Am 05.05.2021 fand eine kurzfristig anberaumte Veranstaltung zur Wiedereröffnung der Strecke Vacha – Unterbreizbach statt. DE 2700-01 der Holzlogistik und Güterbahn (HLG) beförderte zehn Doppelwagen von Innofreight mit Salzwassertanks für das K+S-Kaliwerk Werra nach Vacha – der erste Zug nach 21 Jahren.
Die 1952 gebaute Strecke war von der privaten Regiobahn Thüringen (RbT) übernommen worden, die sie nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr für 700.000 Euro ausbaute. Unter anderem wurde ein Hangrutsch beseitigt, weitere Investitionen sollen in den kommenden Jahren folgen, wobei insbesondere die Bahnübergänge in Vacha für rund eine Million Euro erneuert werden müssen. Die Strecke wird vorerst nur von Güterzügen im Auftrag von K+S befahren um Waggons in Vacha abzustellen oder in der dortigen Außenstelle des Waggonwerk Brühl instand zu setzen. Perspektivisch sollen auch Güterzüge fahren, um die Bahnstrecke nach Gerstungen entlasten.
Die Bahnstrecke war nach der deutschen Teilung als „Erster sozialistischer Bahnbau“ errichtet worden, weil das damalige DDR-Kaliwerk Unterbreizbach nach der Teilung nur noch auf Gleisen durch die Bundesrepublik zu erreichen war. Der Abschnitt entstand in nur 90 Tagen. Personenverkehr gab es nur von 1954 bis 1956.

