In den laufenden Tarifverhandlungen hat die Deutsche Bahn (DB) der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) heute ein erstes Angebot vorgelegt. Es sieht Lohnerhöhungen von in Summe 6 Prozent vor: Die Tabellenentgelte sollen in zwei Schritten um 3,8 Prozent steigen, zusätzlich steht ein Budget von 2,2 Prozent für Strukturanpassungen zur Verfügung – dazu gehört zum Beispiel die geforderte Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe. Neben einer Einmalzahlung von 400 Euro enthält das DB-Angebot auch konkrete Vorschläge, um die Anwendung des Tarifeinheitsgesetzes gemeinsam zu gestalten. Die Laufzeit soll 30 Monate betragen.
[DE] SBB Cargo Deutschland: Tarifrunde eröffnet
Am 14.01.2026 nahmen die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) und die SBB Cargo Deutschland GmbH die Verhandlungen für die Tarifrunde 2025/2026 im digitalen Format auf.
Wesentliche Forderungen der GDL sind:
- Erhöhung der Entgelte in einem Volumen von acht Prozent für eine Laufzeit von zwölf Monaten,
- davon mindestens 3,8 Prozent allgemeine Entgelterhöhung,
- Verbesserungen der Struktur aller Entgelttabellen, wozu auch die Vereinbarung einer achten Entgeltstufe gehört,
- Verbesserungen der Vergütungen für Ausbilder und Prüfer sowie
- Erhöhung des Urlaubsgeldes von derzeit 600 Euro auf ein halbes Monatstabellenentgelt. Das erhöhte Urlaubsgeld soll ausschließlich an GDL-Mitglieder gezahlt werden.
[DE] DB und GDL setzen Tarifverhandlungen fort
Die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben ihre Tarifverhandlungen wie geplant fortgesetzt. Beim zweiten Gesprächstermin im Berliner Hauptbahnhof haben die Tarifpartner einen Einstieg in die komplexen Themen gefunden. Insgesamt geht es um 40 verschiedene Forderungen der GDL.
Am 28. und 29. Januar gehen die Verhandlungen in Berlin weiter. Insgesamt haben DB und GDL 14 Verhandlungstage im Januar und Februar vereinbart. Bis 28. Februar gilt Friedenspflicht, Streiks sind so lange ausgeschlossen.
[DE] DB und GDL starten Tarifverhandlungen
Am 08.01.2026 starten die Tarifverhandlungen der DB mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Die aktuellen Tarifverträge laufen am 31.12.2025 aus. Danach folgt eine festgelegte zweimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht. In dieser Zeit soll ein Abschluss erreicht werden.
Folgende Verhandlungstermine sind aktuell vereinbart, alle finden in Berlin statt – insgesamt 14 Tage in zwei Monaten:
- 8. Januar 2026
- 22. Januar 2026
- 28. bis 29. Januar 2026
- 9. bis 13. Februar 2026
- 23. bis 27. Februar 2026
Die Tarifverträge der GDL gelten für rund fünf Prozent der DB-Mitarbeiter, das heißt für rund 10.000 Mitarbeitende. Hintergrund: Seit 2021 setzt die DB das Tarifeinheitsgesetz (TEG) um. Das bedeutet: In einem Betrieb gelten qua Gesetz nur noch die Tarifverträge einer Gewerkschaft. Und zwar der Gewerkschaft, die in dem jeweiligen Betrieb die meisten Mitglieder hat. Die DB hat insgesamt rund 300 Betriebe, in 19 davon hat die GDL die Mehrheit.
Grundsätzlich tarifiert die GDL aktuell für die Bereiche Lokfahrdienst, Zugbegleitdienst, Bordgastronomie, Rangierdienst / Zugvorbereitung, Disponent, betriebsnahe Fahrzeuginstandhaltung sowie allgemeine Aufgaben. Das betrifft Mitarbeiter in Geschäftsfeldern DB Regio, DB Fernverkehr und DB Cargo.
[DE] DB: Rompf verzichtet, Nagl bleibt
Philipp Nagl, seit 2022 Vorstandsvorsitzender der DB InfraGo bleibt im Amt. Der von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder für die Neubesetzung der Position vorgeschlagene Dirk Rompf hatte am Morgen des 25.09.2025 auf das Amt verzichtet.
Die neue Bahnchefin Evelyn Palla hatte am 22.09.2025 der Presse gesagt, Nagl genieße weiterhin ihr Vertrauen, werde im DB-Konzern bleiben und eine „verantwortungsvolle Position übernehmen“.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatte gegen die Ablösung von Nagl protestiert und angekündigt, im DB-InfraGo-Aufsichtsrat, in dem sie die Hälfte der Mitglieder stellt, gegen Rompf zu stimmen. Nach den aktuellen Entwicklungen kommentierte der EVG-Vorsitzende Martin Burkert dazu: „Dirk Rompf hat die richtige Konsequenz aus der Debatte der letzten Tage gezogen. Die Bahn braucht einen Neuanfang und der Weg dahin führt nicht durch die Vergangenheit.“
Kritik am Verhalten der EVG kam von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Es sei irritierend, dass „diese Entscheidung in der Außenwirkung auf Basis massiver Störgeräusche einer vermeintlichen Bahngewerkschaft namens EVG“ beruhe. Wer Veränderungen bei der DB AG verhindere verteidige die „fortgesetzte Talfahrt der Eisenbahn in Deutschland“. Die dringend notwendige Reform der DB AG dürfe nicht zu einem parteipolitischen Schachspiel verkommen, so die GDL.
