[RO] GFR und TRC an die Kandare genommen

Aufgrund von Schulden bei CFR SA wurde der Zugbetrieb von Grup Feroviar Român (GFR) und Tim Rail Cargo (TRC) ab dem 03.03.2026 eingeschränkt, um sie zur Zahlung der angesammelten Schulden von Infrastrukturnutzungsentgelten (Tariful de Utilizare a Infrastructurii; TUI) zu bewegen.

In einem internen Telegramm vom Generaldirektor der Companiei Naționale de Căi Frate CFR SA, Ion Simu-Alexandru, wurden die Abteilungsleiter der acht regionalen Zweige des Infrastrukturverwalters angewiesen, aufgrund der Nichtzahlung ausstehender TUI-Beträge ab dem 03.03.2026 um 00:01 restriktive Maßnahmen zu ergreifen, für die beiden Unternehmen keine zusätzlichen Trassen zu genehmigen (Gesetz 4/1/N 570 vom 26.02.2026 GFR; Gesetz 4/1/N 571 vom 26.02.2026 TRC).

Folglich können die beiden privaten Güterverkehrsbetreiber die bereits abgeschlossenen Verträge anbieten, aber sie können keine Ergänzung der Strecken beantragen, falls sie neue Verträge erhalten. Die Einschränkung bedeutet kein vollständiges Netzzugangsverbot, sondern nur eine Begrenzung im Vergleich zur bereits von den Fahrplänen zugewiesenen Kapazität.

Es ist nicht das erste Mal, dass CFR SA es unternimmt, Rückstände auf diese Weise wieder hereinzuholen, das letzte Mal war es Ende Januar 2026, als nicht weniger als 13 Güter-EVU auf der „schwarzen Liste“ standen. GFR und TRC waren ebenfalls dabei und wurden jetzt wieder „rückfällig“.

[RO] Rail Operations wird zu Rail&Sea Traction

Die Rail&Sea-Gruppe führt ihre EVU-Aktivitäten in den Ländern Kroatien, Slowenien, Österreich, Deutschland und Rumänien unter dem Namen Rail&Sea Traction zusammen. Mit 23.02.2026 wurde die in Bukarest ansässige Tochtergesellschaft Rail Operations S.R.L. in Rail&Sea Traction S.R.L. umfirmiert.

Neben Rangier-Aktivitäten in der Bukowina und Arad werden Ganzzüge vor allem in den Segmenten Forst- und Papier sowie Agrar und Konsum traktioniert.

[NL/RO] LTE mit Stahl ab Beverwijk

Am 15.01.2026 hat LTE den ersten Stahlzug ab Beverwijk (Tata Steel) bespannt. Ziel der Premierenleistung war der Anschluss von Bamesa Oțel in Robanesti [RO]. Die Leistung verkehrt alle 3 Wochen und ersetzt teilweise bislang im Einzelwagenverkehr abgewickelte Fahrten.

Neben DB Cargo sind mit Stahl aus Beverwijk auch Rail Force One (RFO) und ČD Cargo (erste Meile bis Amsterdam per Schiff) aktiv.

[RO] Railpool-Vectron MS für PSP Cargo

Dier PSP Cargo Group mietet neu eine E-Lok des Typs Siemens Vectron MS A01. 6193 193 kommt grenzüberschreitend im Rahmen der Verkehre Venlo – Oradea für CargoBeamer / Routier Transport zum Einsatz.

Die Privatbahn war bereits vor dem Neuzugang Kunde bei Railpool, gemietet wird außerdem eine E-Lok des Typs Vectron AC.

Foto: PSP Cargo Group

[DE/HU/RO] Helrom: Umleiter kosten Kapazität

Wegen den Sperrungen auf dem Abschnitt Nürnberg – Passau müssen die Helrom-Züge von Düsseldorf nach Győr sowie Arad temporär via Freilassing / Salzburg geführt werden. Für den Zugoperateur ist dies mit Einschränkungen bei der Zuglänge verbunden: Statt 40 Trailer / 20 Doppelwagen sind während der Umleitungen nur 34 Trailer / 17 Doppelwagen möglich.

[RO] GFR-Großaufträge in Gefahr

Die Ermittlungen gegen Cristian Rădulescu als ehemaligen Geschäftsführer der Grup Feroviar Român (GFR) könnte den rumänischen Marktführer Großaufträge kosten. So zitieren rumänische Medien Quellen aus dem Transport- und Energiesektor, nach denen die Mineralölkonzerne OMV und Rompetrol die Kündigung oder Aussetzung der bestehenden Eisenbahntransportverträge mit der GFR aufgrund des Verstoßes gegen die in den Verhaltenskodizes der Konzerne festgelegten Integritätsrichtlinien prüfen.

[RO] GFR: Spătaru ersetzt Rădulescu

Florin Spătaru ist neuer Geschäftsführer der Grup Feroviar Român (GFR) und ersetzt den unter Korruktionsverdacht geratenen Cristian Rădulescu.

Spătaru ist seit Dezember 2025 für die Grampet-Gruppe tätig und war dort bislang Vorsitzender des Aufsichtsrats von REVA Simeria und Mitglied des Aufsichtsrats der GFR. Der ehemalige Marineoffizier war über 25 Jahre in leitenden Funktionen im Schiffbau tätig, 2021 bis 2023 Wirtschaftsminister sowie bis Juni 2025 Berater von Premierminister Ilie Bolojan.