[AT/CH] Feldkirch – Buchs gesperrt

Vom 14. Juni bis 14. Oktober 2026 wird die rund 18 Kilometer lange eingleisige Strecke zwischen Feldkirch (Österreich) und Buchs SG (Schweiz) vollständig gesperrt, um eine Sanierung zu ermöglichen.

Im Zentrum der Bauarbeiten steht die umfassende Sanierung der Brückenkette entlang der Strecke. Gleichzeitig wird der mittlerweile in die Jahre gekommene Bahnhof Nendeln barrierefrei umgebaut und modernisiert. Ergänzend dazu werden entlang der Strecke Gleise und Oberleitungen erneuert und moderne Stellwerkstechnik installiert, um den Bahnbetrieb künftig effizienter und zuverlässiger zu gestalten.

Im SPNV kommt es zu SEV, Fernverkehr und Güterverkehr wird umgeleitet. Im Güterverkehr sind unter anderem die Züge für Red Bull betroffen, die temporär via St. Magreten geführt werden.

[AT] Semmering-Basistunnel: Erste offizielle Durchfahrt

Fast 15 Jahre nach dem Baustart ist beim Semmering-Basistunnel ein bedeutender Meilenstein erreicht: Erstmals hat eine offizielle Delegation den Tunnel von Niederösterreich in die Steiermark vollständig durchfahren. Angeführt wurde die Fahrt von Mobilitätsminister Peter Hanke und dem Vorstandsvorsitzenden der ÖBB, Andreas Matthä. Mit an Bord waren außerdem Nationalratspräsidentin Doris Bures, eine von drei Tunnelpatinnen, sowie die Verkehrssprecherinnen und Verkehrssprecher der Parlamentsparteien.

Noch erfolgte die Fahrt nicht auf Schienen, sondern mit Kleinbussen – dennoch markiert sie einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Inbetriebnahme eines der größten Infrastrukturprojekte Österreichs.

Nach den Baufortschritten der vergangenen Jahre steht nun auch der Zeitplan für die Inbetriebnahme fest: Ende 2029 sollen die ersten Züge durch den Semmering-Basistunnel verkehren.

ÖBB CEO Andreas Matthä, Dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures und Mobilitätsminister Peter Hanke (BMIMI) bei der Erstdurchfahrt durch den Semmering-Basistunnel. Foto: ÖBB / Ebner

[AT] Zweite Bauetappe im Tauerntunnel

Die ÖBB-Infrastruktur startet mit den Vorbereitungen für die zweite Etappe der umfassenden Sanierung des Tauerntunnels. Um die Arbeiten effizient und sicher durchführen zu können, muss der ÖBB-Tauerntunnel von 8. Februar bis 9. Juli 2027 vollständig gesperrt werden. Bereits ab Herbst 2026 beginnen vorbereitende Maßnahmen.

Im Mittelpunkt der zweiten Bauetappe stehen im rund zwei Kilometer langen Südabschnitt des Tauerntunnels bei Mallnitz:

  • die Sanierung des Tunnelgewölbes
  • sowie die Erneuerung der bahntechnischen Tunnelausrüstung

Um die Sperre bestmöglich zu nutzen, bündelt die ÖBB weitere notwendige Arbeiten entlang der Tauernstrecke, darunter:

  • Sanierung der Viadukte Weitmoser und Hundsdorfer
  • Erneuerung der Oberleitungsanlage im Klammtunnel
  • Erneuerung technischer Anlagen im Kaponigtunnel
  • Erneuerung von Gleisanlagen in Böckstein, Mallnitz‑Obervellach, Paternion‑Feistritz sowie Weissenstein‑Kellerberg
  • Modernisierung des Bahnhofs Rothenthurn

Die Tauernsperre 2027 wurde bewusst so geplant, dass sie zeitlich mit Bauarbeiten der Deutschen Bahn zwischen Rosenheim und Freilassing zusammenfällt. Dadurch können Synergien genutzt und Auswirkungen auf den Güterverkehr besser koordiniert werden. Auch geplante Autobahnbaustellen der ASFINAG wurden in die Planung einbezogen; die Sanierung der Straßen‑Katschberg- und Tauerntunnel beginnt erst im Herbst 2027.

[DE/AT] Grenzchaos bei GSH Obertraubling – Passau?

