[ES] Renfe baut Kohle- in Getreidewaggons um

Die staatliche Güterbahn Renfe wird bis 2026 insgesamt 2,217 Mio. EUR in den Umbau von 90 Trichterwagen für Kohletransporte für Getreidetransporte investieren. Dabei erhalten die Waggons unter anderem eine Abdeckung zum Schutz vor Nässe. Die Maßnahme wird mit nicht genannten Beträgen durch EU (NextGenerationEU) und den spanischen Staat (Plan de Transformation, Récupération et Resiliencia) gefördert.

Die spanischen Häfen importierten im Jahr 2022 fast 17 Millionen Tonnen Getreide, wovon Renfe Mercancías mehr als 1,1 Millionen Tonnen transportierte.

Renfe: Intermodalwagen von Tatravagónka

Der Verwaltungsrat von Renfe Mercancías hat die Vergabe des Auftrags für die Lieferung von 149 Waggons an das slowakische Unternehmen Tatravagónka im Wert von 39,1 Mio. EUR brutto genehmigt. Die Vergabe, die in zwei Losen erfolgt, wurde nach einem verhandelten Ausschreibungsverfahren im Rahmen des Konjunkturprogramms der Europäischen Union – NextGenerationEU – durchgeführt, das mit 14,5 Mio. EUR einen Teil der Finanzierung übernimmt.

Natronlauge mit Captrain statt Renfe

Die wöchentlichen Züge mit Natronlauge in Normalspurwaggons zwischen dem INOVYN-Standort in Tavaux südöstlich von Dijon und dem Hafen von Barcelona haben seit Jahreswechsel einen neuen Traktionär südlich von Perpignan: Captrain España folgte auf Renfe Mercancías als Partne von Fret SNCF.

Tren de lejía en Vilanova del Vallès

Spanien: Neuverkehre Dezember 2023

Mit der Eröffnung der Neubaustrecke zur Umfahrung des Pajares-Passes begann Medway Anfang Dezember 2023 mit dem täglichen Transport von Coils zwischen dem Hafen von Gijón und Villadangos, zusätzlich zu den Verkehren, die Captrain seit einiger Zeit auf der herkömmlichen Strecke durchführt.

Nach einem ersten isolierten Test Mitte September 2023 ändert der Spediteur JSV Logistics das Ziel seiner wöchentlichen Verbindung zwischen Abroñigal und dem Hafen von Alicante, um die Frachten mit Renfe Mercancías in den Hafen von Barcelona zu senden. Mit dieser Änderung ist der Hafen von Alicante wieder ohne Schienengüterverkehr, während der Hafen von Barcelona seine zweite Verbindung für JSV erhält, nachdem im Februar wieder ein wöchentlicher Rundlauf mit Miranda de Ebro eingeführt wurde.

Renfe: EIB finanziert Euro 6000

Spaniens Renfe Mercancías erhält von der Europäischen Investitionsbank (EIB) 100 Mio. EUR für die Anschaffung von 24 neuen Elektrolokomotiven in iberischer und internationaler Spurweite. Renfe hat bereits einige Chargen des Auftrags für die Euro 6000-Maschinen erhalten, die im Stadler-Werk in Valencia hergestellt werden. Je zwölf der Loks sollen bis Ende 2025 auf den Mittelmeerkorridor und in Asturien eingesetzt werden.

Die Gesamtinvestition für die 24 Loks beläuft sich auf 212 Mio. EUR, von denen ein Teil – 15 Mio. EUR – bereits mit Mitteln im Rahmen des Aufbau-, Transformations- und Resilienzplans gefördert wurden. Die „flexiblen Konditionen“ des Darlehens der Europäischen Bank stehen im Einklang mit den langen Lieferzeiten des Rollmaterials und werden vom öffentlichen Betreiber sehr geschätzt, heißt es. Ebenso hofft die EIB, dass das Projekt positive Auswirkungen auf die Umwelt haben wird, indem es zur Verkehrsverlagerung in Bezug auf die Straße beiträgt.

Renfe reorganisiert Beteiligungen mit DB

Die spanische Staatsbahn Renfe reorganisiert seine Güterverkehrssparte und beendet die „Mischehe“ mit der Deutschen Bahn. Sie übernimmt die verbleibenden 14,55 % der Anteile an Pecovasa und verkauft ihre Beteiligung von 36,6 % an Semat.

Nach der Entscheidung für die italienisch-schweizerische Reederei MSC als künftigen Partner für die Frachttochter hat sich Renfe dafür entschieden, die Präsenz in den Unternehmen, an denen es eine Mehrheitsbeteiligung hält, auszubauen und sich von denjenigen zu trennen, die keinen strategischen Charakter haben. Die Veräußerung der Überkreuzbeteiligungen geht teilweise auf die Nationale Kommission für Märkte und Wettbewerb (CNMC) zurück, welche die Unternehmen aufforderte, diese Positionen aufzulösen, da es sich um konkurrierende Unternehmen handelt.

