Nach Berichten in der kroatischen Presse sind von den ursprünglich fünf nur noch zwei Bieter für den aktuellen Versuch der Privatisierung der HŽ Cargo verblieben:
Die SŽ EP Logistika bietet jedoch nur 10 % des geschätzten Wertes der staatlichen privaten Güterbahn und verlangt unter anderem die Beilegung aller laufenden Rechtsstreitigkeiten vor der Übenahme, die Bezuschussung des Güterverkehres auf der „Lika-Bahn“ Oštarije / Ogulin – Knin – Split / Šibenik / Zadar sowie Zahlungen für Ausfälle während Bauarbeiten.
Der Mitbewerber Railtrans International (RTI) schlägt hingegen die Gründung eines 50-50-Joint Ventures für die Bearbeitung von ausländischen Märkten bei Beibehaltung einer kroatischen Eigentümerschaft im Heimatland vor.
Ein erster Versuch zur Restrukturierung des Unternehmens mit nachfolgender Übernahme von 75 % der Gesellschafteranteile durch die rumänischen Güterbahn Grup Feroviar Român (GFR) wurde Anfang 2014 abgebrochen, da die Rumänen keine gültigen Darlehensgarantien vorlegten und der von ihnen vorgeschlagene Vertrag nicht den Vorgaben der Ausschreibung gerecht wurde. Einen wiederholt drohenden Konkurs seiner Güterbahn konnte der Eigentümer nur mittels außerplanmäßigen finanziellen Engagements abwenden. Privatisierungsansätze mit PKP CARGO und OT Logistics blieben ebenfalls erfolglos.