[SI] ETCS-Ausrüstung für zwei Strecken

In diesem Jahr wurde die ETCS-Einführung auf den Eisenbahnstrecken Dobova – Zidani Most und Pragersko – Maribor – Šentilj mit einer Gesamtlänge von etwa 90 km abgeschlossen. Das Projekt wurde in mehreren Phasen ab 2017 durchgeführt. Der Gesamtwert der durchgeführten Arbeiten beläuft sich auf 22,5 Mio. EUR, davon wurden 6 Mio. EUR aus europäischen Mitteln im Rahmen des Instruments für die Integration Europas finanziert.

Foto: Direkcija Republike Slovenije za infrastrukturo

[DE] Zeitz: Fördermittel für DRE / BRE

Das Land Sachsen-Anhalt stellt der Deutschen Regionaleisenbahn GmbH (DRE) und deren Tochter, der Bayerische Regionaleisenbahn GmbH (BRE), in diesem Jahr insgesamt 251.000 EUR Fördermittel für die Sanierung von Gleisen und Weichen bereit.

Mit Hilfe der Landesförderung sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Firmen am Chemie- und Industriepark Zeitz ihre Produkttransporte auch künftig über die Schiene abwickeln können.

Die DRE das Fördergeld (101.000 EUR), um im Rahmen der Instandsetzung des Oberbaus am Streckenabschnitt Rackith-Pretzsch die Gleisanlagen zu sanieren und mehrere hundert Schwellen auszuwechseln. Die BRE will mit der finanziellen Unterstützung (50.000 EUR) am Bahnhof Tröglitz Gleise und Weichen sanieren sowie alte Schwellen durch neue ersetzen.

Der Standort Industriepark Zeitz erhielt bereits am 16.10.2025 Zuwendungsbescheide für Millionenförderungen.

[AT] Gleislückenschluss in Wien

Der Gleislückenschluss im ecoplus Wirtschaftspark IZ NÖ-Süd ist fertiggestellt: Nach knapp vier Monaten Bauzeit verbindet die neue Trasse seit 20.10.2025 die ecoplus Anschlussbahn direkt mit dem Gleis der Wiener Lokalbahnen (WLB). Güterzüge können nun ohne Umwege von rund 15 Kilometer direkt zum Stahlgroßhändler Frankstahl fahren.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 1,3 Mo. EUR. Das Projekt wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) gefördert und im Rahmen des Programms für die Unterstützung des Ausbaus von Anschlussbahnen sowie von Umschlagsanlagen des Intermodalen Verkehrs durch die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG) abgewickelt.

v.on link: ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki, LH-Stellvertreter Udo Landbauer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Guntramsdorf Robert Weber und Roman Divoky, Logistikleiter Frankstahl. Foto: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung

[DE] Millionenförderung für Standort Zeitz

Der Standort Industriepark Zeitz erhielt am 16.10.2025 Zuwendungsbescheide für Millionenförderungen durch Wirtschaftsminister Sven Schulze:

  • 16,4 Mio. EUR für die Sicherung und Ertüchtigung der Bahninfrastruktur
  • 11,2 Mio. EUR aus dem 432 Mio. EUR umfassenden Strukturwandel-Budget des Burgenlandkreises. Damit soll zur Ermöglichung von Neuansiedlungen eine unsanierte Fläche von 15,5 Hektar im Industriepark erschlossen werden.
  • 2,1 Mio. EUR aus dem STARK-Programm, das personelle Unterstützung bei der Umsetzung von Strukturwandelprojekten am Standort sichert
Foto: Stadt Zeitz

[IT] Förderung für Erweiterung in Bologna

Die Europäische Kommission hat gemäß den EU-Beihilfevorschriften eine italienische Beihilfemaßnahme in Höhe von 24,5 Mio. EUR zum Ausbau eines multimodalen Güterterminals in der Nähe von Bologna am 02.10.2025 genehmigt.

Der inländische Güterverkehr auf der Schiene liegt in der Region Emilia-Romagna deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Die Eröffnung des Brenner-Basistunnels wird den Güterverkehr auf der Schiene in diesem Gebiet nach 2030 erheblich steigern. Im Rahmen des Projekts wird die bestehende multimodale Plattform in Interporto Bologna bis Ende 2026 um fünf neue, 750 m lange Gleise erweitert und die Plattform um etwa 80.000 m² vergrößert. Begünstigter der Maßnahme ist Interporto Bologna, das die bestehende Infrastruktur betreibt. Der Terminal liegt am Schnittpunkt dreier TEN-T-Korridore und gilt als strategisch wichtige Eisenbahninfrastruktur auf nationaler Ebene.

[PL] LTG ordert Taschenwagen bei Kolowag

Auf der Messe Trako 2025 haben LTG Cargo Polska und Kolowag einen Vertrag über die Lieferung von 72 Taschenwagen (vermutlich Sdggmrss) abgeschlossen. Die polnische Güterbahn hat dafür eine Förderung über 7 Mio. EUR erhalten und plant den Einsatz der Fahrzeuge auf der bereits bestehenden Route Kaunas – Łódź – Duisburg, Die Auslieferung soll Ende 2025 und Anfang 2026 erfolgen.

LTG Cargo Polska beschäftigt derzeit 130 Mitarbeiter und betreibt 28 Loks sowie 350 Waggons für das regelspurige Schienennetz.

Foto: LTG Cargo Polska

[CH] Rola-Transporte sollen auf der Schiene bleiben

Die Rollende Landstrasse (Rola) wird in der Schweiz im Dezember 2025 eingestellt. Der Bund hat vor diesem Hintergrund entschieden, nächstes Jahr einen Teil der ursprünglich für die Rola vorgesehenen Betriebsbeiträge für den UKV einzusetzen. Insgesamt hat der Bundesrat beim Parlament im Rahmen des Voranschlags für das kommende Jahr 59 Mio. CHF zur Förderung des alpenquerenden Verkehrs beantragt. Damit stehen dem UKV nächstes Jahr mehr Mittel zur Verfügung als 2025.

Der grösste Teil desd Betrages wird im nächsten Jahr für Betriebsabgeltungen für den herkömmlichen UKV verwendet. Zusätzlich will das Bundesamt für Verkehr (BAV) die Schweiz die Güter, die zurzeit noch mit der Rola transportiert werden, möglichst vollständig und so rasch wie möglich in den UKV überführen. Deshalb sieht das BAV vor, Transporte, die nachweislich von der Rola kommen, mit einem zusätzlichen Beitrag von 25 CHF pro Sendung zu fördern. Diese ausserordentliche Massnahme im Sinne einer Anschubfinanzierung ist befristet auf die Jahre 2026 und 2027. Eine weitere Verlagerung auf die Strasse soll damit verhindert werden.

Operateure, die von dieser „Rola-Prämie“»“ profitieren wollen, sind aufgefordert, dies dem BAV bis am 12.09.2025 zu melden. Das BAV wird mit ihnen bis Ende Jahr klären, in welcher Form die entsprechenden Nachweise für Verlagerungen von der Rola zum UKV erbracht werden können.

[DE] Weniger Förderung für Einzelwagenverkehre

Im kommenden Fahrplanjahr 2025/2026 werden die Fördersätze für die Förderlinie 1 (Bedienungen) der Einzelwagenverkehrs-Betriebskostenförderung (EWV-BK) des Bundes um 25 % je Stufe reduziert. Dies gab das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) nach der Abstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) bekannt.