Die neue Werkstatt von Siemens Mobility in Hallsberg nimmt langsam Formen an.

Die neue Werkstatt von Siemens Mobility in Hallsberg nimmt langsam Formen an.

Die Bundesregierung will bis 2027 88 Mrd. EUR in Ausbau und Modernisierung der Deutschen Bahn stecken. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage des Linke-Abgeordneten Victor Perli hervor, die der Deutschen Presse-Agentur (DPA) vorliegt. Allerdings ist erst knapp die Hälfte, 43. Mrd. EUR, im Finanzplan einkalkuliert. Der von der Bahn bezifferte Restbedarf von 45 Mrd. EUR soll „soweit finanziell darstellbar“ bis 2027 auch gedeckt werden, u. a. aus einer Erhöhung der LKW-Maut. Die Finanzierung ist Gegenstand des laufenden Haushaltsverfahrens und noch nicht beschlossen.
Perli forderte, dass diese milliardenschwere Investitionsoffensive sofort eingeleitet werden müsse, wenn die Ampelkoalition sich nicht still und heimlich von ihrem Koalitionsversprechen, den Personenverkehr bis 2030 zu verdoppeln und ein Viertel Güterverkehr auf die Schiene zu bringen, verabschieden will. Die Bahn solle vor allem in ländlicheren Regionen attraktiver und zu einer Alternative zum Pkw werden, dies sei wichtiger als teure Prestigeprojekte wie „Stuttgart 21“.
Ein Entwurf der Bundesregierung für den Haushalt 2024 und die mittelfristige Finanzplanung liegt bisher nicht vor. Auch der Termin für die Kabinettsbefassung mit dem Haushaltsentwurf wurde inzwischen verschoben, er könnte nun im Juli erfolgen, ein Datum gibt es aber bislang nicht.
Die Investitionen für die Schiene werden auch immer noch verzerrt dargestellt. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gibt vor, mehr in die Schiene zu investieren, während jedoch die Planungskosten für Straßen aus den Investitionskosten herausgerechnet werden, werden diese bei der Schiene mit eingerechnet. Dies wurde auch vom Bundesrechnungshof kritisiert.
Die Einführung des neuen Abrechnungssystems Trasse der DB Netz soll zum 01.09.2023 erfolgen, um weitere externe Rahmenbedingungen bei der Ausgestaltung berücksichtigen zu können.
Die mit der Kundeninformation vom 24.11.2022 bereitgestellten Dateien unterliegen keinen weiteren Änderungen. Dieses neue Datenformat wird im Monat Oktober mit den Abrechnungsdaten des Monats September zur Verfügung gestellt. Das Rechnungslayout ändert sich mit Einführung des neuen Abrechnungssystems und wird erstmalig mit der Rechnung des Monats September 2023 im Oktober 2023 an die Kunden versendet.
Weitere Informationen auf den Seiten der DB: www.dbnetze.com/infrastruktur-de/Kundeninformationen/2023-KW20-Verschiebung-AC-Trasse-10638038
Im Nachgang zum Zugunglück von Evangelismos haben der französische Verkehrsminister Clément Beaune und der griechische Interimsminister für Infrastruktur und Verkehr Giorgios Gerapetritis am 08.05.2023 in Athen ein Abkommen zum Transfer von Eisenbahn Know-how unterzeichnet. Es dient der Verhinderung von Unfällen, Haftungsfragen, Organisation und Überwachung von Sicherheitsfragen, Aus- und Weiterbildung des Personals, Organisation von Verkehrsleitstellen und den Aufbau einer Unfallkommission. Dies entspricht den meisten organisatorischen Punkten, die in den Gutachten zu dem Unfall als dringend verbesserungswürdig bezeichnet wurden.
Aider la #Grèce à améliorer son réseau ferroviaire : c’est l’objet de la déclaration que je viens de signer avec mon homologue G. Gerapetritis.
— Clement Beaune (@CBeaune) May 8, 2023
👉🏻 Deux mois après la pire catastrophe ferroviaire que la Grèce ait connue, la France se tient aux côtés de son alliée, concrètement. pic.twitter.com/VzLA2fmWzN
Beim „Black Forest Terminal“ (BFT) in Horb will das Empfinger Schotterwerk Gfrörer das Containerterminal erweitern und dort mit Radladern auch Schotter, Boden und Sand umschlagen. Dazu soll in der an der Strecke 4880 Freudenstadt Hbf – Eutingen im Gäu gelegenen Awanst Horb-Altheim Heiligenfeld am Streckenende des Industriegleises eine 200 m Ladekante gebaut werden.
https://www.openrailwaymap.org/?style=standard&lat=48.46429965838565&lon=8.66548240184784&zoom=17
Die 1,2 ha große Fläche muss noch an die Höhe des bestehenden Gleises angepasst werden, die Zu- und Abfahrt ist über die Ausfahrt der Industriestraße geplant. Das Ziel ist die Verlagerung von Langstreckentransporten vom Lkw auf die Schiene.
Die Zanders Logistic hat laut DB den Gleisanschluss in Bergisch Gladbach aufgekündigt und in einer Verzichtserklärung dem Rückbau des Anschlussgleises zugestimmt. Damit endet auch die Ära der Stadt als Güterbahnhof, alle sechs Gütergleise werden verschwinden. Außerdem verliert mit dem Abbau der Sicherungstechnik der Kreisel am Driescher Kreuz, der von der Anschlussbahn gekreuzt wird, mit den 23 Ampeln, 14 Schranken und Lautsprechern seine bauliche Besonderheit.
https://www.openrailwaymap.org/?style=standard&lat=50.9890570464752&lon=7.124199271202087&zoom=17
Die Papierfabrik Zanders hat die Stadt Bergisch Gladbach und deren Entwicklung über fast zwei Jahrhunderte geprägt. Das Werkgelände liegt mit einer Größe von 37 ha in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadtzentrum. Nach zwei Insolvenzen 2018 und 2021 wurde die Papierfabrik Zanders zum 01.05.2021 schließlich geschlossen.
Das Syndicat Ferroviaire du Livradois-Forez (SFLF) als Eigentümer der 149 km langen Strecke Pont-de-Dore – Darsac, auf dessen Infrastruktur die Combrail-Verkehre im letzten Jahr aufgrund des schlechten Streckenzustands eingestellt wurden, hat nun vom französischen Staat 400.000 EUR als Zuschuss zur lokalen Investitionsförderung erhalten. SFLF wird dazu 100.000 EUR aus eigenen Mitteln hinzufügen. Auf diese Weise können Schwellen und Schotter ausgetauscht und die Entwässerung verbessert werden. Die Wiederherstellung des 11 km langen Abschnitts eröffnet auch wieder Möglichkeiten für Holz- und anderen Güterverkehr auf dem SFLF-Netz. Die im Juni startenden Renovierungsarbeiten wurden an ETF-Eurovia Travaux Ferroviaires vergeben und werden voraussichtlich drei Monate dauern.
Der von Combrail eingestellte Güterverkehr zwischen der Papierfabrik Giroux und dem CELTA-Werk in Courpière soll damit bis Ende des Jahres wieder auf die Schiene zurückkehren. Seit der Stilllegung wurden 2.000 Lkw-Fahrten zwischen den beiden Werken mit 38.000 t Papier und Pappe durchgeführt. Da Combrail nach Einstellung des Verkehrs in Liquidation ging und mittlerweile nicht mehr existiert, wird erwartet, dass in Kürze ein neuer Betreiber ernannt wird. Neues Rollmaterial wird auch benötigt, da die bisher eingesetzten Güterwagen in schlechtem Zustand waren und verschrottet wurden, die beiden BB 71000 wurden dagegen an die Chemin de Fer Touristique de la Vendée verkauft.