Im Rahmen der Generalsanierung Obertraubling – Passau gibt es Verstimmungen zwischen dem deutschen und dem österreichischen Infrastrukturbetreiber. So hat DB InfraGO hat alle Umleiter schon im Netzfahrplan ausgeregelt, die ÖBB macht das im Baufahrplan Phase für Phase. Nach Auskunft von Brancheninsidern sei man in Wien „arg verschnupft“ gewesen, dass InfraGO einfach mehr als die vereinbarten 80 Trassen via Salzburg umleitet und es nicht mit ihnen abstimmt.

So schreibt die ÖBB-Infrastruktur an ihre Kunden:

Mit 14.06.2026 beginnen die Einschränkungen bei der GSH Obertraubling – Passau. Die Kombination aus Teil- und Gesamtsperren gestaltet sich unverändert wie folgt:

  • Phase 2: 14.06.2026 – 11.07.2026: Gesamtsperre Obertraubling – Passau
  • Phase 3: 11.07.2026 – 20.09.2026: Teilsperre Obertraubling – Passau
  • Phase 4: 20.09.2026 – 12.12.2026: Gesamtsperre Obertraubling – Passau

Wie in der Vergangenheit mehrfach angekündigt wird mit Änderungstermin 14.06.2026 die Umleitung mit einer dauerhaften Änderung zum Netzfahrplan abgearbeitet. Die Umleitungsmaßnahmen sind daher in Abstimmung mit den zuständigen Servicemanager (Robert Glinz) bei der ÖBB-Infrastruktur ehestmöglich jedoch bis spätestens 04.05.2026 im Bestellsystem M-AMA zu bestellen.

Wir bitten die Bestellungen hinsichtlich der wesentlichen Parameter noch einmal mit ihren Partner-EVU in Deutschland und der Trassenzuweisung bei DB InfraGO abzugleichen, damit eine geordnete Abarbeitung der Bestellung möglich ist. Die Konstruktion der Umleitungstrassen erfolgt „realitätsnah“ entsprechend der spezifischen Vorgaben für den unterjährigen Netzfahrplan („Baufahrplan“). Aus einer für die Umleitung zugewiesenen Zugtrasse kann keine betriebliche Machbarkeit für die folgenden Netzfahrplanperioden abgeleitet werden. Die Rückleitung von ausgewählten Zugtrassen in der Phase 3 (Teilsperre Obertraubling – Passau) erfolgt mittels FAPLO durch NZ-KM-Baufahrplan.

Da DB InfraGO in den Phasen 2 und 4 (Gesamtsperren) bis zu 120 Güterzugtrassen über die Grenze Salzburg/Freilassing umleitet, die ÖBB-Infrastruktur aber gemäß Koordination im Vorfeld nur für 80 Güterzugtrassen zwischen Wels und Salzburg im Netzfahrplan Kapazitäten „reserviert“ hat, müssen an den verkehrsstarken Tagen Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag im Tageszeitraum (06:00 – 22:00) noch 15 bis 20 Güterzugtrassen großräumig über den Laufweg Bischofshofen – Selzthal – St. Michael – Wr. Neustadt weiter umgeleitet werden, damit trotz der Überbuchung um rund 20 – 25 Trassen ein Mindestmaß an Betriebsqualität zwischen Wels und Salzburg gewährleistet werden kann. Sollte die Betriebsqualität nicht ausreichend sein, behält sich die ÖBB-Infrastruktur vor, kurzfristig weitere Zugtrassen großräumig auf andere Laufwege umzuleiten.

Auf Grund der bereits erfolgten Überbuchung gibt es im gesamten Zeitraum der Phase 2 und der Phase 4 zwischen Wels und Salzburg keine freien Kapazitäten für den Ad-Hoc Verkehr. Zuweisungen sind daher nur dann möglich, wenn einerseits eine Zuweisung bei DB InfraGO für den Abschnitt Freilassing – Rosenheim vorliegt und mit der Trassenbestellung auch gleichzeitig eine gleichwertige Zugtrasse zwischen Wels und Salzburg bei ÖBB-Infrastruktur storniert wird. Ausgenommen davon sind nur Verkehre mit Quelle / Ziel entlang der Strecken Wels – Salzburg und Salzburg – Freilassing. Diese Trassenbestellungen unterliegen einer Machbarkeitsprüfung.“

[DE/AT] Kürzung der GS Rosenheim – Salzburg

Die Generalsanierung (GS) Rosenheim – Salzburg 2027 verkürzt sich um zwei Tage. Der Grund: Die ÖBB Infra startet auf Grund des Ferienendes in Österreich die Totalsperrung zur Sanierung des Tauerntunnels zwei Tage später. DB InfraGO passt sich an.

