[RO] Streit über Netzzugang: Stoica verklagt den Staat

Der Streit um den Netzzugang zu Serviceinfrastrukturen im Bahnhof Palas in Constanța geht nach Berichten in rumänischen Medien in eine neue Runde:

Im Oktober 2023 entschied der Nationale Aufsichtsrat für den Eisenbahnbereich (Consiliul Naţional de Supraveghere din Domeniul Feroviar (CNSDF)) nach einer Beschwerde von CFR Marfă, dass die beiden zur Grampet-Gruppe von Gruia Stoica zählenden Unternehmen Grup Feroviar Român (GFR) und Trans Expedition Feroviar (TEF) diskriminierungsfreien Zugang zu den Serviceinfrastrukturen in Palas gewähren müsse.

Im Juli 2024 verhängten CNSDF und Wettbewerbsrat (Consiliului Concurenței) daraufhin eine Geldbuße in Höhe von 3,49 Mio. RON (0,69 Mio. EUR) gegen die GFR, weil das Unternehmen die von der nationalen Regulierungsbehörde auferlegten Maßnahmen nicht eingehalten hatte.

GFR legte daraufhin Berufung beim Berufungsgericht ein, die jedoch im Juli 2025 als unbegründet abgewiesen wurde. Der Antrag auf Nebenintervention im Interesse des Beklagten, der von CFR Marfă eingereicht worden war, wurde zugelassen aber die Verhandlung aufgrund des Streiks der mit der Sonderrentenreform unzufriedenen Richter ausgesetzt.

GFR und TEF verklagen nun Wettbewerbs- und Eisenbahnrat vor dem Obersten Kassations- und Gerichtshof (Înalta Curte de Casație și Justiție (ICCJ)). Gegenstand des Verfahrens 6445/2/2023 ist die „Nichtigerklärung von Rechtsakten zur Wettbewerbsregulierung (Beihilfekomponente, Wettbewerbskomponente)“. Einen ersten Termin für die Verhandlung hat der ICCJ noch nicht festgelegt.

Constanța-Palas [RO]

[RO] Constanța: Weitere Gleissanierungen

Der staatliche rumänische Infrsatrukturbetreiber CFR, die Verwaltung der Seehäfen von Constanța (Administrația Porturilor Maritime Constanța (CN APM)) und diverse Hafenbetriebe haben am 27.10.2025 die weitere Sanierung von ausgewählten Zulauf- und Hafengleisen beschlossen und fünf Baugenehmigungen erteilt. Die Umsetzung soll in den kommenden zwei Jahren erfolgen.

[AT] Elektrifizierung Mattersburger Bahn beginnt

Nach dem Start der Vorarbeiten für die Elektrifizierung im Juni 2025 begannen die ÖBB im Oktober mit den Hauptarbeiten zur Elektrifizierung der Mattersburger Bahn bis zur Grenze bei Loipersbach-Schattendorf, die Ende 2027 abgeschlossen sein sollen. Auf der 31,8 km langen Strecke zwischen Wiener Neustadt Hbf und Sopron/Ödenburg werden für 143 Mio. EUR auch die Gleise und Bahnhöfe modernisiert und eine Reihe von Bahnübergängen beseitigt und durch Unterführungen ersetzt. Zwischen Wiener Neustadt und Katzelsdorf wird ein zweites Gleis und beim Bahnhof Loipersbach-Schattendorf ein Ausweichgleis errichtet. Um die Elektrifizierung umsetzen zu können, müssen auch die Talbrücken in Wiesen-Sigleß und Mattersburg leicht modifiziert werden.

https://openrailwaymap.org/?style=standard&lat=47.735746999999854&lon=16.4089311&zoom=12

Es kommt dabei zu Streckenstreckensperrungen. Während der Phase, die von Anfang Oktober bis Ende November 2025 dauert, wird mit der Gründung der Fundamente für die Fahrleitungsmasten begonnen, in dieser Zeit verkehren die Züge nur eingeschränkt. Vom 9. Februar bis zum 12. Dezember 2026 gibt es dann eine durchgehende Streckensperrung, die Personenzüge werden währenddessen durch Busse ersetzt.

Die Strecke ist eine der ältesten Eisenbahnstrecken in Österreich. Sie wurde zur Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie durch die „Wien-Raaber Bahn“ errichtet und am 20.08.1847 für den Personenverkehr eröffnet. Sie war damals nach der Strecke Budapest – Vác die zweite Eisenbahnstrecke im Königreich Ungarn.

Obwohl es bereits seit Jahren intensive Überlegungen gibt, die Strecke zu elektrifizieren, verzögerten die verschiedenen Stromsysteme der ÖBB (15 kV 16,7 Hz ~) und der GySEV (25 kV 50 Hz ~) und die Uneinigkeit darüber, wo der Systemwechsel erfolgen sollte, die Planungen. Vor 20 Jahren sollte der Systemwechsel unmittelbar nach der Staatsgrenze und die Wiedererrichtung des ehemaligen Bahnhofs Wiesen-Sigleß zu einem Kreuzungsbahnhof erfolgen, doch die Umsetzung des Projekts wurde 2009 auf unbestimmte Zeit verschoben.