[DE] GDL startet Tarifrunde 2025/2026
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat am 15.07.2025 in Erfurt die Tarifrunde 2025/2026 für die Eisenbahnbranche eröffnet. Die GDL fordert für ihre Mitglieder unter anderem eine Entgeltvolumenerhöhung von acht Prozent, mindestens aber 3,8 Prozent für die Tarifbeschäftigten in den Unternehmen der Eisenbahninfrastruktur- (EIU) und Eisenbahnverkehrsunternehmen (EIU).
Die Tarifverträge der unterschiedlichen Unternehmen laufen in drei wesentlichen Terminlagen aus. Nachdem die Tarifverträge fristgerecht durch die GDL gekündigt wurden, endete mit Ablauf des 30.06.2025 bei einer großen Zahl von Wettbewerbsbahnen die Friedenspflicht. Dazu gehören unter anderem die Unternehmen des NETINERA-, Transdev- und Arverio-Konzerns sowie die Personaldienstleister, mit denen die GDL Tarifverträge abgeschlossen hat.
Zum 31. August beziehungsweise zum 31. Oktober enden beispielsweise sowohl die Tarifverträge der BeNEX- und HLB-Gruppe als auch der Schienengüterverkehrsunternehmen. Nur bei der Deutschen Bahn, der Fair Train e.G. und der Saarbahn laufen die Tarifverträge noch bis zum 31.12.2025.
[DE] Neuer GDL-Vorstand gewählt
Im Rahmen der 50. Generalversammlung wurde Mario Reiß am 03.09.2024 als neuer Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) gewählt. Der bisherige stellvertretende Bundesvorsitzende wurde in Dresden mit dem überwältigenden Ergebnis von 94,80 Prozent der 250 Delegierten in der Generalversammlung unter dem Motto „GDL – Stark für Eisenbahnen – Stark für Eisenbahner“ gewählt. Der bisherige stellvertretende Bundesvorsitzende Lars U. Jedinat wurde mit 75,50 Prozent der Delegierten im Amt bestätigt. Als zweiter stellvertretender Bundesvorsitzender wurde Christian Deckert mit 94 Prozent gewählt.
Der scheidende GDL-„Chef“ Claus Weselsky wurde mit überwältigendem Ergebnis zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Die Gewerkschaft würdigte seine Errungenschaften: „So hat sich der Stundenlohn eines Streckenlokomotivführers seit seinem Amtsantritt im Jahre 2008 nahezu verdoppelt. Mit der Tarifierung des gesamten Zugpersonals 2014/2015 und aller Beschäftigten des direkten Personals 2020 hat die GDL ihren Einflussbereich deutlich erweitert und wurde so einer Vielzahl weiterer Eisenbahnerinnen und Eisenbahner zur gewerkschaftlichen Heimat. Die jüngst erzielte Durchsetzung der 35-Stunden- Woche für Schichtarbeiter kann als historisch bewertet werden.“

Sixt dankt Weselsky
Die Autovermietung Sixt bedankt sich auf ironische Weise beim scheidenden GDl-Chef, der mit zahlreichen Streiks für einen massiven Kundenzulauf gesorgt haben dürfte: „Nach 16 Jahren als Chef der GDL tritt Claus Weselsky nun ab. Wir sagen Danke für seinen unerbittlichen Einsatz für SIXT und verabschieden uns mit einer letzten Ehrenrunde. 🧡„

[DE] SBB Cargo und GDL erzielen Tarifabschluss
Am 08.06.2024 konnten die SBB Cargo Deutschland GmbH und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in Duisburg gemeinsam mit dem zuständigen Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen e. V. (AGVDE) einen Tarifvertrag abschließen.
Seit Beginn der Tarifverhandlungen signalisierte der Arbeitgeber, dass der Tarifabschluss die bis 2030 stufenweise Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden für seine Eisenbahner, die Schichtarbeit leisten, beinhalten werde. Zudem sorgen die Entgelterhöhungen von 260 EUR im Juli 2024 und 160 EUR im April 2025 für spürbare Verbesserungen. Überdies erhalten die Beschäftigen in 2024 eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie von bis zu 2.000 EUR.
[DE] CFL cargo und GDL sind sich einig
In der dritten Verhandlungsrunde konnten die CFL cargo Deutschland GmbH (CFL cargo) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am 0805.2024 in Duisburg, gemeinsam mit dem zuständigen Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen e. V. (AGVDE), einen Tarifabschluss mit überdurchschnittlichen werthaltigen Verbesserungen für die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner abschließen.
Die CFL cargo signalisierte von Beginn der Tarifverhandlungen an, dass der Tarifabschluss die Absenkung der Wochenarbeitszeit für ihre Eisenbahner, die Schichtarbeit leisten, auf 35 Stunden pro Woche beinhalten werde. Darüber hinaus sorgen die oberhalb des Marktniveaus liegenden Entgelterhöhungen von 260 EUR im Juli 2024 und 160 EUR im April 2025 für Verbesserungen. Überdies erhalten die Beschäftigen eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie in voller Höhe von 3.000 EUR.

