Am Morgen des 23.03.2022 stand für mehrere Stunden in großen Teilen Deutschlands der Schienengüterverkehr still. Auslöser war die Meldung des Bahnstromnetzbetreibers DB Energie, dass Wartungsarbeiten in verschiedenen Kraftwerken und ein anschließender Kraftwerksausfall zu einer Unterversorgung des Stromnetzes führten. Ein Zusammenbruch des Stromnetzes konnte dem Vernehmen nach nur knapp vermieden werden.
Um über die Last-Spitze der morgendlichen Hauptverkehrszeit (HVZ) zu kommen, wurden Güterzüge gezielt „abgestellt“, auf der Seite stehende Züge blieben länger stehen.
Der Verband Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) forderte eine unabhängige Prüfung des Vorfalls. Sollte zudem zutreffen, dass einseitig Güterverkehre angehalten wurden, will das NEE die Bundesnetzagentur (BNetzA) einschalten.


