Die in Bochum ansässige Hector Rail GmbH wächst und kündigt für das jüngst abgeschlossene Geschäftsjahr 2021 nach drei Jahren mit Verlust wieder schwarze Zahlen an. Ende 2021 hatte das Unternehmen zwei E-Loks erworben, der Zuwachs beim Personal wird aktuell fortgesetzt.
Im Geschäftsjahr 2020 hat die Hector Rail GmbH in Bochum einen Verlust ausweisen müssen. Dies offenbart der am 22.02.2022 im Bundesanzeiger publizierte Jahresabschluss des Unternehmens.
Die in 2020 pandemiebedingt rückläufige gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland führte zu einer insgesamt leicht gesunkenen Transportnachfrage. Die Hector Rail GmbH konnte den Großteil ihrer Transportverträge verlängern oder durch Neuabschlüsse eines vergleichbaren Auftrages ersetzen. Die Anzahl der Hin- und Rücktransporte im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich auf 3.100, was einem Anstieg um 200 bzw. 6,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, wohin gegen die Transportkilometer um 5,1 % auf 2,231 Mio. zurückgingen.
Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2020 betrug 29,088 Mio. EUR, was einem Anstieg von 3,0 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den Ausbau des Geschäfts im Grenzüberschreitenden Verkehr zurückzuführen. Die um 760 Tsd. gesunkenen Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren im Wesentlichen aus im Zuge der ganzjährigen Trassenpreisförderung gesunkenen Infrastrukturkosten und geringeren Energiekosten. Der Personalaufwand belief msich in 2020 auf 7,631 Mio. EUR und liegt damit 1,380 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Neueinstellungen von internen Triebfahrzeugführern und administrativen Mitarbeitern zurückzuführen.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) belief sich 2020 auf -1,501 Mio. EUR (Vorjahr -0,350 Mio. EUR). Nach Zinsen und Steuern ergab sich ein Jahresfehlbetrag von -0,815 Mio. EUR (Vorjahr -0,352 Mio. EUR). Damit wurde die Prognose des vorhergehenden Lageberichtes nicht getroffen. Die negative Abweichung resultiert im Wesentlichen aus wirtschaftlichen Entwicklungen in Zusammenhang mit dem zweiten Lockdown sowie den Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Umfinanzierung, diese war ursprünglich für Anfang 2021 geplant.
Aufbauend auf den gesamtwirtschaftlichen Erwartungen für die Folgemonate und den nicht planbaren Unwägbarkeiten der Covid-19 Pandemie erwartet das Unternehmen für das Jahr 2021 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von ungefähr -0,850 Mio. EUR.
Im Geschäftsjahr 2020 wurden im Durchschnitt 116 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 92 Mitarbeiter.

