[AT/CH] Feldkirch – Buchs gesperrt

Vom 14. Juni bis 14. Oktober 2026 wird die rund 18 Kilometer lange eingleisige Strecke zwischen Feldkirch (Österreich) und Buchs SG (Schweiz) vollständig gesperrt, um eine Sanierung zu ermöglichen.

Im Zentrum der Bauarbeiten steht die umfassende Sanierung der Brückenkette entlang der Strecke. Gleichzeitig wird der mittlerweile in die Jahre gekommene Bahnhof Nendeln barrierefrei umgebaut und modernisiert. Ergänzend dazu werden entlang der Strecke Gleise und Oberleitungen erneuert und moderne Stellwerkstechnik installiert, um den Bahnbetrieb künftig effizienter und zuverlässiger zu gestalten.

Im SPNV kommt es zu SEV, Fernverkehr und Güterverkehr wird umgeleitet. Im Güterverkehr sind unter anderem die Züge für Red Bull betroffen, die temporär via St. Magreten geführt werden.

[AT] Zweite Bauetappe im Tauerntunnel

Die ÖBB-Infrastruktur startet mit den Vorbereitungen für die zweite Etappe der umfassenden Sanierung des Tauerntunnels. Um die Arbeiten effizient und sicher durchführen zu können, muss der ÖBB-Tauerntunnel von 8. Februar bis 9. Juli 2027 vollständig gesperrt werden. Bereits ab Herbst 2026 beginnen vorbereitende Maßnahmen.

Im Mittelpunkt der zweiten Bauetappe stehen im rund zwei Kilometer langen Südabschnitt des Tauerntunnels bei Mallnitz:

  • die Sanierung des Tunnelgewölbes
  • sowie die Erneuerung der bahntechnischen Tunnelausrüstung

Um die Sperre bestmöglich zu nutzen, bündelt die ÖBB weitere notwendige Arbeiten entlang der Tauernstrecke, darunter:

  • Sanierung der Viadukte Weitmoser und Hundsdorfer
  • Erneuerung der Oberleitungsanlage im Klammtunnel
  • Erneuerung technischer Anlagen im Kaponigtunnel
  • Erneuerung von Gleisanlagen in Böckstein, Mallnitz‑Obervellach, Paternion‑Feistritz sowie Weissenstein‑Kellerberg
  • Modernisierung des Bahnhofs Rothenthurn

Die Tauernsperre 2027 wurde bewusst so geplant, dass sie zeitlich mit Bauarbeiten der Deutschen Bahn zwischen Rosenheim und Freilassing zusammenfällt. Dadurch können Synergien genutzt und Auswirkungen auf den Güterverkehr besser koordiniert werden. Auch geplante Autobahnbaustellen der ASFINAG wurden in die Planung einbezogen; die Sanierung der Straßen‑Katschberg- und Tauerntunnel beginnt erst im Herbst 2027.

[HR] Umleiter im Norden Kroatiens

Im Norden Kroatiens kam es im Grenzverkehr mit Ungarn zu Umleitungen mit Dieseltraktion. Grund waren Bauarbeiten auf der elektrifizierten Strecke Dugo Selo – Novo Drnje (- Gyékényes (Ungarn)) vom 07. bis 20.04.2026 sowie auf der Verbindung Varaždin – Koprivnica vom 07.04. bis 02.05.2026.

Die meisten Güterzüge wurden über nicht elektrifizierte Bahnstrecken via Kotoriba, Varaždin und Konjščina nach Zabok umleitet. Zum Einsatz kamen Dieselloks der HŽ Cargo (Baureihe 2062), Log Rail (Baureihe 2044) sowie der ÖBB Rail Cargo Group (Baureihe 2016).

Grafik: HŽ Infrastruktura

[DE] Totalsperrung in Oldenburg

Zur Beseitigung eines im März 2026 festgestellten Schadens an einem Längsträger an der Hunte-Klappbrücke in Oldenburg sind kurzfristig umfangreiche Instandhaltungsarbeiten notwendig. Derzeit kann die Brücke nicht mehr geöffnet werden und behindert maßgeblich den Schiffsverkehr auf der Hunte. Des Weiteren muss eine ungeplante Sperrung der Brücke für den Bahnverkehr aufgrund einer Verschlechterung des aktuellen Zustandes verhindert werden. 

