[DE] DB-Bilanz 2025 präsentiert

Die Deutsche Bahn hat 2025 operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Umsatz ist um drei Prozent auf rund 27 Milliarden Euro gestiegen, das bereinigte EBIT hat sich um 630 Millionen Euro auf +297 Millionen Euro verbessert. Unter dem Strich bleibt das Jahresergebnis nach Steuern jedoch mit –2,3 Milliarden Euro negativ. Unter Einbeziehung der Effekte aus dem Schenker‑Verkauf ergibt sich ein Jahresüberschuss von 5,3 Milliarden Euro. Alle Geschäftsfelder – mit Ausnahme von DB Cargo – erzielten 2025 ein positives operatives Ergebnis.

DB Cargo verbuchte 2025 teils deutliche Leistungs- und Umsatzrückgänge. Das operative Ergebnis verbesserte sich auch durch Sanierungsmaßnahmen um 350 Millionen Euro. Es blieb aber noch leicht negativ. DB Cargo muss 2026 einen Sanierungsplan mit sehr harten Einschnitten konsequent umsetzen.

Beförderte Güter in Mio. tVerkehrsleistung 1) in Mio. tkm
2016277,494.698
2017271,092.651
2018255,588.237
2019232,085.005
2020213,178.670
2021226,584.850
2022222,384.468
2023197,674.458
2024179,868.545
2025165,258.531

1) Abgerechnete Leistung (Tariftonnenkilometer)

DB InfraGO verzeichnete mit 10 Millionen Euro ein leicht positives operatives Ergebnis (Vorjahr: 267 Millionen Euro). Unter anderem führten höhere Personalaufwendungen und investitionsbedingt gestiegene Abschreibungen zu zusätzlichen Belastungen. Die Betriebsleistung auf dem stark befahrenen Schienennetz blieb 2025 mit 1,1 Milliarden Trassenkilometer auf Vorjahresniveau.

Die DB erwartet für das Gesamtjahr 2026 schrittweise weitere Verbesserungen. Der Konzernumsatz soll auf ungefähr 28 Milliarden Euro steigen, das operative Konzernergebnis auf etwa 600 Millionen Euro.

[DE] DB: CFO Dohm abberufen

Die Deutsche Bahn und die erst seit Dezember 2025 amtierende Finanzvorständin Karin Dohm beenden ihre Zusammenarbeit einvernehmlich. Das teilte der Konzern in einer Pressemitteilung am 26.03.2026 mit.

Die Entscheidung stehe ausdrücklich nicht im Zusammenhang mit den zuletzt öffentlich diskutierten Vorwürfen und Mutmaßungen, hieß es. Der Aufsichtsrat habe sich damit eingehend befasst und sehe keinen Anlass für einen Vertrauensentzug. Es gebe keine Zweifel an Dohms fachlicher Qualifikation, Integrität oder ordnungsgemäßer Amtsführung.

In der Begründung wies die Bahn stattdessen auf unterschiedliche Vorstellungen über die künftige Ausgestaltung ihrer Position sowie auf zentrale Differenzen bei Fragen der Unternehmensentwicklung hin.

[DE] DB und GDL erzielen Einigung

In der Nacht zum 27.02.2026 haben die DB AG und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) eine Einigung erzielt – am Verhandlungstisch und ohne Streiks.

DB und GDL verständigten sich auf eine Steigerung der Gehälter in zwei Schritten um insgesamt 5 Prozent. Zusätzlich wird es weitere Anpassungen in der Entgeltstruktur geben, die individuell wirken. Dazu gehört etwa die Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe und die gezielte Erhöhung von Entgelt und Zulagen für operative Personale. Die Mitarbeitenden erhalten darüber hinaus eine Einmalzahlung von 700 Euro. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 24 Monate, daran schließt sich eine dreimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht bis zum 31.03.2028 an.

