[PT] Portugal begrenzt Erhöhung der Trassenpreise

Für Güterverkehrsunternehmen in Portugal werden die Trassenpreise begrenzt. Der staatliche Infrastrukturbetreiber Infraestruturas de Portugal (IP) veröffentlichte jetzt eine aktualisierte Version der Netzübersicht für 2025, 2026 und 2027, basierend auf einer Studie der „Verkehrs- und Mobilitätsbehörde“ (Autoridade da Mobilidade e dos Transportes; AMT).

https://servicos.infraestruturasdeportugal.pt/sites/default/files/2nd%20Addenda%20Network%20Statement%202026.pdf

Die sanfteren Preiserhöhungen beantworten die Bedenken der Frachtunternehmen hinsichtlich ihrer Geschäftsfähigkeit und des Wettbewerbs mit dem Straßengüterverkehr. Ohne Intervention würden die Unternehmen mit einem Anstieg der Gebühren um 6,93 % im Jahr 2026, 6,37 % im Jahr 2027 und 5,49 % im Jahr 2028 konfrontiert sein.

Die Associação Portuguesa de Empresas Ferroviárias (APEF; Portugiesischer Verband der Eisenbahngesellschaften) hatte Anfang Februar 2026 die Regierung gebeten, die Güterverkehrsbetreiber für sechs Monate von der Zahlung einer Nutzungsgebühr als Entschädigung für die durch den Sturm Kristin verursachten Schäden an der Infrastruktur zu befreien. Dies entspräche einer Summe, die einen Einnahmeverlust von 4,5 bis 5 Mio. EUR für IP bedeuten würde. Medway und Captrain sagten, sie hätten mehr als 200 Züge unterdrücken müssen und dass „der Schaden bemerkenswert ist“. Es wurde auch die schwache Widerstandsfähigkeit der Eisenbahninfrastruktur in Portugal beklagt, da Stürme immer häufiger werden und es kritische Punkte im Netz gibt, die zyklisch geschlossen sind.

Im vergangenen Jahr beschlossen die EVU angesichts der Erhöhung der Nutzungsgebühr durch IP um 25,6 % im Januar 2025, die Zahlung zurückzuhalten, bis eine Entscheidung der Regierung vorliegt, die drei Monate zuvor die Erhöhung auf 2,9 % begrenzt hatte.

[ES] Captrain kehrt nach Llano de la Granja zurück

Ein Jahr nach dem letzten Zug der Renfe mit Stahlcoils aus dem Hafen Huelva sind wieder Coils nach Llano de la Granja zur Verarveitung bei Siderúrgica Balboa gelangt. Die aktuelle Lieferung kam mit Captrain vom Triagem da Siderurgia Nacional in Portugal mit Waggonmaterial von Tramesa Steel.

Für die Kombination Captrain+Tramesa war dies der fünfte Zug auf der Linie, jedoch die erste Leistung seit drei Jahren.

[ES/PT] Medway wieder ab Katalonien

Der von Medway traktionierte Intermodalzug Zaragoza-PLAZA – São Martinho hat drei Jahre nach der Einstellung der wöchentlichen Durchbindung bis Barcelona wieder eine Antenne aus Katalonien: Neu wird seit 17.03.2025 ab Constantí gefahren.

[PT] Sturm Martinho führt zu Ausfällen

In Portugal herrscht wegen Regen und Sturmböen Alarmbereitschaft. Am 19.03.2025 führte der als „Tiefdruckgebiet Martinho“ bekannte Sturm mit starkem Regen und Winden von mehr als 120 Stundenkilometern zu mehr als 400 Zwischenfällen im Land und mindestens einem Schwerverletzten.

Die ungünstigen Witterungsbedingungen haben zu verschiedenen Verkehrsbeschränkungen auf dem Eisenbahnnetz geführt.

[PT] Captrain: Nunes folgt auf Fonseca

Captrain Portugal (ex Takargo Rail) hat einen neue Geschäftsführer: Carlos Nunes wird das Amt ab 14.04.2025 übernehmen und verfügt über 35 Jahre Erfahrung im Bahnbereich. Der Elektroingenieur arbeitete bei ABB bzw. ADtranz im Bereich Fahrzeuge und Infrastruktur und war später Geschäftsführer der Fergrupo als Tochter des spanische n Baukonzerns COMSA.

Sein seit März 2016 amtierender Vorgänger Álvaro Fonseca hatte das Amt bereits am 13.01.2025 niedergelegt und ist nun COO bei AVAN, dem Verwalter der Hochgeschwindigkeitszugkonzessionen in Portugal.

[PT] Kommission genehmigt Fördermittel

Die Europäische Kommission hat nach den EU-Beihilfevorschriften eine bis 2029 laufende portugiesische Beihilferegelung in Höhe von insgesamt 45 Mio. EUR genehmigt, mit der Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden soll.

Im Rahmen der Regelung wird die Beihilfe in Form von direkten Zuschüssen gewährt. Die Regelung steht Eisenbahnunternehmen offen, die von der portugiesischen Mobilitäts- und Verkehrsbehörde zur Erbringung von Schienengüterverkehrsdiensten auf der bestehenden öffentlichen Eisenbahninfrastruktur in Portugal zugelassen sind. Die Höhe der Förderung richtet sich nach den externen Kosten (d. h. Umweltkosten wie CO2-Emissionen und Luftverschmutzung sowie sozioökonomische Kosten wie Staus, Unfälle und Lärmbelästigung), die durch den Schienenverkehr im Vergleich zum Straßengüterverkehr vermieden werden können.