Für die Instandhaltungsmaßnahmen ist eine Totalsperrung der Strecke 1500 zwischen Oldenburg Hauptbahnhof und Abzweig Hemmelsberg bzw. Strecke 1502 zum Abzweig Oldenburg-Osternburg für 78 Stunden im Zeitraum 17. Mai, 23 Uhr bis 21. Mai 2026, 5 Uhr erforderlich. 

Durch die genannten Sperrzustände kommt es im Schienenpersonenfernverkehr zu Umleitungen und Ausfällen, im Schienenpersonennahverkehr zu Ausfällen und Teilausfällen und im Schienengüterverkehr zu Umleitungen über Osnabrück – Rheine.

[DE] smart rail nutzt Filzenexpress

Während der Osterferien ist die durch den Güterverkehr für die Anbindung des Chemiestandortes Burghausen stark genutzte Strecke München – Mühldorf aufgrund von Bauarbeiten bis 13.04.2026 gesperrt. Als Umleitungsempfehlung publizierte die DB InfraGO den Weg via Landshut.

Andere Wege nutzt die Privatbahn smart rail: Die Route über den „Filzenexpress“ Grafing – Ebersberg – Wasserburg ist 60 km kürzer als die Variante via Landshut. Sie ist zudem weniger bergig und spart zwei Richtungswechsel. Bei der Fahrt über die Filztalbahn entstehen Kunden keine Mehrkosten im Vergleich zum direkten Weg via Markt Schwaben.

Die Privatbahn bezeichnete die Zusammenarbeit mit DB InfraGO als sehr kooperativ. Sogar die planmäßige Nachtabstellung von S-Bahn-Zügen im durchgehenden Hauptgleis in Ebersberg wurde temporär verlegt. Die Umsetzung des Projektes sei mit nur einer Woche Vorlauf erfolgt und zeige, wie wichtig die Offenhaltung weniger bedeutender Hauptstrecken für einen stabilen und effizienten Güterverkehr sei. Auch böten auf der genannten Umleitungsstrecke die Fernsteuerung ohne Nachtruhe und Hybridloks neue Möglichkeiten. 

smart rail wünscht sich zudem statt kurzer (historischer) Kreuzungsbahnhöfe etwa ein- bis zwei Kilometer lange Doppelspurinseln. Mit minimalen Aufwand wäre so dem Personenverkehr (stabiler und schneller) und dem Güterverkehr (Kreuzungen) geholfen.

Foto: smart rail

[DE] Ostern: Totalsperrung in Hamburg

Zur Fertigstellung der Instandhaltungsarbeiten am Bauwerk Eisenbahnüberführung Billhorner Brückenstraße ist eine kurzfristige durchgehende Totalsperrung der Strecke 1280 zwischen Hamburg-Rothenburgsort und Abzweig Oberhafen im Zeitraum 3. April 6 Uhr bis 6. April 2026 11 Uhr zwingend erforderlich. Nur mit dieser Sperrung können die Arbeiten – beide Streckengleise betreffend – durchgeführt werden, sodass bis zum Ende der Generalsanierung Hamburg – Berlin eine zweigleisige Betriebsführung wieder ermöglicht werden kann. 

Diese Sperrung liegt zeitlich parallel zu weiteren Totalsperrungen auf dem ScanMed-Korridor zwischen Neumünster und Rendsburg, sowie in Dänemark, sodass die internationalen Schienengüterverkehre (SGV) nicht zusätzlich betroffen sind. 

Aufgrund der Kurzfristigkeit erfolgen die notwendigen Umleitungen über Hamburg Hauptbahnhof im SGV durch den Unterjährigen Fahrplan. 

[DE/AT] Grenzchaos bei GSH Obertraubling – Passau?