Tatsächlich wies der Ministerrat bereits 2012 auf die Notwendigkeit hin, diese Situation zu überprüfen. Daraufhin handelte Renfe mit der Deutschen Bahn und DB Cargo eine unverbindliche Absichtserklärung über die Bewertungen von Semat und Pecovasa aus. Die Pläne waren 2017 sehr weit fortgeschritten, aber das Vorhaben kam nie zustande.

Diesmal wurde es verwirklicht, mit dem Erwerb der Anteile der DB an dem auf den Transport von gebrauchten Kraftfahrzeugen auf der Schiene spezialisierten Unternehmen hält sie künftig 100 % an Pecovasa Renfe Mercancías. Mit dem Verkauf der Renfe-Beteiligung an Semat (Sociedad de Estudios y Explotación de Material Auxiliar de Transportes), dessen Hauptaufgabe die Lagerung und der Transport von Neufahrzeugen ist, wird dagegen Transfesa Logistics, das Schienengüterverkehrsunternehmen der Deutschen Bahn in Spanien, diesen Anteil übernehmen. Renfe Mercancías hält aber nach wie vor eine Minderheitsbeteiligung von 10,94 % an Transfesa.

Spanien: Güterverkehr geht zurück

Das Aufkommen im spanischen Schienengüterverkehr geht zurück. Dies geht aus einem Dossier der Nationalen Markt- und Wettbewerbskommission CNMC (Comisión Nacional de los Mercados y la Competencia) hervor.

Das Frachtaufkommen verbesserte sich gegenüber dem Vorquartal, war jedoch schlechter als im gleichen Quartal 2022, wobei die Indikatoren beförderte Nettotonnen und Nettotonnenkilometer um etwa 12-13 % zurückgingen. Der Marktanteil von Renfe Mercancías (in Tonnenkilometern) lag bei 46 %, nachdem er in diesem Quartal um 4 Prozentpunkte zurückgegangen war. Captrain und Continental Rail verzeichneten Anteile von 19 % bzw. 15 %.

Renfe Mercancías: MSC neuer Partner

Am 25.09.2023 hat der Vorstand der spanischen Staatsbahn Renfe nach Presseberichten eine Entscheidung für den neuen Partner bei der Güterbahn Renfe Mercancías getroffen: Die Reederei MSC soll mindestens 50 % an der defizitären Tochter sowie das Management des Unternehmens übernehmen. Nun steht noch die Genehmigung durch die Delegierte Kommission der Regierung für Wirtschaft (Comisión Delegada del Gobierno para Asuntos Económicos (CDGAE)) und anschließend durch den Ministerrat aus. Renfe Mercancías wies im Geschäftsjahr 2022 einen Verlust von 38 Mio. EUR aus.

Inoffizielle Quellen nennen einen Kaufpreis von mindestens 200 Mio. EUR. Um die Beteiligung hatten sich im ab April 2022 durchgeführten Verfahren außerdem CMA CGM und Maersk beworben.

MSC setzt somit seinen Bahn-Expansionskurs fort. Nach der Übernahme der staatlichen portugisischen Güterbahn, der Gründung von eigenen Bahngesellschaften in Italien und Belgien sowie geplanten Übernahmen von TX Logistik (100 %) sowie dem Vernehmen auch der ecco-rail (49 %) war jüngst bekannt geworden, dass sich MSC an der HHLA (inklusive Bahnoperator / EVU METRANS) beteiligen will.

Weiterer Barcelona-Madrid-Zug

Einen Monat nach der Einrichtung eines von der Suardiaz Logistics Group betriebenen und von Medway traktionierten Intermodalzuges zwischen Barcelona-Morrot und Madrid-Abroñigal folgte am 05.06.2023 eine weitere Linie. Diese verbindet Barcelona-Can Tunis und Madrid-Abroñigal und wird von Renfe Mercancías im Auftrag von TP Nova traktioniert.

Erste Breitspur-Euro 6000 für Renfe

Die ersten drei Stadler Euro 6000 (256 101 bis 103) mit iberischer Spurweite und Dreisystemfähigkeit (1,5 kV DC, 3 kV DC und 25 kV AC) für Renfe Mercancías haben das Herstellerwerk in Albuixech am 22.11.2022 für Testfahrten verlassen. Sie sind Teil einer Bestellung von 12 Loks durch die staatliche Güterbahn.

Ähnliche Loks hat Alpha Trains geordert und an Captrain, Continental Rail, Medway und Transfesa vermietet.