Nach einem Testzug im Herbst 2022 ist nun der Regelverehr Fredericia – Taulov angelaufen. DB Cargo fährt die wöchentliche Leistung für Fredericia Shipping, die so 6.000 Lkw-Ladungen pro Jahr auf die Schiene verlagern.

Nach einem Testzug im Herbst 2022 ist nun der Regelverehr Fredericia – Taulov angelaufen. DB Cargo fährt die wöchentliche Leistung für Fredericia Shipping, die so 6.000 Lkw-Ladungen pro Jahr auf die Schiene verlagern.

Die Contship Italia-Tochter Hannibal hat am 18.04.2023 eine neue Intermodalverbindung zwischen dem HHLA PLT-Terminal in Trieste und dem eigenen Rail Hub Milano Melzo gestartet. Ermöglicht werden so unter anderem neue Verbindungen zwischen der Türkei und Nordeuropa. Partner beim Projekt sind Francesco Parisi Casa di Spedizioni und Alpe Adria.
Erbracht werden drei Rundläufe pro Woche, bis Ende des Jahres soll auf tägliche Abfahrten verdichtet werden. Die Traktion übernimmt das Contship Italia-EVU Oceanogate Italia (OCG).
Medway Italia fährt seit 15.05.2023 für das Schwesterunternehmen Medlog 3 x pro Woche Intermodalzüge zwischen Milano Segrate und Nola Interporto.
Die DB-Tochter TFG Transfracht verdichtet das Angebot ab Mannheim: Ab 04.06.2023 verkehren:
Im vergangenen Jahr beförderte die Hupac Gruppe 1.104.000 Straßensendungen im Kombinierten Verkehr Straße/Schiene und im Seehafenhinterlandverkehr, was einem leichten Rückgang von 1,8% oder 20.000 Straßensendungen entspricht. Insbesondere die Kapazitätsengpässe in Deutschland wirkten sich negativ aus. Nach einer lebhaften Entwicklung im ersten Quartal mit monatlichen Wachstumsraten im hohen einstelligen Bereich brach der Verkehr in den Monaten April und Juni und nochmals im Herbst aufgrund der intensiven Bautätigkeit auf dem Rhein-Alpen-Korridor ein. In Spitzenzeiten konnten bis zu 20 % der bestellten Züge aus betrieblichen Gründen nicht fahren. Im letzten Quartal setzte eine konjunkturelle Abschwächung ein, die auf die ungünstige Entwicklung der Energiepreise zurückzuführen ist.

Insgesamt ging das Verkehrsvolumen auf dem aufkommensstarken Nord-Süd-Korridor um 2,9% auf 767.000 Straßensendungen zurück. Der transalpine Verkehr durch die Schweiz war mit einem Minus von 2,1% auf 585.000 Sendungen betroffen. Erfreulich entwickelte sich hingegen der Transitverkehr durch Österreich mit einem Plus von 9,7% auf 44.000 Sendungen. Positiv entwickelten sich auch der Südost- und der Südwestkorridor mit Zuwachsraten von 2,9% bzw. 40,3%.
Auch der Seehafenhinterlandverkehr unterliegt weiterhin starken externen Einflüssen. Stichworte hierfür sind die global gestörten Lieferketten durch COVID-19 mit Shutdowns in Asien und die Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine. Die Maritimverkehre der ERS Railways ab den Nordseehäfen verzeichneten einen Rückgang von 3% auf 184.000 Straßensendungen.
Der Umsatz der Hupac Gruppe sank 2022 um 2,1% auf CHF 668,5 Mio. Mit einem Jahresgewinn von CHF 7,6 Mio. erzielte Hupac dennoch ein zufriedenstellendes Jahresergebnis. Die Investitionen erreichten mit CHF 84,3 Mio. ein hohes Niveau, da verschiedene Projekte nach der Pandemiepause wieder aufgenommen werden konnten.
Aufgrund der hohen Energiekosten stehen vor allem die energieintensive Branchen wie Stahl, Chemie und Papier unter Druck. Mit dem Rückgang dieser bahnaffinen Transporte sinkt die Grundlast des Kombinierten Verkehrs in Europa, erklärte Hans-Jörg Bertschi, Verwaltungsratspräsident der Hupac AG, anlässlich der Bilanzmedienkonferenz am 4. Mai 2023 in Zürich. Zudem sind seit Januar 2023 in Europa Preiserhöhungen im Bahnverkehr zu verzeichnen, die deutlich über den Preissteigerungen im Straßentransport liegen. Da gleichzeitig die Industriekonjunktur stagniert bzw. rückläufig ist, sind im Straßenverkehr wieder erhebliche Kapazitäten frei. Dies führte zu deutlichen Rückverlagerungen von Transporten von der Schiene auf die Straße. Im Verkehrsnetz der Hupac lässt sich dies für den Zeitraum Januar bis April 2023 je nach Verkehrssegment mit einem Minus von 10 bis 15 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs beziffern.
Hupac hält ihr Verkehrsnetz trotz Nachfragerückgang stabil. Wo nötig, werden Betriebskonzepte optimiert und Überkapazitäten abgebaut. Ein striktes Kostenmanagement in Zusammenarbeit mit den Partnern soll dazu beitragen, „die Krise mit schlanken Strukturen und flexibler Produktionsplanung zu meistern“.
Bei der Netzwerkentwicklung konzentriert sich Hupac auf den Angebotsausbau ab dem Terminal Köln Nord, dessen Betrieb die Hupac Gruppe Anfang Jahr übernommen hat. Der neue Terminal Brwinów bei Warschau wird als Hub für Verkehre von/nach West- und Südeuropa entwickelt. Im Kernmarkt des transalpinen Verkehrs durch die Schweiz stehen die Märkte Benelux sowie die Wirtschaftsräume Nordost-, Mittel- und Süditalien im Fokus. Im Maritimverkehr verfolgt die Hupac Gruppe eine langfristige Strategie unter Nutzung ihres europäischen Netzwerks. Während die Nordhäfen über die Tochtergesellschaft ERS Railways bedient werden, stellt Hupac Intermodal ihr Netzwerk für Volumen ab den Mittelmeerhäfen zur Verfügung.
Ob der Kombinierte Verkehr in der aktuellen Situation seine Marktposition halten und gegebenenfalls ausbauen kann, hängt jedoch nach Hupac-Einschätzung in erster Linie von den verkehrspolitischen Rahmenbedingungen ab. Hupac Präsident Hans-Jörg Bertschi nennt eine Reihe von Maßnahmen, welche die Marktfähigkeit des Kombinierten Verkehrs stärken und die bisherigen Verlagerungserfolge sichern würden:

