Ein neues Automobilwerk nahe Berlin hat auch Auswirkungen auf die Häfen von Rostock und Königs Wusterhausen. Das Tesla-Werk Grünheide will im Juli 2021 die Produktion aufnehmen und pro Jahr bis zu 500.000 Fahrzeuge produzieren können.
So entsteht im Rostocker Seehafen ein neues Autoterminal für den Neuwagen-Export nach Skandinavien und das Baltikum. Die Autolink-Gruppe will ab Mitte 2021 dort u.a. Tesla- und BMW-Pkw umschlagen. Eine fast 80 Fußballfelder große Fläche in der Nähe des Fähr- und RoRo-Terminals wird dafür an das Schienennetz angeschlossen und auch straßenseitig über eine eigene Zufahrt zu erreichen sein. Im August 2020 wurde dafür die früher von der S-Bahn bediente Station Rostock Seehafen Nord zurückgebaut. Anstelle dessen entstand bis März 2021 der Neubau der Gleise 601 und 602 zur Fahrzeugverladung.
Ebenfalls wird der Hafen Königs Wusterhausen (KW) für Tesla als Umschlagplatz zwischen Schienen- und Straßenverkehr dienen. Hier sollen z. B. Reifen und Lenkräder in Containern per Zug aus Hamburg ankommen und dann per Straße in das 16 km entfernte Grünheide gelangen. Dafür wird hier gerade ein zweites Terminal gebaut, ein drittes Terminal soll auf der Südseite des Hafens entstehen. Mit der Inbetriebnahme des Tesla-Werks in Grünheide ist mit einer signifikanten Zunahme der Verkehre zu rechnen. Die Wasseranbindung des Hafens wird für das Geschäft mit Tesla dagegen voraussichtlich keine Rolle spielen. Bereits jetzt betreibt METRANS eine Zugverbindung zwischen Hamburg und Königs Wusterhausen.


Fotos aus Rostock auf https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?003,9662141