Die Einigung im Überblick:

  • 5 Prozent mehr Gehalt: 2,5 % zum 01.08.2026, 2,5 % zum 01.08.2027
  • Zusätzliche Anpassungen in der Entgeltstruktur, die individuell wirken. Das sind zum Beispiel:
    o Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe zum 01.08.2026 (ab 35 Jahren im Unternehmen)
    o Gezielte Erhöhung von Entgelt und Zulagen für operative Personale zum 01.12.2026
  • 700 Euro Einmalzahlung im April 2026
  • 24 Monate Laufzeit (01.01.2026 bis 31.12.2027), anschließend dreimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht bis 31.03.2028
  • Kompromisse zur gemeinsamen Handhabung des Tarifeinheitsgesetzes (Laufzeit bis 31.12.2030)
    o Unabhängiges, notarielles Zählverfahren zur Bestimmung der gewerkschaftlichen Mehrheiten in den Betrieben vereinbart
    o Bestimmte tarifvertragliche Regelungen können ab 01.01.2027 (Entgelttabelle) bzw. 01.01.2028 (Zulagen, Arbeitszeitvolumen) für Gewerkschaftsmitglieder auch in den Betrieben der drei Eisenbahnverkehrsunternehmen zur Anwendung kommen, in denen die jeweils andere Gewerkschaft die Mehrheit hat. Nicht davon umfasst sind insbesondere Regelungen, die die konkrete Einsatzplanung betreffen, um die Personaldisposition in den Betrieben einheitlich zu gewährleisten.
    o Schlichtungsvereinbarung bis Ende 2030 abgeschlossen

[DE] DB: Finanzvorstand nach drei Monaten gefeuert

Deutsche Bahn trennt sich einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge nach nur drei Monaten von Finanzvorständin Karin Dohm. Wie die „SZ“ berichtet, soll die Abberufung auf einer Sitzung des Aufsichtsrats im März beschlossen werden. Die Entscheidung stehe aber fest.

Dohm soll der Zeitung zufolge als Finanzvorständin zahlreiche Menschen gegen sich aufgebracht haben, darunter auch Politiker und Arbeitnehmervertreter. Unter anderem soll sie sich demnach immer wieder mit anderen Führungskräften wegen Kleinigkeiten angelegt haben. Bahnchefin Evelyn Palla habe daher die Reißleine gezogen. Die Bahn äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Thema.

Dohm ist erst seit Anfang Dezember Finanzvorstand bei der Bahn. Zuvor war sie Finanzchefin bei der Baumarktkette Hornbach.

[DE] DB legt GDL erstes Angebot vor

In den laufenden Tarifverhandlungen hat die Deutsche Bahn (DB) der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) heute ein erstes Angebot vorgelegt. Es sieht Lohnerhöhungen von in Summe 6 Prozent vor: Die Tabellenentgelte sollen in zwei Schritten um 3,8 Prozent steigen, zusätzlich steht ein Budget von 2,2 Prozent für Strukturanpassungen zur Verfügung – dazu gehört zum Beispiel die geforderte Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe. Neben einer Einmalzahlung von 400 Euro enthält das DB-Angebot auch konkrete Vorschläge, um die Anwendung des Tarifeinheitsgesetzes gemeinsam zu gestalten. Die Laufzeit soll 30 Monate betragen.

[DE] Neue Aufsichtsräte für DB AG

In der Sitzung des Bundeskabinetts der Bundesrepublik Deutschland am 04.02.2026 wurde der Vorschlag des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) für eine neue Besetzung der Anteilseignerbank im Aufsichtsrat der Deutsche Bahn AG gebilligt.

Damit setzt Bundesminister Patrick Schnieder die geplante Neuausrichtung des Aufsichtsrates der DB AG um. „Namhafte Persönlichkeiten aus der Wirtschaft“ konnten neu für den Aufsichtsrat gewonnen werden:

Dr. Christoph Franz, Vizepräsident des Verwaltungsrats der Zürich Insurance Group AG, kann für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat auf seine langjährigen Erfahrungen in verschiedenen Management- und Verwaltungsratspositionen in Unternehmen wie der Deutsche Bahn AG, Deutsche Lufthansa AG und der Roche Holding zurückgreifen.

Birgit Bohle, aktuell Vorständin der Deutsche Telekom AG, war früher ebenfalls in führender Position in der Deutschen Bahn AG tätig. In ihre Zeit als Geschäfts­führerin bei der DB Vertrieb GmbH fällt der Ausbau der Digitalisierung von Ticket­käufen vor allem über die App „DB Navigator“. Als Vorstandsvorsitzende hat sie die DB Fernverkehr AG geführt.