Im Rahmen der Generalsanierung Obertraubling – Passau gibt es Verstimmungen zwischen dem deutschen und dem österreichischen Infrastrukturbetreiber. So hat DB InfraGO hat alle Umleiter schon im Netzfahrplan ausgeregelt, die ÖBB macht das im Baufahrplan Phase für Phase. Nach Auskunft von Brancheninsidern sei man in Wien „arg verschnupft“ gewesen, dass InfraGO einfach mehr als die vereinbarten 80 Trassen via Salzburg umleitet und es nicht mit ihnen abstimmt.

So schreibt die ÖBB-Infrastruktur an ihre Kunden:

Mit 14.06.2026 beginnen die Einschränkungen bei der GSH Obertraubling – Passau. Die Kombination aus Teil- und Gesamtsperren gestaltet sich unverändert wie folgt:

  • Phase 2: 14.06.2026 – 11.07.2026: Gesamtsperre Obertraubling – Passau
  • Phase 3: 11.07.2026 – 20.09.2026: Teilsperre Obertraubling – Passau
  • Phase 4: 20.09.2026 – 12.12.2026: Gesamtsperre Obertraubling – Passau

Wie in der Vergangenheit mehrfach angekündigt wird mit Änderungstermin 14.06.2026 die Umleitung mit einer dauerhaften Änderung zum Netzfahrplan abgearbeitet. Die Umleitungsmaßnahmen sind daher in Abstimmung mit den zuständigen Servicemanager (Robert Glinz) bei der ÖBB-Infrastruktur ehestmöglich jedoch bis spätestens 04.05.2026 im Bestellsystem M-AMA zu bestellen.

Wir bitten die Bestellungen hinsichtlich der wesentlichen Parameter noch einmal mit ihren Partner-EVU in Deutschland und der Trassenzuweisung bei DB InfraGO abzugleichen, damit eine geordnete Abarbeitung der Bestellung möglich ist. Die Konstruktion der Umleitungstrassen erfolgt „realitätsnah“ entsprechend der spezifischen Vorgaben für den unterjährigen Netzfahrplan („Baufahrplan“). Aus einer für die Umleitung zugewiesenen Zugtrasse kann keine betriebliche Machbarkeit für die folgenden Netzfahrplanperioden abgeleitet werden. Die Rückleitung von ausgewählten Zugtrassen in der Phase 3 (Teilsperre Obertraubling – Passau) erfolgt mittels FAPLO durch NZ-KM-Baufahrplan.

Da DB InfraGO in den Phasen 2 und 4 (Gesamtsperren) bis zu 120 Güterzugtrassen über die Grenze Salzburg/Freilassing umleitet, die ÖBB-Infrastruktur aber gemäß Koordination im Vorfeld nur für 80 Güterzugtrassen zwischen Wels und Salzburg im Netzfahrplan Kapazitäten „reserviert“ hat, müssen an den verkehrsstarken Tagen Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag im Tageszeitraum (06:00 – 22:00) noch 15 bis 20 Güterzugtrassen großräumig über den Laufweg Bischofshofen – Selzthal – St. Michael – Wr. Neustadt weiter umgeleitet werden, damit trotz der Überbuchung um rund 20 – 25 Trassen ein Mindestmaß an Betriebsqualität zwischen Wels und Salzburg gewährleistet werden kann. Sollte die Betriebsqualität nicht ausreichend sein, behält sich die ÖBB-Infrastruktur vor, kurzfristig weitere Zugtrassen großräumig auf andere Laufwege umzuleiten.

