[DE] Beihilfen Netzfahrplanperiode 2025

Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat die Beihilfen über 500.000 EUR gemäß § 6 Absatz 5 der Richtlinie zur Förderung des Schienengüterverkehrs über eine anteilige Finanzierung der genehmigten Trassenentgelte für Trassen in der Netzfahrplanperiode 2025 bekannt gegeben.

Die zehn größten Empfänger:

  1. DB Cargo inklusive RBH und MEG 73.192.232,42 EUR
  2. TX Logistik inklusive HSL und DeltaRail 14.884.952,84 EUR
  3. METRANS Rail (Deutschland) 9.449.897,99 EUR
  4. Captrain Deutschland-Gruppe 8.882.100,30 EUR
  5. SBB Cargo Deutschland 8.803.815,53 EUR
  6. RTB CARGO 7.797.627,59 EUR
  7. boxXpress.de 7.245.959,89 EUR
  8. BLS Cargo Nord 6.668.036,64 EUR
  9. LTE-Gruppe 6.552.852,31 EUR
  10. ČD Cargo 5.479.835,54 EUR

[DE] ETCS-Förderrichtlinie verspätet sich

Die Förderrichtlinie des Bundesministreiums für Verkehr (BMV) für die ETCS-Fahrzeugausstattung verspätet sich. Ursprünglich sollte sie bis Ende März 2026 vorliegen. Grund dafür ist die noch nicht abgeschlossene beihilferechtliche Prüfung auf europäischer Ebene.

[PL] Weitere Intermodalwagen für LTG Cargo

LTG Cargo Polska erhielt die letzte Charge von 72 Neubau-Taschenwagen für den intermodalen Verkehr, mitfinanziert aus den Mitteln des Nationalen Wiederaufbauplans (NRP), der vom Centre for EU Transport Projects umgesetzt wurde. Hersteller war Kolowag.

Laut Laimonas Nekrosius, Präsident von LTG Cargo Polska, werden die neuen Taschenwagen auf der intermodalen Strecke zwischen Kaunas und Duisburg eingesetzt, die ab Juni auch einen Halt in Łódź beinhaltet.

[PL] Fünfmal höherer Eisenbahnfonds

In der polnischen Regierung sind die Gespräche mit dem Finanzministerium zur Ausstattung des Eisenbahnfonds („Fundusz Kolejowy“) abgeschlossen. Es sollen nicht wie zuvor 2 Mrd. PLN (474 Mio. EUR) feste Einnahmen für den Fonds sein, sondern jährlich 10 Mrd. PLN (2,37 Mrd. EUR) für die Modernisierung der polnischen Eisenbahn.

Es beginnen jetzt die legislativen Arbeiten zur Änderung des Gesetzes über den Eisenbahnfonds. Die Reform setzt eine Änderung der prinzipiellen Arbeitsweise des Fonds voraus, indem sie seine Rolle als Hauptinstrument zur Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen von PKP PLK SA stärkt und den Anteil der Einnahmen aus dem Kraftstoffzuschlag erhöht.

Die erhöhte Finanzierung soll durch die geänderten Verbrauchssteuersätze auf Motorkraftstoffe und den Kraftstoffzuschlag sichergestellt werden, was zu einem Rückgang der Verbrauchssteuereinnahmen und einer Erhöhung der Kraftstoffzuschlagseinnahmen führen wird. Zusätzlich wird die Verteilung der Einnahmen aus dem Kraftstoffzuschlag zwischen dem Eisenbahnfonds, dem Nationalen Straßenfonds und dem Fonds zur Entwicklung des Bustransports geändert. Die neue Aufteilung soll sicherstellen, dass die zusätzlichen Einnahmen aus der Gebühr dem Eisenbahnfonds gutgeschrieben werden.

Begründet werden die Änderungen mit der wachsenden Rolle der Eisenbahnen in der Wirtschaft sowie ihre soziale und ökologische Bedeutung. Ziel der Reform ist es, einen nachhaltigen und transparenten Rahmen für die Schienenfinanzierung zu schaffen und die Investitionen unabhängig von EU-Mitteln zu machen. Der Wandel vom Straßenbau hin zur schnelleren Modernisierung der Eisenbahn soll nicht nur auf der Ebene von Erklärungen Priorität haben, sondern auch in spezifischen Entscheidungen der Regierung und des Infrastrukturministeriums sichtbar sein.