Der italienische Intermodalzuganbieter General Transport Service (GTS) hat einen neuen Dienst zwischen Bari und Jesi ab 28.04.2023 angekündigt. Mit einem Zugpaar pro Woche sowie drei Zugpaaren pro Woche ab 2024 soll damit die bestehende Verbindung zwischen Jesi und Brindisi ergänzt werden. Diese läuft 2 x pro Woche.

Am 17.04.2023 wurde eine Intermodalverbindung zwischen Kapfenberg in der Steiermark und Triest nach einer Testphase feierlich eingeweiht. Der in Partnerschaft mit MSC im März eingerichtete Service ermöglicht es RHI Magnesita, nach eigener Aussage Weltmarkführer der Feuerfestindustrie, die Versorgung der internationalen Kunden mit Feuerfestprodukten sicherzustellen. Im Gegenzug werden Rohstoffe in nördliche Richtung transportiert.
Innofreight stellt die für schwere Lasten geeigneten 2×40 ft InnoWaggons. die MSC-Tochter Medway Italia (Italien) und ecco-rail (Österreich) übernehmen die Traktion. Angedacht sind drei Zugpaare pro Woche.
Vor der Inbetriebnahme der neuen Bahnlinie wurden die Produkte von RHI Magnesita per LKW zu Zwischenlagern und dann auf der Straße nach Antwerpen, Rotterdam und Koper transportiert.


Hupac stellt den Dienst Duisburg – Pordenone nach vier Jahren übergangsweise ein. Grund sind Bauarbeiten auf den Brenner- und Tarvisio-Linien. Die Traktion übernehmen die LTE Group sowie InRail (Italien).
Die Region Venedig wird über einen Shuttle zwischen dem eigenen Terminal in Busto Arsizio sowie dem Interporto Padova angebunden. Ab Anfang Mai fährt TX Logistik zudem Duisburg – Padova als Direktzug via Schweiz.

Hupac ändert die Anbindung des Großraumes Venedig. Statt 6 x pro Woche Duisburg – Pordenone wird ab 18.04.2023 3 x pro Woche zwischen dem eigenen Terminal in Busto Arsizio sowie dem Interporto Padova verkehrt. Die Traktion übernimmt das Hupac-eigene EVU.
Als Gründe für die Veränderung nannte Hupac „wiederholte und häufige Arbeiten auf der Rheintalbahn durch die Schweiz und bevorstehende Arbeiten auf den Brenner- und Tarvisio-Linien mit der daraus resultierenden temporären Einstellung des Dienstes Duisburg – Pordenone„.

