Cosco: Rijeka statt Piräus

Aufgrund des durch die Überschwemmungen Anfang September 2023 beeinträchtigten griechischen Schienennetzes hat Cosco Probleme, den griechischen Hafen Piräus zu nutzen, so dass sich das chinesische Logistikunternehmen nach einer Alternative umsehen musste. Cosco und seine Tochtergesellschaften transportieren deswegen gegenwärtig die Container ins kroatische Rijeka.

Die Güter werden ab dem Adriahafen teils in Lkw, teils in Güterzügen zu Zielen wie Budapest weitertransportiert. Diese Lösung wurde bereits 2015 angewandt, als während der Flüchtlingskrise auf dem Balkan der griechisch-nordmazedonische Grenzübergang Idomeni – Gevgelija geschlossen wurde.

Davon betroffen sind aktuell rund vierzehn Güterzüge pro Tag auf der Relation Balkan – Mitteleuropa. Die griechische Eisenbahngesellschaft OSE hofft, dass sich die Situation noch im Herbst etwas verbessern wird, wenn Griechenlands Nord-Süd-Strecke auf einem Gleis mit Dieseltraktion für Güterzüge wieder in Betrieb geht.

Laut Panagiotis Terezakis, CEO der OSE, wird das griechische Eisenbahnnetz voraussichtlich erst im Jahr 2025 wieder voll zur Verfügung stehen, da öffentliche Aufträge vergeben werden müssen. Die Kosten für den Wiederaufbau beschädigter Abschnitte werden auf ca. 180 Mio. EUR geschätzt.

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