Die in Erfurt ansässige Güterbahn Raildox hat ein Sicherheitszertifikat, Teil B für Güterverkehr in Österreich erhalten. Es ist vom 20.01.2020 bis 31.05.2022 gültig.
RTB CARGO öfter ab Gelsenkirchen
Die Güterbahn RTB CARGO GmbH und die TankMatch Rail Hamburg GmbH (TMR) bauen ihre Zusammenarbeit aus. Seit Jahresbeginn 2020 werden neu vermehrt Mineralölzüge ab der BP-Raffinerie in Gelsenkirchen bespannt. Dabei handelt es sich um Mengen zum BP-Tanklager in Linz (Österreich), die die IGE nicht übernehmen kann. Ähnliche Funktion auch Raildox. Die letzte Meile übernimmt dabei die Rail Cargo Austria AG (RCA) im Auftrag der CargoServ. Ein weiteres Ziel ist Oiltanking in Gera mit ITL ab Leipzig.
SLB verkauft zwei V 100.10
Die Salzburger Lokalbahn (SLB) der Salzburg AG zieht sich aus dem Schienengüterverkehr zurück und verkauft ihre Loks V 84 (ex DB 211 084; neu: SETG V100.53) und V 85 (ex DB 211 099 ; neu: SETG V100.54) per 15.01.2020 an die Salzburger Eisenbahn TransportLogistik GmbH (SETG).
Die beiden Maschinen sind seit Anfang der 1990er Jahre in Österreich im Einsatz. Nach einer Remotorisierung und Aufarbeiung durch den Lokhändler Layritz liefen Sie zunächst bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und wurden 2004 an die SLB veräußert.
Mansbart gründet Beratungsgesellschaft
Mag. Johannes Mansbart, von Februar 1997 bis November 2019 CEO der GATX Rail Europe, hat am 14.11.2019 eine eigene Beratungsgesellschaft für den Güterwagenbereich gegründet. Die RAP Rail Asset Partners Consulting GmbH hat ihren Sitz in der Beindelgasse 25, AT-3400 Klosterneuburg nördlich von Wien.
Mansbart ist bei der Neugründung Geschäftsführer, die Anteile werden über die JMBC Beteiligungs und Consulting GmbH gehalten, deren Alleingesellschafter wiederum Mansbart ist.
Hupac startet Rotterdam – Wien
Am 20.11.2019 erreichte erstmals ein Intermodalzug der neuen Hupac-Relation Wien-Freudenau (Wiencont) – Rotterdam-Botlek (CRO / Bertschi) den Zielbahnhof. Die Leistung verkehrt 2 x pro Woche mit der WLC, die sich in den Niederlanden der RRF als Partner bedient. Grenzüberschreitend kommen dabei E-Loks des Typs Siemens Vectron MS zum Einsatz.
Dem Vernehmen hatte sich auch die ÖBB-Tochter RCO für den Verkehr beworben.
Kombiverkehr kooperiert mit ÖBB
Die Frankfurter Kombiverkehr KG stellt ihr Leistungsangebot im Verkehr von und nach Österreich und Ungarn in Teilen um. Im Fokus der Veränderung steht eine neue Kooperation mit dem österreichischen Intermodal-Operateur RCO (Rail Cargo Operator). Gemeinsam werden beide Gesellschaften die Relation Wels – Wien/Budapest betreiben und vermarkten. Die Abfahrt des ersten gemeinsam angebotenen Direktzuges zwischen Wels und Wien sowie Budapest soll am 16. November erfolgen. Von da an wird es regelmäßig drei wöchentliche Abfahrten geben, ab Wels sonntags, dienstags und donnerstags. In der Gegenrichtung verkehren die Züge ab Wien dienstags, donnerstags und samstags sowie ab Budapest montags, mittwochs und freitags.
Im Vergleich zum heutigen Leistungsangebot wird das Terminal in Wien zwar mit einer Abfahrt weniger bedient, dafür bekommt die wichtige Ungarnanbindung von und nach Budapest Bilk eine Zugabfahrt hinzu.
Die im Fahrplan enthaltenen Direktzüge Ludwigshafen – Wels, Neuss – Wels und Duisburg – Wels wird Kombiverkehr mit unveränderten Versandtagen und Versandzeiten anbieten.
FLOYD übergangsweise auf MMV-Trasse
In Kürze werden die Züge der FLOYD Szolgáltató Zrt. in Österreich auf Lizenz der MMV-Rail Austria Ges.m.b.H. verkehren. Hintergrund ist das Auslaufen der Sicherheitsbescheinigungen des Unternehmens in Ungarn und Österreich. Laut ÖBB-Infra-nahen Quellen soll das dortige B-Zertifikat aber erst im zweiten Quartal 2020 neu erteilt werden. Gründe dafür sind nicht bekannt.