Der neue Zeitraum der Totalsperrung sieht wie folgt aus:​

  • ​Alter Zeitraum: 5. Februar 2027, 21 Uhr bis 9. Juli 2027, 21 Uhr
  • Neuer Zeitraum: 7. Februar 2027, 23.59 Uhr (-51 Stunden) bis 9. Juli 2027, 21 Uhr ​

[AT] ÖBB: infraDOAS im Pilotbetrieb

infraDOAS 1.2 ist in Österreich seit Februar 2026 im Pilotbetrieb und wird von Teilnehmern des infraDOAS Friendly Customer Programmes für das Fahren von Zügen im Echtbetrieb verwendet.

infraDOAS (Driver Operational Assistant System) ist die digitale Lösung der ÖBB-Infrastruktur AG für Triebfahrzeugführer:innen, um alle für die Zugfahrt relevanten Inhalte in Echtzeit auf dem Tablet empfangen und komfortabel nutzen zu können.

EVU können bis zur offiziellen Inbetriebnahme des digitalen Befehls die Vorteile von infraDOAS pro kostenfrei im Zuge des infraDOAS Friendly Customer Programms kennenlernen und ausprobieren. Anfragen bitte an: zugfahrtmanagement@oebb.at

Grafik: ÖBB-Infra

[AT] ÖBB-Aufsichtsratssitzung mit Personalentscheidungen

In der Aufsichtsratssitzung der ÖBB-Holding AG wurden am 11.12.2025 wesentliche Personalentscheidungen getroffen.

  • Der Vertrag mit Andreas Matthä, seit 2016 CEO, wurde bis 30.06.2027 verlängert.
  • Der Vertrag von Ursula Zechner, seit 2021 Geschäftsführerin in der ÖBB-Produktion GmbH, wurde ebenso verlängert. Sie steht damit weiterhin gemeinsam mit Fabian Fußeis an der Doppelspitze der Gesellschaft.
  • Bei der Güterverkehrstochter Rail Cargo Austria AG wird es hingegen zu einer Veränderung im Management kommen. Clemens Först wird den Konzern nach Erstellung des Jahresabschlusses Ende April 2026 verlassen. Die Finanzagenden und das laufende Restrukturierungsprogramm wird Bettina Castillo federführend übernehmen. Ziel bleibt es, die Wettbewerbsfähigkeit der Rail Cargo Group in der schwierigen Zeit der industriellen Rezession zu stärken. In diesem Zusammenhang wird der Vorstand auf zwei Vorstände verkleinert. Neben Castillo ist auch Christoph Grasl im Gremium.
  • Eine weitere Veränderung wird es in den Aufsichtsräten der Teilkonzerne geben: ÖBB CEO Andreas Matthä wird ab dem 01.01.2026 vor dem Hintergrund großer Herausforderungen in der Infrastruktur – Stichwort Baustellensituation in Deutschland oder auch die Eröffnung der Südstrecke – den Aufsichtsratsvorsitz in der ÖBB-Infrastruktur AG übernehmen. ÖBB CFO Manuela Waldner wird mit dem notwendigen Fokus auf die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit den Vorsitz des Aufsichtsrates in den Absatzgesellschaften ÖBB-Personenverkehr AG und Rail Cargo Austria AG übernehmen.
  • Georg Schatz kehrt in die ÖBB zurück und übernimmt die Leitung des Konzerncontrollings der ÖBB-Holding AG. Der Controllingexperte war zuletzt Head of Global Group Controlling bei der Stoelzle Glass Group und war zuvor in unterschiedlichen Funktionen der ÖBB beschäftigt, darunter leitete er das Controlling der Rail Cargo Austria AG. Schatz folgt auf Markus Binder-Krieglstein, der den Konzern Ende des Jahres verlässt.

[AT] Koralmbahn: Güterverkehr startet

Noch bevor im Dezember 2025 die ersten Personenzüge über die Koralmbahn rollen, fahren seit Anfang November schon die ersten Güterzüge auf der neuen Strecke. Als einer der ersten Güterzüge wurde am 4. November ein Einzelwagenzug der ÖBB Rail Cargo Group auf die neue Strecke geschickt.

