Die im Dezember 2022 von der Steiermarkbahn übernommene Siemens ER 20 wurde jüngst im ÖBB-Werk Linz in den Farben des neuen Eigentümers RailAdventure umlackiert.

Die im Dezember 2022 von der Steiermarkbahn übernommene Siemens ER 20 wurde jüngst im ÖBB-Werk Linz in den Farben des neuen Eigentümers RailAdventure umlackiert.

Petr Štefek übernimmt seit 01.01.2023 Vertriebstätigkeiten für RailAdventure in Osteuropa. Zuvor war der Manager u.a. seit August 2016 als Betriebsleiter beim RailAdventure-Kunden DB Cargo Czechia tätig.
Die Steiermarkbahn Transport und Logistik GmbH mit Sitz in Graz setzt nun den nächsten Schritt in der vorbereiteten Umflottung bzw. ihrer Flottenerweiterung. Mit Januar 2023 soll die erste Lok des Typs Vectron Dual Mode von Siemens übernommen werden. Es besteht die Option für zwei weiteren Maschinen Stattdessen sollen die bestehenden Loks der Baureihe 2016 / ER 20schrittweise verkauft bzw. vermietet werden. Die erste Lok dieser Baureihe ging an den Münchner Bahndienstleister RailAdventure GmbH.

Mit dem Vectron Dual Mode bereitet sich die Steiermarkbahn auf die zunehmende Implementierung von ETCS am österreichischen Netz vor und erwartet sich damit mittelfristig wirtschaftlichere und klimafreundliche Verkehre im Hybridbereich, z.B. im Holzbereich, anbieten zu können.
Das Jahr 2020 hat sich für die RailAdventure, im Wesentlichen verursacht durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, negativer entwickelt, als erwartet. Dies offenbart der am 08.03.2022 im Bundesanzeiger publizierte Jahresabschluss der Gesellschaft.
Obwohl RailAdventure durch den Rückgang im Personenschienenverkehr einen noch höheren Einbruch erwartet hatte, konnten der tatsächlich eingetretene, geringere Einbruch dennoch nicht in erwarteter Höhe ausgeglichen werden. Insgesamt hat sich die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2020 deutlich um 15,5 % auf 24.743 TEUR reduziert. Nach einem Jahresüberschuss in Höhe von 4,298 Mio. EUR in 2019 musste im Folgejahr ein Fehlbetrag in Höhe von 0,573 Mio. EUR ausgewiesen werden. Ende 2019 bestand ein Gewinnvortrag in Höhe von 14,811 Mio. EUR.
Der Umsatz im Bereich langfristige Überführungen verminderte sich durch übliche Schwankungen im Projektgeschäft deutlich um 2.250 TEUR gegenüber dem Vorjahr, während sich der Anteil an der Gesamtleistung um 2 %-Punkte auf nunmehr 63 % erhöht hat. Im Wesentlichen aufgrund der deutlichen Einbußen im Personenschienenverkehr durch die Corona-Pandemie hat RailAdventure im Bereich kurzfristige Überführungen ebenfalls einen deutlichen Umsatzrückgang von 1.863 TEUR verzeichnet. Darüber hinaus ging aufgrund einer bekannten Lücke im Projektgeschäft der Umsatz im Bereich Probefahrten ebenfalls deutlich um 2.266 TEUR zurück. Das in Braunschweig betriebene „Zughotel“ ist von Betriebsbeginn an ausgelastet, so dass im ersten Geschäftsjahr des ganzjährigen Betriebs ein Umsatz in Höhe von 1.150 TEUR erzielt werden konnte – das entspricht einem Anteil an der Gesamtleistung von ca. 5 %.
Im Jahresdurchschnitt waren 63 Mitarbeiter (Vorjahr: 52) im Unternehmen beschäftigt.
2020 hat RailAdventure 3,6 Mio. EUR investiert. Der größte Anteil entfiel mit 1.051 TEUR auf die Anschaffung und die Modernisierung mehrerer Lokomotiven. Ein weiterer Großteil betraf den Ausbau sowie die weitere Modernisierung des Zughotels. Zum Ausbau des Auslandsgeschäfts hat RailAdventure eine Beteiligung an der Trackfer SAS mit Sitz in Le Mesnil-en-Thelle in Frankreich erworben. Mit Beteiligungserträgen ist aus unserer Sicht langfristig zu rechnen.
RailAdvernture hat am 22. bzw. 24.01.2022 mehrere beim Hochwasser 2021 beschädigte Nahverkehrstriebwagen der DB Regio aus Gerolstein abgefahren. Da die „reguläre Bahnstrecke“ Euskirchen – Trier immer noch nicht befahren werden kann, erfolgte die Evakuierung der Fahrzeuge über die eigens hierfür reaktivierte „Eifelquerbahn“ Gerolstein – Kaisersesch.
Der spezielle Zustand der Fahrzeuge sowie die besondere Topographie der seit zwölf Jahren stillgelegten Strecke machen den Abtransport der ungebremsten Triebwagen aus der Eifel nach Aussage von RailAdventure zu einer außergewöhnlichen Herausforderung.

