Mit Schulden von mehr als 4 Mrd. RON (ca. 800 Mio. EUR) soll CFR Marfă geschlossen und an seiner Stelle ein neues Unternehmen mit gemischtem Kapital – staatlich und privat – als Carpatica Feroviar gegründet werden. CFR Marfă wird ein halbes Jahr lang parallel zum neuen Unternehmen tätig sein, ab 2025 wird dann nur noch Carpatica Feroviar auf dem Markt sein.
Das rumänische Ministerium für Verkehr und Infrastruktur organisierte Anfang März 2024 eine öffentliche Debatte über den Entwurf eines Regierungsbeschlusses über die Gründung von Carpatica Feroviar. Gemäß dem Entwurf soll das Unternehmen die rechtliche Verpflichtung haben, die strategischen Transporte des rumänischen Staates sicherzustellen und das Risiko abfedern, dass private Transportunternehmen sich weigern, bestimmte Eisenbahntransporte durchzuführen, oder falls diese nicht in der Lage sind, solche Transporte in Krisensituationen zu übernehmen.
Carpatica Feroviar soll zunächst über das volle Staatskapital verfügen, mit der Absicht, innerhalb eines Zeithorizonts von ein bis zwei Jahren an der Börse notiert zu werden. Es wird 2024 ein Unternehmen gegründet werden, das mit 3.300 Mitarbeitern in etwa die gleiche Unternehmensgröße wie CFR Marfă heute haben wird. Es ist keine dominierende Rolle vorgesehen, aber ein Marktanteil von etwa 30 %.