Die Koralmbahn ist nach ÖBB-Aussage ein Meilenstein für den Güterverkehr in Österreich und Europa. Züge zwischen Villach Süd und Graz müssen künftig nicht mehr den Umweg über Knittelfeld, Leoben und Frohnleiten nehmen und kommen schneller ans Ziel. Die neue Flachstrecke ermöglicht es, Züge mit höheren Lasten von zusätzlich 250 bis 280 Tonnen pro Zug zu transportieren.

Der ÖBB-Premierenzug am 04.11.2025. Von links nach rechts: Verschieber Johannes Waldhauser, Vorstandssprecher Clemens Först, Triebfahrzeugführer Martin Schubert. Foto: ÖBB / Hofmann

[AT] Elektrifizierung Mattersburger Bahn beginnt

Nach dem Start der Vorarbeiten für die Elektrifizierung im Juni 2025 begannen die ÖBB im Oktober mit den Hauptarbeiten zur Elektrifizierung der Mattersburger Bahn bis zur Grenze bei Loipersbach-Schattendorf, die Ende 2027 abgeschlossen sein sollen. Auf der 31,8 km langen Strecke zwischen Wiener Neustadt Hbf und Sopron/Ödenburg werden für 143 Mio. EUR auch die Gleise und Bahnhöfe modernisiert und eine Reihe von Bahnübergängen beseitigt und durch Unterführungen ersetzt. Zwischen Wiener Neustadt und Katzelsdorf wird ein zweites Gleis und beim Bahnhof Loipersbach-Schattendorf ein Ausweichgleis errichtet. Um die Elektrifizierung umsetzen zu können, müssen auch die Talbrücken in Wiesen-Sigleß und Mattersburg leicht modifiziert werden.

https://openrailwaymap.org/?style=standard&lat=47.735746999999854&lon=16.4089311&zoom=12

Es kommt dabei zu Streckenstreckensperrungen. Während der Phase, die von Anfang Oktober bis Ende November 2025 dauert, wird mit der Gründung der Fundamente für die Fahrleitungsmasten begonnen, in dieser Zeit verkehren die Züge nur eingeschränkt. Vom 9. Februar bis zum 12. Dezember 2026 gibt es dann eine durchgehende Streckensperrung, die Personenzüge werden währenddessen durch Busse ersetzt.

Die Strecke ist eine der ältesten Eisenbahnstrecken in Österreich. Sie wurde zur Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie durch die „Wien-Raaber Bahn“ errichtet und am 20.08.1847 für den Personenverkehr eröffnet. Sie war damals nach der Strecke Budapest – Vác die zweite Eisenbahnstrecke im Königreich Ungarn.

Obwohl es bereits seit Jahren intensive Überlegungen gibt, die Strecke zu elektrifizieren, verzögerten die verschiedenen Stromsysteme der ÖBB (15 kV 16,7 Hz ~) und der GySEV (25 kV 50 Hz ~) und die Uneinigkeit darüber, wo der Systemwechsel erfolgen sollte, die Planungen. Vor 20 Jahren sollte der Systemwechsel unmittelbar nach der Staatsgrenze und die Wiedererrichtung des ehemaligen Bahnhofs Wiesen-Sigleß zu einem Kreuzungsbahnhof erfolgen, doch die Umsetzung des Projekts wurde 2009 auf unbestimmte Zeit verschoben.

[AT] ÖBB: Ausbau Güterzentrum Wien Süd

Die ÖBB bauen das Güterzentrum Wien Süd aus. Dieses wurde 2013 bis 2016 im Süden der Hauptstadt Östereichs an der Schnittstelle der Pottendorfer Linie und der Wiener Außenring Schnellstraße S1 errichtet.

Aufgrund der steigenden Nachfrage und hohen Auslastung starten nun Anfang September 2025 die Bauarbeiten für die letzte Ausbaustufe „Phase 2“ durch die ÖBB-Infastruktur. Dadurch kann die Terminalkapazität Ende 2026 von 380.000 um 44 % auf 547.000 TEU erhöht werden. Dann stehen den Kunden 8 x 700 Meter Ladegleise zur Verfügung. Eine zusätzliche, in weiterer Folge automatisierte Portalkrananlage erhöht die Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus werden die zwei bestehenden Portalkrane umgerüstet, sodass in einem nächsten Schritt ein automatisierter Betrieb möglich ist.

Judith Engel, Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG und Johann Pluy, Vorstand ÖBB-Infrastruktur AG beim Baustart der Phase 2 des Güterzentrums Wien Süd. Foto: ÖBB / Christian Zenger