – Weiden(Oberpf), wurde in der Planung aber offenbar nicht berücksichtigt. Ausgerechnet zwischen Mainroth und Münchberg, wo der als „Schiefe Ebene“ bekannte Abschnitt Neuenmarkt-Wirsberg – Marktschorgast mit einer maximalen Neigung von 1:40 liegt, wird eine Lücke klaffen, also genau da, wo die Akku-Leistung – auch im Personenverkehr – am meisten gefordert sein wird.

[CZ] Planung für einfache Streckenelektrifizierungen

Ende Oktober 2025 hat die tschechische Eisenbahnverwaltung Správa železnic (SŽCZ) bestätigt, dass sie im Hinblick auf die fehlenden Mittel im Staatshaushalt das genehmigte Konzept für die Entwicklung der elektrischen Traktion in der Tschechischen Republik trotzdem einhält. Die Strecke von Rudoltice v Čechách/Rudelsdorf nach Lanškroun/Landskron soll die erste sein, die der sogenannten einfachen Elektrifizierung unterzogen wird. Im Gegensatz zur Elektrifizierung der Strecken im Rahmen einer Gesamtmodernisierung soll die Methode einer einfachen Elektrifizierung in der Regel nur den Bau der Oberleitung beinhalten und kostengünstiger sein. Der Plan für eine einfache Elektrifizierung geht auf ein Konzept zurück, das im Dezember 2023 vom Verkehrsministerium genehmigt wurde.

Projekte, die bereits vom Zentralausschuss genehmigt wurden:

  • Einfache Elektrifizierung der Strecke Opava-Východ (a) – Krnov (e).
  • Einfache Elektrifizierung inkl. ETCS der Strecke Rudoltice v Čechách – Lanškroun; eine Ausschreibung für einen Auftragnehmer ist im Gange, der Baubeginn ist spätestens im kommenden Jahr geplant.
  • Einfache Elektrifizierung Klatovy (a) – Železná Ruda-Alžbětín (e); Designer wurde bereits ausgewählt.
  • Einfache Elektrifizierung Kladno – Rakovník.
  • Einfache Sanierung und Elektrifizierung des Abschnitts Havlíčkův Brod – Hlinsko.

Einfache Elektrifizierungen zur Genehmigung durch die Zentralkommission, die bereits von der SŽCZ eingereicht wurden:

  • Bludov/Postřelmov – Jeseník
  • Kladno – Kralupy nad Vltavou inkl. Jeneč – Středokluky
  • Zdice – Písek.

Einzureichen im Laufe des Jahres:

  • České Budějovice – Nová Pec.