[AT] Gleislückenschluss in Wien

Der Gleislückenschluss im ecoplus Wirtschaftspark IZ NÖ-Süd ist fertiggestellt: Nach knapp vier Monaten Bauzeit verbindet die neue Trasse seit 20.10.2025 die ecoplus Anschlussbahn direkt mit dem Gleis der Wiener Lokalbahnen (WLB). Güterzüge können nun ohne Umwege von rund 15 Kilometer direkt zum Stahlgroßhändler Frankstahl fahren.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 1,3 Mo. EUR. Das Projekt wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) gefördert und im Rahmen des Programms für die Unterstützung des Ausbaus von Anschlussbahnen sowie von Umschlagsanlagen des Intermodalen Verkehrs durch die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG) abgewickelt.

v.on link: ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki, LH-Stellvertreter Udo Landbauer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Guntramsdorf Robert Weber und Roman Divoky, Logistikleiter Frankstahl. Foto: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung

[SE] Akiem eröffnet Werkstatt in Borlänge

Akiem gibt die offizielle Eröffnung seines neuen Wartungsstandorts im schwedischen Borlänge am 22.10.2025 bekannt. Die 600 m² große Werkstatt verfügt über Büroräume und zwei Gleise mit Gruben Gruben. Sie wird von Akiem Maintenance & Services (AMS) betrieben und ergänzt die etablierte Präsenz in Hallsberg.

Foto: Akiem

[NO] Mehr Geld für Verkehr im Haushalt 2026

In Übereinstimmung mit den fachlichen Empfehlungen der norwegischen Eisenbahnbehörde Jernbanedirektoratet schlägt die Regierung vor, die Mittel für Instandhaltung und Erneuerung im nächsten Jahr um eine Milliarde NOK (85 Mio. EUR) aufzustocken.

Es ist vorgesehen, 2026 insgesamt 102,1 Mrd. NOK (8,71 Mrd. EUR) für den Verkehrssektor bereitzustellen: 50,4 Mrd. NOK (4,30 Mrd. EUR) für Straßen, 35,7 Mrd. NOK (3,05 EUR) für die Eisenbahn, 7,1 Mrd. NOK (610 Mio. EUR) für städtische Gebiete und 4,9 Mrd. NOK (420 Mio. EUR) für den Luftverkehr. Im Eisenbahnsektor sollen 7,5 Mrd. NOK (640 Mio. EUR) für Betrieb und Instandhaltung bzw. 7,9 Mrd. NOK (670 Mio. EUR) für Erneuerung und kleinere Investitionen eingeplant werden. Insgesamt handelt es sich um eine Aufstockung um 1 NOK (85 Mio. EUR) oder 7 % gegenüber dem ausgeglichenen Haushalt 2025.

[DK] Mehr Geld für Bahnprojekte

Um die Umsetzung von laufenden Projekte zu unterstützen, hat die dänische Regierung beschlossen, zusätzlich zu den derzeit im Infrastrukturplan 2035 vorgesehenen Mitteln weitere 1,1 Mrd. DKK (150 Mio. EUR) bereitzustellen. Dabei handelt es sich um den Ausbau und die Geschwindigkeitssteigerung bei Ringsted und die „Vereinfachung“ des Kopenhagener Hauptbahnhofs.

Darüber hinaus hat die Regierung beschlossen, 2,7 Mrd. DKK (360 Mio. EUR) bereitzustellen, um die Fertigstellung eines Programms zur Erneuerung von Signaltechnik sicherzustellen. Dieses umfasste zunächst Maßnahmen auf der S-Bahn-Kopenhagen, in Mittel- und Westjütland, auf dem Hauptnetz nördlich von Aarhus sowie auf Strecken auf Seeland und Falster. Mit der neuen Finanzuierung soll eine landesweite Umsetzung auf dem restlichen Teil des „Hauptnetzes“ erfolgen.

[DE] Millionenförderung für Standort Zeitz

Der Standort Industriepark Zeitz erhielt am 16.10.2025 Zuwendungsbescheide für Millionenförderungen durch Wirtschaftsminister Sven Schulze:

  • 16,4 Mio. EUR für die Sicherung und Ertüchtigung der Bahninfrastruktur
  • 11,2 Mio. EUR aus dem 432 Mio. EUR umfassenden Strukturwandel-Budget des Burgenlandkreises. Damit soll zur Ermöglichung von Neuansiedlungen eine unsanierte Fläche von 15,5 Hektar im Industriepark erschlossen werden.
  • 2,1 Mio. EUR aus dem STARK-Programm, das personelle Unterstützung bei der Umsetzung von Strukturwandelprojekten am Standort sichert
Foto: Stadt Zeitz

[IT] Förderung für Erweiterung in Bologna

Die Europäische Kommission hat gemäß den EU-Beihilfevorschriften eine italienische Beihilfemaßnahme in Höhe von 24,5 Mio. EUR zum Ausbau eines multimodalen Güterterminals in der Nähe von Bologna am 02.10.2025 genehmigt.

Der inländische Güterverkehr auf der Schiene liegt in der Region Emilia-Romagna deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Die Eröffnung des Brenner-Basistunnels wird den Güterverkehr auf der Schiene in diesem Gebiet nach 2030 erheblich steigern. Im Rahmen des Projekts wird die bestehende multimodale Plattform in Interporto Bologna bis Ende 2026 um fünf neue, 750 m lange Gleise erweitert und die Plattform um etwa 80.000 m² vergrößert. Begünstigter der Maßnahme ist Interporto Bologna, das die bestehende Infrastruktur betreibt. Der Terminal liegt am Schnittpunkt dreier TEN-T-Korridore und gilt als strategisch wichtige Eisenbahninfrastruktur auf nationaler Ebene.