[RS] Belgrad – Subotica komplett in Betrieb

Am 03.10.2025 erfolgte in Anwesenheit des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić die Eröffnungsfahrt zwischen Novi Sad und Subotica, dem dritten und letzten Abschnitt der 183 km langen Hochgeschwindigkeitsstrecke. Am 08.10.2025 erfolgt die Aufnahme des regulären Betriebes.

Damit ist dann die gesamte, für 200 km/h ausgelegte zweigleisige Neubaustrecke zwischen Belgrad und Subotica nahe der ungarischen Grenze in Betrieb. Vor dreieinhalb Jahren wurde der Abschnitt zwischen Belgrad und Novi Sad eröffnet. Die Arbeiten begannen offiziell am 22.11.2021 am Bahnhof Novi Sad Ranžirna. Auftragnehmer war das chinesische Konsortium aus China Railway International und China Communications Construction Company.

[HR/RS] Neuer Intermodalzug Rijeka – Belgrad

Nelt Logistics vermeldet die Ankunft des ersten Intermodalzuges aus Rijeka im eigenen Terminal in Dobanovci nahe der serbischen Hauptstadt Belgrad. Ausgangspunkt war das neu eröffnete Terminal Rijeka Gateway, das von APM Terminals und ENNA Logic betrieben wird. ENNA Transport übernahm die Traktion des Zuges.

Foto: Nelt Group

[HR/RS] Maersk-Container erstmals via Ploče

Aufgrund der Überlastung der Häfen an der nördlichen Adria löschte das Containerschiff Contship Eco seine Ladung erstmals im Hafen von Ploče. Von dort aus organisiert ENNA Transport acht Züge mit jeweils 22 mit Maersk-Containern beladenen Waggons zum NELT-Terminal nahe Belgrad. Diese müssen Kroatien, die Föderation Bosnien und Herzegowina, die Republika Srpska und anschließend Kroatien passieren, um schließlich Serbien zu erreichen.

ENNA Transport ist seit 2017 in Ploče tätig und transportierte bislang nur Kohle in die Föderation Bosnien und Herzegowina. Die Intermodalzüge waren insofern für das Unternehmen auf dieser Relation eine Premiere.

[HR/RS] ENNA Transport vereinfacht Grenzverkehr

Zwei Unternehmen der ENNA-Gruppe verkürzen durch grenzüberschreitenden Personaleinsatz die Transitzeit zwischen Kroatien und Serbien: Am 04.09.2025, führten die Unternehmen ENNA Transport HR und ENNA Transport BGD am Bahnhof Tovarnik den ersten Zugwechsel mit Interoperabilität des Zugpersonals durch.

Bislang kamen kroatische Lokführer auf den Zügen nach / aus Belgrad bis zum / ab dem serbischen Grenzbahnhof Šid zum Einsatz. Neu ist es auch möglich, dass serbische Lokführer bis zum kroatischen Grenzbahnhof Tovarnik eingesetzt werden. Da Serbien kein EU-Mitglied ist mussten im Vorgriff zahlreiche Hürden genommen werden.

In der Praxis bedeutet dies, dass der Lokführer, der den Zug von Belgrad zum Bahnhof Šid fährt, während seiner Schicht genügend Zeit hat, eine Bremsprobe durchzuführen, an Zoll- und Polizeikontrollen sowie anderen vorgeschriebenen Maßnahmen teilzunehmen und anschließend nach Tovarnik weiterzufahren, wo der Zug von einem kroatischen Kollegen übernommen wird. Dies spart erheblich Zeit, da der kroatische Lokführer den Zug nicht mehr nach Šid fahren muss, um ihn in Empfang zu nehmen und vorzubereiten, sondern ihn direkt in Tovarnik übernimmt und zu seinem endgültigen Bestimmungsort weiterfährt.

Foto: ENNA Transport

[RS/HR] Rundlauferhöhung TransFER Belgrade–Rijeka 

Der TransFER Belgrade–Rijeka der ÖBB Rail Cargo Group (RCG) wird ab Herbst 2025 von zwei auf drei Rundläufe pro Woche erhöht – eine Reaktion auf die steigende Nachfrage am Westbalkan.

Der TransFER verknüpft den Container-Terminal Nelt bei Belgrad direkt mit dem Hafen Rijeka (Adriatic Gate Container Terminal (AGCT)), über den rund 70 % der Gütertransporte von und nach Serbien abgewickelt werden. Die Durchführung erfolgt in Eigentraktion.

[RS] Subotica – Novi Sad noch mit Mängeln?

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić hat am 24.06.2025 angekündigt, dass die Hochgeschwindigkeitsstrecke Subotica – Novi Sad bis Ende Juli 2025 für den Güterverkehr geöffnet und Ende August für den Personenverkehr geöffnet wird.

Sieben Führungskräfte des staatlichen Betreibers, darunter auch Wartungs- und Entwicklungsmanager, haben nach Angabe der politischen Wochenzeitung Radar ein Dokument unterzeichnet, das auf gravierende Mängel hinweist, die vor der Abfahrt des ersten Zuges behoben werden müssten. Zahlreiche, zum Teil verkehrsgefährdende Mängel an der neuen Bahnstrecke Novi Sad – Subotica seien noch nicht behoben, bestätigte der jüngste Bericht der Serbischen Arbeitsgruppe für Eisenbahninfrastruktur (IŽS) vom 19. Mai, der Radar vorlag. Inzwischen hatte die Regierung im Mai Vladimir Maksimović als kommissarischen Direktor des Staatsunternehmens IŽS entlassen.

In dem Bericht werden mehrfach Mängel an den Herzstücken und Zungen von Weichen erwähnt und darauf hingewiesen, dass auch die Stabilität der Gleisböschung beeinträchtigt sei. Im Fazit des Dokuments heißt es, die IŽS-Arbeitsgruppe habe den Auftragnehmer und den Bauleiter auf die festgestellten Unregelmäßigkeiten hingewiesen und insbesondere betont, dass diese bis spätestens 20. Juni behoben werden müssten, wenn die Eisenbahnstrecke Novi Sad – Subotica bzw. Kelebia tatsächlich am 7. Juli für den Verkehr freigegeben werden soll, wie es ursprünglich angekündigt worden war. Wahrscheinlich hat Vučić deshalb die Eröffnung der Strecke erneut verschoben, „für den Güterverkehr bis Ende Juli und für den Personenverkehr bis Ende August“.

[RS] Neue Chefs für Staatsbahnen

Die serbische Regierung hat die bisherigen Direktoren der beiden staatlichen Eisenbahnunternehmen Srbijavoz und Srbija Kargo am 18.06.2025 entlassen.

Nur ein Jahr saß somit Nataša Mlinar Ležaja auf dem „Chefsessel“ der Güterbahn – ihr folgte Dušan Đukić. Bei der Personenbahn ersetzte Ljubiša Pejičić den seit 2022 amtierenden Ivan Bulajić.