FLOYD hatte bereits vor einigen Jahren Probleme mit den Lizenzen. Die Sicherheitsbescheinigungen Teil A und B für Ungarn und Österreich waren im Sommer 2013 ohne zuvor erreichte Verlängerung ausglaufen. Damals hatte in Österreich übergangsweise MEV Austria als involvierter Personaldienstleister ausgeholfen. In Ungarn war die österreichische Privatbahn RTS Rail Transport Service mit ihrer ungarischen Lizenz eingesprungen.
RTB CARGO schult für Ostschweiz
RTB CARGO begann jüngst mit Streckenschulungen auf den Relationen Graz – Wien und Graz – Linz. Dem Vernehmen nach sollen auf den beiden Achsen ab Januar 2020 regelmäßig Züge des Unternehmens verkehren.
Neuer Direktzug von Kiel nach Verona
In Zusammenarbeit mit der Kombiverkehr KG hat die norwegische Color Line eine wöchentliche Direktzugverbindung im Schienengüterverkehr zwischen dem Kieler Norwegenkai und Verona in Italien eingerichtet. Abfahrt des Zuges in Verona ist jeweils donnerstags um 22.00 Uhr mit Ankunft in Kiel am Samstagvormittag. Am Norwegenkai besteht direkter Anschluss an die Fährschiffe nach Norwegen, sodass Sendungen am Sonntag in Oslo eintreffen. In Gegenrichtung werden Waren am Freitagnachmittag in Oslo verschifft, um via Kiel am Dienstagmorgen um 06.00 Uhr mit dem Zug in Verona einzutreffen. Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG: „Die Verlagerung auch der Seehafenvor- und Nachläufe auf den umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, der zudem die Straßen sowohl lokal als auch überregional vom Güterverkehr entlastet.“ Die intermodale Verbindung Schiff/Schiene ersetzt zwischen Norwegen und Italien einen Lkw-Transport auf über 2.000 Kilometer Länge und reduziert so den CO2-Abdruck um 50 %. Ergänzend zum Umweltaspekt wirkt der intermodale Gütertransport dem Fehlen von Lkw-Fahrern entgegen, erlaubt höhere Ladungsgewichte und ist unabhängig von Sonntagsfahrverboten.
Der seit Anfang Oktober verkehrende neue Kombizug Kiel-Norwegenkai – Verona hat eine Waggonkapazität für 30 Trailer sowie Container, die insbesondere von der Firma FREJA Transport & Logistics AS genutzt wird. Die Verbindung steht aber auch anderen Kunden offen. Bereits seit Jahresbeginn setzt Color Line zusätzlich zur „Color Magic“ und „Color Fantasy“ auch die Frachtfähre „Color Carrier“ auf der Seestrecke von Oslo nach Kiel ein und bietet zehn Abfahrten je Woche und Richtung zwischen Deutschland und Norwegen. Die „Color Carrier“ (1.775 m Spurmeter) verkehrt dabei mit drei Rundläufen je Woche, die die täglichen Abfahrten der kombinierten Passagier- und Frachtfähren ergänzen. Akzeptiert werden alle Arten rollender Ladung wie Lkw, Trailer, Container auf Flats oder auch Bau- und Landmaschinen. Ferner transportieren die Schiffe Produkte der Automobilindustrie, temperaturgeführte Ladung und klassifizierte Güter gemäß IMDG-Code. Der Kieler Norwegenkai ist ebenfalls seit Januar über den werktäglichen Kombishuttle wieder an den Schienengüterverkehr angeschlossen. Via Hamburg-Billwerder besteht Anschluss an nationale Destinationen wie Nürnberg, Köln, Duisburg, Ludwigshafen oder München. Nach Verona fahren ab Kiel weitere drei Güterzüge je Woche, die allerdings vom Schwedenkai verkehren und Anschluss an die Fähren nach Göteborg (Schweden) haben.
Eichhorn startet AT.INTERMODAL
Der gelernte Spediteur Mario Eichhorn hat sich nach 18 Jahren im Intermodalsektor selbständig gemacht: Die AT.INTERMODAL vermarktet Drittprodukte und bietet Waggonvermietung sowie company trains an. Agiert wird über zwei Gesellschaften:
- die am 14.03.2019 gegründete und zu 100 % von Eichhorn gehaltene AT-INTERMODAL GmbH in Wien sowie
- die vormalige AMBER RAIL NET, a.s. in Bratislava, die per 27.03.2019 in AT.INTERMODAL, a.s. umfirmiert wurde. Unverändert ist die Trade Trans Invest, a.s. alleiniger Gesellschafter, als Geschäftsführer sind Eichhorn sowie Trade Trans Invest-CFO Eva Tamášová benannt.
Vor seiner Selbständigkeit war Eichhorn von November 2011 bis Januar 2019 im Bereich sales der IMS CARGO Austria GmbH beschäftigt. Zuvor vermarktete er in Süddeutschland, der Ostschweiz und Österreich die Angebote der damaligen TFG Transfracht Internationale Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr mbH & Co. KG. Vorausgegangen waren neun Jahre als Mitarbeiter der Bereiche Rollende Landstraße (ROLA) und des Profitcenter Westhäfen der Rail Cargo Austria AG (RCA) in Wien.