Alpha Trains hat alle zehn Bombardier TRAXX F140 AC2 mit Konfiguration DE AT SE NO wieder nach Skandinavien umgesetzt. Die Überführung der letzten beiden, zuletzt in Deutschland eingesetzten Maschinen nach Trelleborg und Hallsbergen organisierte RailAdventure.

Die RailAdventure GmbH, Marktführer für Spezialtransporte und Testfahrten mit neuen Zügen in Zentraleuropa, gab am 08.05.2021 die Übernahme von 65 % der Anteile an der Railexperts B.V. von Ruben Klarenbeek bekannt. Die Vertragsunterzeichnung hat am 31.03.2021 stattgefunden.
Das Münchner Unternehmen hat in den letzten Jahren unzählige neue Schienenfahrzeuge im Auftrag der Bahnindustrie in die Niederlande transportiert und ist auch aktuell mit den Auslieferfahrten großer Zugflotten dorthin betraut. Zudem unterstützt RailAdventure mit seinem Adhoc-Service auch internationale Bahnbetreiber und Fahrzeughalter in den Niederlanden und kümmert sich mitunter um die Logistik fahruntauglicher oder beschädigter Hochgeschwindigkeitszüge. Railexperts ist ebenfalls im Bereich spezieller Eisenbahnfahrten tätig und betreibt zudem mit seinen fünfzehn Mitarbeitern eine Leitstelle für die Koordination der Verkehre von Güterbahnen. Eine Zusammenarbeit RailAdventure – Railexperts besteht bereits seit Gründung des Unternehmens durch Ruben Klarenbeek vor 12 Jahren.
Die Niederlande sind mit den Seehäfen nicht nur Zielland von neuen Schienenfahrzeugen, sondern nach RailAdventure-Aussage auch ein wichtiges Tor für Exporte von und nach Europa. Neben Spezialtransporten stehen auch Test- und Zulassungsfahrten mit neuen Zügen im Fokus der niederländischen Aktivitäten.
Mit der Lokomotive 9903 ist bereits eine erste Maschine im neuen Outfit auf niederländischen Gleisen unterwegs. RailAdventure setzt hier weiter auf die Strategie im Sinne der absoluten Neutralität und bedient sich Traktionsmitteln, die keinem aktuellen Hersteller oder aktueller Produktlinie eines Bahnindustriekunden zuzuordnen sind. RailAdventure erbringt zudem selbst keine Güter- oder Personenzugleistungen und tritt somit in keine Konkurrenzsituation zu anderen Eisenbahn-Verkehrsunternehmen. Neben dem Ziel absoluter Neutralität lässt auch die große notwendige Konzentration auf das komplexe Kerngeschäft keinen Raum für weitere Aktivitäten.
In den letzten zwölf Monaten hat RailAdventure mit dem französischen
Unternehmen Trackfer sowie dem britischen Unternehmen Hanson & Hall
bereits seine lokale Präsenz in für das Unternehmen wichtigen Märkten gestärkt und kann dort mit eigener Lizenz und eigenen Ressourcen produzieren.
Weiterhin im Alleineigentum von Ruben Klarenbeek steht die Assetgesellschaft RXP Tractie B.V., die Eigentümer diverser E- sowie Dieselloks ist. Die oben genannte Lok 9903 wurde von RXP Tractie an Railexperts veräußert.
RailAdventure, Marktführer für Spezialtransporte und Testfahrten mit neuen Zügen in Zentraleuropa, ist beim englischen Unternehmen Hanson & Hall Rail Services eingestiegen. Zeitgleich wurde der Kaufvertrag für acht Triebköpfe vom Typ Class 43 unterschrieben, welche zu Doppellokomotiven formiert das zukünftige Rückgrat für die innerbritischen Verkehre darstellen sollen.
