In Rumänien verkehren Güterzüge nur mit einer Geschwindigkeit von 15–16 km/h im Durchschnitt und sind somit dreimal langsamer als Personenzüge. Die für Kunden unattraktive Beförderungsdauer habe zu einer Abwanderung auf die Straße geführt. Für die Schiene bedeute das in den letzten fünf Jahren -25 % Aufkommen, erklärte Simona Istrate, Vorsitzende des Arbeitgeberverbands der privaten Schienengüterverkehrsunternehmen, im Gespräch mit HotNews.
Die rumänische Tochter der CER CARGO hat am 07.05.2026 die erste Traktionsleistung erbracht. Weitere Details zu dem Kesselwagenzug teilte die CER România Cargo nicht.
Aktuell kommt der Siemens Vectron Dual Mode 248 500 bei der Grup Feroviar Român (GFR) zum Einsatz. Ein Bild findet sich auf facebook.com. Die Test- und Zulassungsfahrten erfolgen auf dem Abschnitt Buftea – Brazi, der bereits öfters für diese Zwecke genutzt wurde.
Die rumänische Güterbahn setzt bereits fünf Smartron des gleichen Herstellers ein.
30 Jahre nach der Gründung der vor allem mit Flüssiggas und Kraftstoffen handelnden Bulmarket Group in Bulgarien hat die Gruppe die Carrieraktivitäten im März 2026 in die Danube Rail Group (DRG) überführt. Dabei dient die nahe des Firmensitzes in Russe (Русе) fließende Donau (Danube) als namensgebendes Element.
Zur Danube Rail Group zählen:
Bulgarien: Die Güterbahn Bulmarket Rail Cargo.
Rumänien: Die Ende 2022 mehrheitlich erworbene Vest Trans Rail (VTR). Die 2020 als direkte Tochter der Bulmarket Rail Cargo gegründete United Railways (UWAY) wurde im Rahmen der Veränderung auf die VTR verschmolzen.
Serbien: Die mehrheitliche Beteiligung Global Neologistics (GNL), die nach kompletter Übernahme seit Ende 2025 neu als Power Rail firmiert.
Das 2025 übernommene Instandhaltungswerk LVZ 1866 in Russe ist nicht Teil der DRG.
Am 22.04.2026 wurde mit einer offiziellen Testfahrt (die allererste Fahrt fand bereits am 11. April von 92 53 0 601088-3 RO-CFR MARFA statt) der Eisenbahnverkehr auf dem Abschnitt Prut-2 [MD] – Fălciu [RO] wieder aufgenommen. Die Aufnahme des Regelverkehrs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Der letzte Güterzug fuhr 1989 auf diesem Abschnitt, der Personenverkehr wurde 2009 eingestellt.
Die Wiederanbindung der Eisenbahninfrastruktur zwischen der Republik Moldau und Rumänien stellt einen bedeutenden Schritt für die Nutzung des logistischen Potenzials der Region und in den Bemühungen dar, die Republik Moldau direkt mit dem europäischen Normalspurbahnnetz zu verbinden. Das Sanierungsprogramm zur Wiederaufnahme des Verkehrs wurde 2025 begonnen, einschließlich des Austauschs von Schwellen und der Sanierung der Eisenbahnbrücke über den Grenzfluss Prut.
Der etwa 4 km lange Abschnitt der zwischen 1917 und 1918 gebauten Strecke hat eine strategische Lage an der Grenze zwischen der Republik Moldau und der Europäischen Union; die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs auf diesem Abschnitt wird im Rahmen der Diversifizierung der Exportrouten für die Republik Moldau zu einer alternativen Gütertransitroute, die den Hafen von Constanța mit der Republik Moldau und der Ukraine verbindet. Der Abschnitt wurde für die kombinierte europäische (1.435 mm) und breite Spurweite (1.520 mm) angepasst.
Der zentrale Moment der Einweihung war die Überfahrt einer dieselelektrischen Lokomotive des Typs 060DA der neuen staatlichen Eisenbahngesellschaft in Rumänien, Carpatica Feroviar România, über die restaurierte Eisenbahnbrücke. Die Ankunft dieses Zuges in Prut-2 symbolisiert die Funktionalität der neuen europäischen Spurweitenverbindung und ist gleichzeitig eine Premiere für das Eisenbahnsystem zwischen den beiden Staaten, da mit der Maßnahme zur erheblichen Straffung der Zollabläufe und Transitoperationen die gemeinsame Kontrolle direkt auf rumänischem Territorium erfolgen soll. Am Bahnhof Prut-2 wurden durch technische Präsentationen von Eisenbahnspezialisten die neuen Tarifrichtlinien detailliert dargestellt. Die präsentierten wirtschaftlichen Analysen zeigen, dass die Nutzung der neuen Route für den containerisierten Transport Betreibern erhebliche Kosteneinsparungen und kürzere Transportzeiten bieten wird und so ein Teil der Frachtströme von bereits überlasteten Straßen- oder Hafenlogistikrouten umgeleitet werden kann.
Desweiteren auf der Agenda der am 14.04.2025 unterzeichneten Absichtserklärung zwischen der CFR SA und der CFM stehen die Elektrifizierung der Strecke Iași – Chișinău, die Modernisierung der Zollkontrolle in Ungheni sowie die Wiederaufnahme des Personenverkehrs zwischen Cahul und Galați.
Der erste Direktzug vom Railport‑Terminal in Kartepe (Türkei), durchgeführt von Mars Logistics, ist nach nur acht Tagen Fahrzeit planmäßig am Ziel Terminal im Duisburger Hafen angekommen. Zum Start sind vier Ganzzüge pro Woche geplant.
Als Teil des internationalen Netzwerks der duisport‑Gruppe soll Railport, ein Joint Venture von duisport und dem türkischen Logistikkonzern Arkas Holding, den kontinentalen Schienenverkehr stärken und Lieferketten verlässlicher und besser planbar machen.
Rumänien wird die Petrotel-Lukoil-Raffinerie innerhalb von 45 Tagen wieder in Betrieb nehmen, nachdem die USA eine Ausnahmegenehmigung von den Sanktionen erteilt haben, wie Energieminister Bogdan Ivan bekannt gab. Dieser Schritt soll die heimische Kraftstoffproduktion ankurbeln und die Importabhängigkeit angesichts des Nahostkonflikts und der Krise in der Straße von Hormus verringern.
Die Regierung erwartet von diesem Schritt auch eine Stärkung der Energiesicherheit. Rumänien soll dadurch seinen gesamten Benzinbedarf und über 60 % seines Dieselbedarfs selbst decken können, so der Minister.
Nach den nur saisonal laufenden Salz- und Düngertransporten hat die rumänische Güterbahn Devega Rail im März 2026 den Transport von (zu Würfeln gepresstem) Schrott aufgenommen. Gefahren wird zwischen Pielești bzw. Slatina und dem Stahlwerk der TMK Reșița unter Nutzung von 24 Eaos der Rolling Stock Company (RSCO).