Im Januar 2026 erweitert Kombiverkehr das Netzwerk nach Mortara und startet einen neuen Zug ab Köln-Eifeltor mit drei Rundläufen pro Woche. Traktionärin wird SBB Cargo International. Der bestehende Zug Duisburg – Mortara v.v. fährt unverändert 5 x die Woche.
[DE/PL] Ruhrgebiet – Poznań wechselt Terminal
Der Zug der CLIP intermodal aus dem Ruhrgebiet nach Poznań (CLIP Swarzędz) wechselt zum 01.12.2025 das Terminal: Nach Wuppertal bzw. Duisburg startet der Zug dann neu in Neuss (Trimodal). Die Traktionsverteilung bleibt gleich: 2 Umläufe PKP CARGO, 4 Umläufe LTE. Kombiverkehr ist Vermarktungspartner.
Mitbewerber ist PCC Intermodal mit einem bestehenden „täglichen Service“ Duisburg – Poznań als Umsteiger via Kutno.
[DE] Appell an Politik und DB-Management
Diverse Akteure des Schienengüterverkehres haben einen offenen Brief an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und an die DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla übermittelt. Dabei handelt es sich um Kombiverkehr, Hupac und TX Logistik als Anbieter des Kombinierten Verkehrs in Deutschland sowie Güterverkehrsverbände aus Deutschland und Europa.
Seit Monaten – teils seit Jahren – weisen diese nach eigener Auskunft auf die konkrete Gefahr einer Rückverlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Strasse hin, wenn zentrale Güterverkehrsstrecken über lange Zeiträume ohne gleichwertige Umleitungsoptionen gesperrt werden.
Diese Rückverlagerung habe bereits begonnen und sei dokumentierbar. Ursache ist nach Auskunft der Autoren die „unzureichende Performance der Bahninfrastruktur“. Für die kommenden Jahre rechnen die Akteure – infolge der geplanten Korridorsanierung in Deutschland, die die Anforderungen der industriellen Versorgung weitgehend ignoriert, mit Hunderttausenden zusätzlicher Lkw-Fahrten. Allein auf den grossen alpenquerenden Korridoren über Österreich und die Schweiz wären das rund 500.000 Lkw.
Ohne Gegenmassnahmen drohe ein Verlust von Transportkapazität, Wettbewerbsfähigkeit und Klimafortschritt. Im Brief wird deswegen gefordert:
- Nullrunde bei den Trassenpreisen 2026
- Kapazitätsgarantie von mindestens 90 % während der Korridorsanierungen
- Ertüchtigung geeigneter Umleiterstrecken
- Trassenvergabe nach Marktanforderung
- Betriebserschwerniszulage für minderwertige Trassen
- Aussetzung der Stornierungsentgelte
[DE] KI optimiert Beladung von Intermodalzügen
Nach drei Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist das Projekt KIBA – Künstliche Intelligenz und diskrete Beladeoptimierungsmodelle zur Auslastungssteigerung im Kombinierten Verkehr erfolgreich abgeschlossen. Unter der Leitung der Kombiverkehr KG und mit Beteiligung der Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene – Straße (DUSS), der Goethe-Universität Frankfurt am Main, INFORM, KombiConsult, der Technischen Universität Darmstadt und VTG wurde ein Demonstrator für ein Netzwerkkapazitätsteuerungs- und Zugbeladeoptimierungssystem entwickelt. Gefördert wurde das Vorhaben durch das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (vorher Bundesministerium für Digitales und Verkehr).
Ziel des Projekts war es, mit Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) und mathematischer Optimierung die Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit im Schienengüterverkehr zu erhöhen. Unterstützt durch eine zentrale Stammdatenbank konnten zunächst Verfahren zur Netzwerkoptimierung und zur Zugbeladeplanung entwickelt werden, deren Ergebnisse über eine webbasierte Visualisierung für die Anwender nachvollziehbar aufbereitet werden.