Das Münchner Unternehmen war in den letzten Jahren maßgeblich an Lieferungen von neuen Fahrzeugflotten von in Kontinentaleuropa ansässigen Herstellerfirmen nach Großbritannien involviert. RailAdventure reagiert mit seiner nun auch starken lokalen Präsenz auf den Umstand, dass die meisten Fahrzeuglieferanten neuerdings Produktionswerke in Großbritannien betreiben und sich so lokale Bedarfe ergeben.
Das junge Unternehmen Hanson & Hall beschäftigt sich seit seiner Gründung vor drei Jahren ebenfalls mit Unterstützungsleistungen für die Bahnindustrie bzw. die britischen Betreiber. Im Rahmen seiner Expansionspläne für den britischen Markt war Hanson & Hall somit bevorzugter Partner für RailAdventure“. Das Unternehmen firmiert fortan unter dem Namen “Hanson & Hall Part of the RailAdventure Group”. Bisher produziert das Unternehmen mit zwei älteren Lokomotiven vom Typ Class 31 und Class 50, die zukünftig auch die Farben von RailAdventure fragen. Für die notwendige Erweiterung der lokalen Fahrzeugflotte setzt RailAdventure auf die bewährte Strategie im Sinne der absoluten Neutralität und bedient sich Lokomotiven, die keinem aktuellen Hersteller und heutigem Kunden zuzuordnen sind. So hat man sich für acht Triebköpfe der bewährten Serie Class 43 entschieden und diese von einem Leasingunternehmen erworben.
Aus sechs der Triebköpfe werden drei Doppellokomotiven gebildet. Zwei weitere Triebköpfe dienen als Ersatzteilspender. Die Class 43 waren mit einer Höchstgeschwindigkeit von 148 Meilen lange Zeit die schnellsten Diesellokomotiven der Welt und kamen mit bis zu 125 Meilen täglich im britischen „InterCity 125“-System zum Einsatz. Die Doppellokomotiven stehen für Ihre Dienste zukünftig primär am Standort London zur Verfügung, von wo aus direkter Zugang zu den Strecken ECML, MML, WCML, Southern und GWR möglich ist.
In den nächsten Monaten werden die Class 43 mit der sogenannten Translator-Technik ausgerüstet, welche die Ansteuerung elektropneumatischer Bremsen von geschleppten Triebzügen zulässt. Weiterhin werden Kupplungsadapterwagen vom Typ Habfis nach UK verlegt. Die ersten beiden Triebköpfe mit den Nummern 43480 und 43484 wurden bereits umlackiert und stehen nun für Einsätze zur Verfügung. Auch angedacht ist der Einsatz der schnellen Diesel-Triebköpfe als Zugfahrzeuge von Neubaufahrzeugen auf Testringen in Zentraleuropa.

Am 23.03.2021 wurden vier Vossloh Locomotives DE 18 (Fabriknummern 5502421, -22, -23 und -24) auf der Überführung gen Italien in Banteln südlich von Hannover gesichtet: drehscheibe-online.de/foren/read.php?004,9665970
Am gleichen Tag absolvierte 5502425 eine Werksprobefahrt in Kiel. In Italien befinden sich bereits 5502366, 5502414, 5502419 und -20 zur Inbetriebnahme.
Am 24.02.2021 trafen drei weitere Vossloh Locomotives DE 18 in Italien ein. Dem Vernehmen nach sind elf DE 18 für Italien geplant, eine erste Lok ist seit Sommer 2019 vor Ort.
Die am 22. Februar in Kiel gestartete Überführung organisierte RailAdventure und setzte dabei bis Braunschweig die firmeneigene DE 18 und südlich davon 111 210 ein. Ab Brenner bis zum Imateq-Stützpunkt in Rivalta Scrivia bespannte DB Cargo mit E-Lok 483 103 im Auftrag von RailAdventure den Lokzug.