Vom 17. bis 27.10.2023 wird aufgrund von Bauarbeiten auf deutscher Seite der grenzüberschreitende Verkehr im Abschnitt Pirna – Děčín [CZ] komplett eingestellt. Seit dem Hochwasser von 2002 ist dies die größte Einschränkung auf der Strecke über Schöna. Während der Personenverkehr durch Busse ersetzt wird, müssen sich die Schienengüterverkehrsunternehmen andere Routen suchen, was weiträumige Umleitungen bedeutet. Bauarbeiten im Elbtal gibt es jedes Jahr, eine Sperrung dafür war jedoch immer nur auf einige Tage, nicht auf zehn Tage begrenzt.
ČD Cargo bereitet sich auf Umleitungen über Rumburk/Rumburg, Cheb/Eger und Furth im Wald vor, Metrans plant über Schirnding sowie im Transit durch Polen über Horka – Lichkov/Lichtenau. In allen Fällen ist eine Diesellok nötig, und es kann maximal 75 % der normalen Kapazität abgefahren werden. Metrans sagt, es sei nicht der richtige Zeitpunkt, wenn die Sperrung genau dann erfolgt, in der die Nachfrage für grenzüberschreitende Transporte am höchsten ist.
Die Sperrung zeigt das Fehlen alternativer Trassen zur Eisenbahn durch das Elbtal. Es ist der einzige Grenzübergang zur Tschechischen Republik, über den elektrische Züge fahren können. Das Fehlen eines zweiten leistungsfähigen Grenzübergangs wird seit langem moniert. Das Problem soll durch eine Modernisierung der Strecke von Plzeň/Pilsen nach Domažlice/Taus und weiter nach Bayern gelöst werden. Es wird aber hauptsächlich auf tschechischer Seite vorbereitet, auf deutscher Seite geht es mit dem Ausbau nicht so recht voran. Die Elektrifizierung der Strecken über Bad Brambach oder Rumburg ist derzeit gar nicht absehbar.