Auf Grund der bereits erfolgten Überbuchung gibt es im gesamten Zeitraum der Phase 2 und der Phase 4 zwischen Wels und Salzburg keine freien Kapazitäten für den Ad-Hoc Verkehr. Zuweisungen sind daher nur dann möglich, wenn einerseits eine Zuweisung bei DB InfraGO für den Abschnitt Freilassing – Rosenheim vorliegt und mit der Trassenbestellung auch gleichzeitig eine gleichwertige Zugtrasse zwischen Wels und Salzburg bei ÖBB-Infrastruktur storniert wird. Ausgenommen davon sind nur Verkehre mit Quelle / Ziel entlang der Strecken Wels – Salzburg und Salzburg – Freilassing. Diese Trassenbestellungen unterliegen einer Machbarkeitsprüfung.“

[DE] 1 1/2 Monate Verspätung für Hamburg – Berlin

Wie angekündigt verspätet sich die Fertigstellung der abgespeckten Generalsanierung. Am 11.03.2026 hat die DB Details zum geänderten Zeitplan publiziert:

Inbetriebnahme Hamburg – Hagenow-Land am 15.05.2026. Der Güterverkehr wird über Hamburg – Verden – Hannover, Hamburg – Uelzen – Stendal sowie über Hamburg – Schwerin – Neustrelitz – Berlin umgeleitet. 

Am Morgen des 14. Juni erfolgt im zweiten Schritt die Inbetriebnahme des gesamten Korridors Hamburg – Berlin. Dann fahren wieder alle Fern-, Regional- und Güterzüge auf ihrem Regelweg.

Die Qualitätsoffensive zwischen Hamburg und Hannover wird wie geplant am 1. Mai starten – jedoch mit einem angepassten, stufenweisen Konzept. Diese Anpassung ist nötig, damit weiterhin Fern- und Güterverkehre zwischen Hamburg und Berlin umgeleitet werden können. 

Für die Arbeiten wird der Streckenabschnitt Celle – Hannover wie vorgesehen am 1. Mai vollständig gesperrt. Auf dem Abschnitt Celle – Uelzen werden bis zum 14. Mai noch Güterzüge, im Abschnitt Uelzen – Lüneburg noch Fern- und Güterzüge verkehren. Vom 14. Juni an wird der gesamte Streckenabschnitt für die Qualitätsoffensive gesperrt. Der Umfang der in diesem Konzept durchführbaren Maßnahmen wird dementsprechend geringer sein als geplant. 

Grafik: NEE

[DE] Umleiter während Sanierung Bremen – Bremerhaven

Während der Generalsanierung Bremen – Bremerhaven vom 9. Juli bis zum 10. Dezember 2027 sind Umleitungen erforderlich. DB InfraGO bietet Umleitungskapazitäten mit Dieseltraktionsleistungen auf der nicht elektrifizierten Strecke Bremerhaven-Wulsdorf – Bremervörde – Rotenburg (Wümme) unter Nutzung der Infrastruktur der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (evb) an. Eine separate Trassenanmeldung bei der evb ist nicht notwendig, diese wird durch DB InfraGO an die evb weitergeleitet.

Zugangsberechtigte, die die bereitgestellten Dieseltriebfahrzeuge nutzen möchten, bestellen die entsprechende Trasse sowie das Dieseltriebfahrzeug im Netzfahrplan (NEP 1 oder NEP 2), und schließen einen Kooperationsvertrag mit DB InfraGO über die Nutzung des Dieseltriebfahrzeugs ab.

Alternativ können die Zugangsberechtigten eine Kompensation für die Nutzung der genannten Umleitungsstrecke sowohl im Gelegenheitsverkehr als auch im Netzfahrplan erhalten, wenn Sie die Dieseltraktionsleistung selbst erbringen. Die Kompensation für die vorliegende Strecke beträgt voraussichtlich 2.506 Euro je Zuglauf (einfache Strecke).

[DE] MTEG fährt Umleiter für RTB CARGO

Wegen den Bauarbeiten auf der Strecke Hamburg – Berlin können die seit 2024 existierenden Pkw-Transporte Emden (VW) – Rostock-Seehafen (Autolink) nicht den bisherigen Laufweg nehmen. Als Subunternehmen der vom Logistiker Milšped beauftragten RTB CARGO fährt die Muldental Eisenbahnverkehrsgesellschaft (MTEG) aktuell die 2-3 Umläufe pro Woche via Lübeck – Bad Kleinen. Deren Schwesterunternehmen Anschlussbahn-Servicegesellschaft Pressnitztalbahn (ASP) übernimmt in Rostock jeher die letzte Meile.

Foto: G. Laage