[DE] NRW fördert NE-Infra mit 3,8 Millionen Euro

Nordrhein-Westfalen unterstützt  die Modernisierung der Schienenstrecken für den Güterverkehr. Das Land fördert die Elektrifizierung und Digitalisierung von Eisenbahnstrecken, die nicht dem Bund gehören. Verkehrsminister Oliver Krischer übergab dafür zwölf weitere Förderbescheide an elf Eisenbahninfrastrukturunternehmen in Höhe von insgesamt 3,8 Mio. EUR. Das Geld für die aktuellen Förderbescheide kommt aus dem Programm des Landes zur Erhaltung und Verbesserung von Schieneninfrastruktur der öffentlichen nicht bundeseigenen Eisenbahnen für den Güterverkehr:

  1. Stadthafen Hamm, 73.230 Euro für Investitionen in den Neubau einer Gleisfeldbeleuchtung mit 24 Lichtmasten und speziell ausgerichteten Leuchten. Die Fördermittel kommen allein aus NRW mit 75 %.
  2. Gelsenkirchener Logistik-, Hafen- und Servicegesellschaft (GelsenLog), 81.193 Euro  für die Umrüstung derzeit noch handbetriebener Weichen auf elektrisch ortsgestellte Weichen
  3. Regionalverkehr Münsterland (RVM), 101.137 Euro für die Umstellung des analogen Betriebsfunksystem im Zugleitverfahren auf ein digitales Funksystem
  4. Rheinhafen Krefeld, 131.334 Euro für die Gleiserneuerung im Rangierbahnhof Krefeld Ost Hafen.
  5. Häfen und Güterverkehr Köln (HGK),  zwei Förderbescheide in Höhe von insgesamt 210.000 für Investitionen in eine elektrisch ortsgesellte Weiche und für Ersatzmaßnahmen an einigen Weichen im im Hafenbereich Köln-Godorf und im Bahnhof Niehl sowie am Bahnübergang an der Hafenstraße.
  6. Regionalverkehr Ruhr-Lippe (RLG), 240.755 Euro für ein digitales Funksystem im Zugleitverfahren.
  7. Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE), 368.415 Euro für Gleis- und Schwellenerneuerungen auf der Strecke Lippstadt-Beckum und auf der Strecke Lippstadt-Warstein.
  8. TouristikEisenbahnRuhrgebiet (TER), 368.432 Euro für die Gleiserneuerung auf rund 6.000 Metern.
  9. Mindener Kreisbahnen (mkb), 497.714 Euro für Oberbauerneuerungen
  10. Rhein-Sieg–Verkehrsgesellschaft (RSVG), 547.887 Euro für Schwellenwechsel an 7 Bahnübergängen, zwei Eisenbahnüberwege und einem Fußgängerüberweg sowie an 4 Weichen.
  11. Betriebe der Stadt Mülheim (BTMH), rund 1,2 Millionen Euro für den Ersatz von Weichen. Die Fördermittel kommen allein aus NRW mit 75 %.

Hintergrund:

Das Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen für öffentliche nicht bundeseigene Eisenbahnen (NE-Bahnen) wurde Mitte 2018 wiedereingeführt, um den Investitionsstau auf den Strecken der NE-Bahnen aufzulösen und Industrie- und Gewerbegebiete sowie Logistikstandorte wieder an die Hauptstrecken der Bahn anzubinden. Seitdem wurden bereits über 200 Maßnahmen von 22 aktiven NE-Bahnen im Schienengüterverkehr in NRW mit rund 50 Millionen Euro allein aus Landesfördermitteln bezuschusst. 

Der Bund fördert nur Ersatzinvestitionen der NE-Bahnen – nach dem Schienengüterfernverkehrsnetzförderungsgesetz (SGFFG) in Höhe von maximal 50 Prozent, das Land stockt auf maximal 90 Prozent auf. 

Zudem unterstützt das Land den Erhalt und die Erneuerung der Infrastrukturen mit einem Fördersatz von bis zu 75 Prozent, wenn seitens des Bundes keine Förderung möglich ist und ausreichende Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.