Elisabeth Lepique ist Rechtsanwältin und Steuerberaterin. Als langjährige Managing Partnerin der Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat sie das Unternehmen als internationalisierter Volldienstleister am Markt positioniert. Sie wird das Gremium mit ihrer langjährigen Expertise im Gesellschafts- und Steuerrecht in öffentlichen Unternehmen bereichern.

Zusammen mit Dr. Immo Querner und Daniela Mattheus, die dem Aufsichtsrat bereits angehören, besteht dann die Hälfte der Anteilseignervertreter aus „erfahrenen Führungspersönlichkeiten der deutschen Wirtschaft“.

Darüber hinaus haben auch die Regierungsfraktionen des Deutschen Bundestages wie bereits in den vergangenen Legislaturperioden drei Vertretungen für das Gremium benannt. Björn Simon MdB, Uwe Schmidt MdB und Sebastian Brehm ziehen als „Verkehrs- und Haushaltsexperten“ in das Kontrollgremium ein.

Die Personalentscheidungen werden mit Wirkung zum 01.03.2026 durch einen Hauptversammlungsbeschluss vollzogen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Staatssekretär a.D. Werner Gatzer, sowie die Staatssekretärin im BMV, Frau Dr. Claudia Stutz, bleiben dem Gremium erhalten.

[DE] DB und GDL vertagen sich auf 9. Februar

In den laufenden Tarifverhandlungen haben sich die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) nach zweitägigen Gesprächen vertagt. Da die Zielvorstellungen beider Seiten noch weit auseinanderliegen, hat die DB zum jetzigen Zeitpunkt noch kein formales Angebot vorgelegt. 

Die Tarifverhandlungen gehen am 9. Februar weiter und sind auf fünf Tage angesetzt. Bis 28.2. gilt Friedenspflicht, Streiks sind so lange ausgeschlossen.

[DE] DB und GDL setzen Tarifverhandlungen fort

Die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben ihre Tarifverhandlungen wie geplant fortgesetzt. Beim zweiten Gesprächstermin im Berliner Hauptbahnhof haben die Tarifpartner einen Einstieg in die komplexen Themen gefunden. Insgesamt geht es um 40 verschiedene Forderungen der GDL.

Am 28. und 29. Januar gehen die Verhandlungen in Berlin weiter. Insgesamt haben DB und GDL 14 Verhandlungstage im Januar und Februar vereinbart. Bis 28. Februar gilt Friedenspflicht, Streiks sind so lange ausgeschlossen.

[DE] DB und GDL starten Tarifverhandlungen

Am 08.01.2026 starten die Tarifverhandlungen der DB mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Die aktuellen Tarifverträge laufen am 31.12.2025 aus. Danach folgt eine festgelegte zweimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht. In dieser Zeit soll ein Abschluss erreicht werden.

Folgende Verhandlungstermine sind aktuell vereinbart, alle finden in Berlin statt – insgesamt 14 Tage in zwei Monaten:

  • 8. Januar 2026
  • 22. Januar 2026
  • 28. bis 29. Januar 2026
  • 9. bis 13. Februar 2026
  • 23. bis 27. Februar 2026

Die Tarifverträge der GDL gelten für rund fünf Prozent der DB-Mitarbeiter, das heißt für rund 10.000 Mitarbeitende. Hintergrund: Seit 2021 setzt die DB das Tarifeinheitsgesetz (TEG) um. Das bedeutet: In einem Betrieb gelten qua Gesetz nur noch die Tarifverträge einer Gewerkschaft. Und zwar der Gewerkschaft, die in dem jeweiligen Betrieb die meisten Mitglieder hat. Die DB hat insgesamt rund 300 Betriebe, in 19 davon hat die GDL die Mehrheit.

Grundsätzlich tarifiert die GDL aktuell für die Bereiche Lokfahrdienst, Zugbegleitdienst, Bordgastronomie, Rangierdienst / Zugvorbereitung, Disponent, betriebsnahe Fahrzeuginstandhaltung sowie allgemeine Aufgaben. Das betrifft Mitarbeiter in Geschäftsfeldern DB Regio, DB Fernverkehr und DB Cargo.