Stadler hat in Obersiebenbrunn bei Wien (AT) eine Werkhalle für Züge eröffnet. Der neue Standort spielt eine zentrale Rolle in der Instandhaltung von Hochgeschwindigkeitszügen sowie für die Auslieferung von sämtlichen Fahrzeugprojekten von Stadler.
Die neue Halle wurde als Erweiterung der bestehenden Anschlussbahn am Betriebsgelände der AGRANA in Obersiebenbrunn / Leopoldsdorf in Kooperation mit STRABAG errichtet und umfasst neben einer rund 225 Meter langen und etwa 4.600 m² großen Halle auch Büroräumlichkeiten sowie eine zusätzliche Zelthalle, welche als Lager genutzt wird.
Anfang Januar 2026 hat die BLS die Re 465 011 an Stadler Rail Bussnang verkauft. Dort wird sie für Überführungen genutzt. Am 23.03.2026 war die 1997 gelieferte Maschine erstmals im neuen Design im Einsatz.
Das Bundesgericht der Schweiz in Lausanne hat entschieden, dass der Stadler-Patron Peter Spuhler (67) mit einer Firmenkonstruktion für sein Luxus-Chalet in St. Moritz Steuern umgangen hat. Die Chesa Sül Spelm AG sei nicht gewerblich tätig gewesen, da die Liegenschaft einzig der Befriedigung der privaten Bedürfnisse des wirtschaftlich Berechtigten und ihm nahestehender Personen dient.
Spuhler hatte die 1870 vom Opel-Gründer Adam Opel erbaute „Villa Opel“ 2017 erworben und mindestens 15 Mio. EUR in Umbauten investiert. Die als Käufer auftretende Aktiengesellschaft hatte im Rahmen der Bauarbeiten zwischen 2018 und 2020 unrechtmäßig rund 865.000 CHF an Vorsteuerabzügen geltend gemacht.
Spuhler verteidigte das Vorgehen: Der Vorsteuerbezug sei ordnungsgemäss bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung angemeldet und ohne Rückfragen bzw. Anmerkungen ausbezahlt worden. Rund drei Jahre hatte die Verwaltung die Beträge zurückgefordert. Dem sei er umgehend nachgekommen.
Die nun vor dem Bundesgericht überprüfte Praxis der Steuerverwaltung ließe ihn als Steuerumgeher dastehen, so der Unternehmer in den Medien.
Sintflutartige Regenfälle forderten mehrere 100 Todesopfer in Ost-Spanien rund um die Hafenstadt Valencia. Wie Medien melden kann im Stadler-Werk noch gearbeitet werden, jedoch nicht im normalen Umfang. Wie groß die Auswirkungen auf die Produktion sind, könne aktuell noch nicht gesagt werden.
Auf der Innotrans 2024 haben Nexrail und Stadler ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Dieses sieht die Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Vermarktung von modernen Zweikraft- und Hybridloks für die Märkte in Europa und UK vor.
Nach Branchengerüchten gehört auch eine Stadler Euro9000 mit Pantograf und Batterie zu den Plänen.
Stadler und Alpha Trains unterzeichneten einen Full-Service-Vertrag über die komplette Instandhaltung aller im Jahr 2023 bestellten Euro9000 von Stadler.
Von links nach rechts: Andreas Näf (Head of Sales Stadler Service AG), Vincent Pouyet (Managing Director Locomotives Alpha Trains). Foto: Alpha Trains
Die Deutsche Bahn (DB), Stadler und sein Engineering-Joint-Venture AngelStar haben erstmals ohne Einbindung des Lok-Herstellers Lokomotiven für das europäische Zugsicherungssystem ETCS ertüchtigt. Den Umbau hat seinerzeit Uwe Adam in Eisenach im Auftrag von Stadler durchgeführt.
Zwei Bombardier TRAXX AC2 der DB Cargo gehen nach ihrer Umrüstung nun mit dem ETCS-Zugsicherungssystem GUARDIA Baseline 3.4.0 wieder in den Einsatz – allerdings vorerst nur mit Zulassung in Deutschland. Es ist die erste Nachrüstung von DB-Loks der Baureihe 185.2 mit dem ETCS-System von Stadler.
Kapazitäten der Hersteller gelten bei der ETCS-Nachrüstung als einer der Engpässe. Die jetzt gelungene ETCS-Umrüstung ohne Beteiligung des Fahrzeugherstellers erschließt dafür neue Kapazitäten, sie trägt nach DB-Einschätzung deshalb maßgeblich zu einem schnelleren ETCS-Rollout in Deutschland bei.
Bisher war Stadler vor allem mit Nachrüstungsaufträgen bei eigenen Fahrzeugen vertraut. Den ersten Nachrüstungsauftrag mit GUARDIA erhielt Stadler im Jahr 2020 von dem niederländischen Bahnbetreiber Arriva. Die 34 FLIRT-Fahrzeuge werden teilweise auch für den grenzüberschreitenden Verkehr in den Niederlanden, in Belgien und in Deutschland eingesetzt.
Stadler und die Müller Technologie AG haben einen Vertrag für die Nachrüstung von Rangierloks des Typs Aeam 841 mit dem ETCS-Zugssicherungssystem GUARDIA unterschrieben. Für Stadler ist dies der erste Auftrag dieser Art in der Schweiz.
Zunächst sollen fünf aus SBB Aem 841 umgebaute Loks ausgerüstet werden – es besteht eine Option von bis zu zehn Loks. Die Umsetzung und Einbau mit Baseline 3.6.0 erfolgen zwischen 2023 und 2025. Müller Technologie baut die Maschinen aktuell von reinen Dieselloks zu Hybridfahrzeugen um, wodurch eine Umschaltung zwischen Fahrleitungs-, Diesel- und Batteriebetrieb ermöglicht wird.
Der Verwaltungsrat hat per 01.01.2023 Markus Bernsteiner (55) zum neuen Group CEO von Stadler berufen. Peter Spuhler konzentriert sich künftig wieder auf das Amt des exekutiven Verwaltungsratspräsidenten.
Die grossen operativen Herausforderungen und das starke Unternehmenswachstum der letzten Jahre hatten Peter Spuhler nach Auskunft von Stadler im Frühjahr 2020 gezwungen, als Group CEO a.i. wieder die operative Führung zu übernehmen. Trotz der Covid-Pandemie und der globalen wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen in den letzten zwei Jahren, sei es dem Führungsteam von Stadler gelungen, die operative Performance des Unternehmens zu stärken und weiterzuentwickeln.
Bernsteiner ist aktuell stellvertretender Group CEO von Stadler, Executive Vice President der Division Schweiz und leitet die Werke in Bussnang und St. Margrethen als CEO. Er ist seit 1999 für Stadler tätig. Als CEO führte er zunächst das Werk in Bussnang, dann Altenrhein sowie St. Margrethen, und hatte ab 2018 interimistisch auch die Verantwortung für das Werk in Berlin inne. 2014 war er für die Gründung der Division Components verantwortlich, in der alle internen Zulieferwerke erfolgreich unter einer Führung integriert wurden. Vor seiner Laufbahn bei Stadler war Markus Bernsteiner für die Bühler AG und die Benninger AG tätig.