[DE/IT] Auch LKW WALTER verdichtet ab Rostock
Neben den von Kombiverkehr als offenes Zugprodukt vermarkteten Zügen Rostock – Verona produziert der Operateur für LKW WALTER auf gleicher Relation auch Company Trains. Deren Frequenz wurde im September 2025 ebenfalls verdichtet – von sechs auf acht Rundläufe pro Woche. Die Traktion übernimmt auch hier Lokomotion, Partner nördlich von München ist Hector Rail, in Italien Mercitalia Rail (MIR).
[BE] Neue Mitglieder für EPCA
Die European Petrochemical Association (EPCA) vermeldet Neumitglieder:
- CargoChem d.o.o., Serbien
- Kombiverkehr Deutsche Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr GmbH & Co. KG, Deutschland
- Terra Mater B.V., Belgien
[DE/IT] Kombiverkehr verdichtet Rostock – Verona
Die Kombiverkehr KG verdichtet das offene Angebot zwischen Rostock-Seehafen und Verona Interterminal ab 11.10.2025 von sechs auf sieben Umläufe pro Woche. Die Traktion übernehmen unverändert Lokomotion (LOMO) sowie DB Cargo als Subunternehmer nördlich von München bzw. Mercitalia Rail (MIR) in Italien.

[EU] Kombiverkehr: Stabiles Netzwerk in 2026
Im kommenden Jahr wird es nach aktuellem Stand nur wenige Änderungen im Leistungsportfolio der Kombiverkehr KG geben. Für Alternativrouten zu bestehenden Angeboten werden nach Auskunft des Operateurs Traktionsleistungen bei mehreren EVU angefragt. Der Großteil der Traktionsleistungen soll analog 2025 vergeben werden.
[DE] Klare Aufteilung beim Rangieren in Lübeck
Bei den Zügen der Kombiverkehr KG zum / vom Baltic Rail Gate in Lübeck-Travemünde Skandinavienkai ergaben sich nach Betriebsbeobachtungen Anfang September 2025 Veränderungen bei den Rangierdienstleistern: So werden die von der Kombiverkehr-Tochter KombiRail Europe (KRE) traktionierrten Züge nur noch von der Hanse Bahn Nord (HBN) rangiert, der lokale „Platzhirsch“ Nordic Rail Service (NRS) ist somit nur noch für die Traktionäre Hector Rail und RBH Logistics tätig.
[DE] Duisburg-Ruhrort Hafen: Kombiverkehr übernimmt
Kombiverkehr wird über die Kombiverkehr Intermodal Services GmbH ab 01.01.2026 Betreiberin des Terminals der Planungsgesellschaft Kombinierter Verkehr mbH (PKV) in Duisburg-Ruhrort Hafen. Nach über 20 Jahren wechselt die Betreibergesellschaft des Terminals, das sich seit 1991 im Eigentum der PKV befindet. Ab der Übernahme wird das Terminal unter dem Namen „Rail Hub Duisburg“ agieren.
Kombiverkehr stellt nach eigener Aussage aktuell circa 95 Prozent der Verkehre. Zukünftig könne man das produktionstechnische Know-how viel direkter einbringen, so der zukünftige Betreiber. Die Anlage bleibt aber weiterhin offen für Dritte.
Das Terminal der PKV wurde Anfang der Neunzigerjahre gebaut und nahm 1992 den Betrieb auf. Seit 2003 wurde es von der Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße mbH (DUSS) betrieben, an der die Kombiverkehr KG ebenfalls zu 12,5 % beteiligt ist. Auf einer Fläche von rund 85.000 Quadratmetern sorgen heute drei Krane über acht Gleise und ein Gleis mit Reachstacker-Bedienung für einen schnellen Wechsel von intermodalen Ladeeinheiten zwischen den Zügen beziehungsweise von der Straße auf die Schiene. Ab Ende Herbst 2025 wird eine der erst kürzlich neu beschafften Krananlagen mit einem speziellen Spreader bis zu 75 Tonnen schwere Tank-Container bewegen. Die Anlage ist ausgelegt auf eine Umschlagkapazität von rund 200.000 Einheiten im Jahr.