[DE] Fördermittel für mkb-Infrastruktur

Mit einem Förderbescheid beteiligt sich das Land Nordrhein-Westfalen mit 497.700 EUR an der Kofinanzierung der Bundesmaßnahme „Schienen-Güterfernverkehrsförderung (SGFFG)“. Zusammen mit den bereits bewilligten Bundesmitteln in Höhe von 622.143 EUR fließen damit insgesamt rund 1,12 Millionen EUR in die Instandhaltung der Oberbau-Infrastruktur auf den Strecken 100 (Minden Friedrich-Wilhelm-Straße – Hille) und 200 (Minden-Oberstadt – Hille) der Mindener Kreisbahnen (MKB).

Im Rahmen des Projekts werden voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte 2026 acht zuwendungsfähige Bauabschnitte umgesetzt. Dazu zählen unter anderem Schwellenwechsel in verschiedenen Bahnhofs- und Streckenbereichen, Gleiserneuerungen an Bahnübergängen, Maßnahmen an Weichen sowie Arbeiten an Brückenbauwerken.

Übergabe des Bescheides am 04.02.2026 in Düsseldorf. Von links: Andreas Wolf (Eisenbahnbetriebsleiter mkb), Bianca Winkelmann (Landtagsabgeordnete der CDU für den Kreis Minden-Lübbecke), Oliver Krischer (Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen), Dr. Dominik Breitkreutz (Geschäftsführer mkb). Foto: Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

[ES] VTG: 399 Intermodalwagen für Spanien

Der Schienenlogistiker VTG hat 399 Intermodalagen (80′, 90′, T4000) für die iberische Breitspur beschafft. Das Projekt wurde mit Next Generation-EU-Mitteln durch das Programa de Apoyo al Transporte Sostenible y Digital (PATSYD) des Ministerio de Transportes y Movilidad Sostenible im Rahmen des Plans für Erholung, Transformation und Resilienz (PRTR) finanziert.

Foto: VTG

[DE] Fördermittel für Hettstedter Anschlussbahn

Bund und Land fördern Sanierung und Ausbau der Hauptanschlussbahn Hettstedt im Rahmen der Förderrichtlinie „Sachsen-Anhalt Revier 2038“ (Investitionsgesetz Kohleregionen) mit insgesamt gut 23,5 Millionen EUR. Im Industriegebiet Hettstedt/Großörner nutzen mehrere Unternehmen die Infrastruktur.

Geplant sind insgesamt sechs Bauabschnitte, in denen bis zum Jahr 2035 neben der Modernisierung des Gleisnetzes und der Herstellung neuer Fahrgleisanbindungen auch die Ertüchtigung von sechs Brücken realisiert werden sollen. Insgesamt investiert der Landkreis Mansfeld-Südharz mehr als 25 Millionen EUR in das Vorhaben.

[AT] Einreichungen für Förderprogramm „SGV-Plus“ möglich

Einreichungen für das Förderprogramm „SGV-Plus“ für die Periode vom 01.01. bis 31.12.2026 sind vom 18.12.2025 bis einschließlich 29.01.2026 möglich: www.schig.com/foerderungsprogramm-sgv-plus

Mit der Förderungsabwicklung des Programms für die Erbringung von Schienengüterverkehrsleistungen in bestimmten Produktionsformen in Österreich 2023 bis 2027 sowie zur Gewährung von Förderungen für Schienenverkehrsleistungen im Marktsegment „Güterverkehr manipuliert“, für die in Österreich Wegeentgelt an die ÖBB-Infrastruktur AG oder die Raaberbahn AG entrichtet wird, ist die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft (SCHIG) beauftragt.

[ES] Fördermittel für Güterbahnen

Acht spanische Güterbahnen erhalten rückwirkend für das Geschäftsjahr 2024 Fördermittel aus dem EU-finanzierten Plan für Erholung, Transformation und Resilienz (Plan de Recuperación, Transformación y Resiliencia (PRTR)):

  • Renfe Mercancías 14,71 Mio. EUR
  • Captrain España 14,1 Mio. EUR
  • Continental 6,13 Mio. EUR
  • MEDWAY Logistics 5,54 Mio. EUR
  • Compañia Europea Ferroviaria (CEFSA) 1,47 Mio. EUR
  • Low Cost Rail (LCR) 1,33 Mio. EUR
  • CSP Logitren 0,98 Mio. EUR
  • Transfesa Logistics 0,17 Mio. EUR
  • Tracción Rail 0,009 Mio. EUR

Auffällig: Rund zwei Drittel der Mittel entfallen auf Staatsbahnen.