Entgleisung auf der Ofotbanen geklärt

Der Unfall mit einem Erzwagen am 09.12.2021 gegen 4 Uhr im Bahnhof Straumsnes auf der Ofotbanen ist aufgeklärt. Die Entgleisung wurde von einem der Detektoren von Bane NOR gemeldet, die Sichtprüfung des Triebfahrzeugführers erfolgte jedoch ohne Auffälligkeiten. Der Railcare-Zug AB 42601 fuhr dann sechs Kilometer weiter bis zum Bahnhof Rombak, wo er zum zweiten Mal von einem Entgleisungsdetektor erfasst wurde. Bei der erneuten Überprüfung des Zuges wurde festgestellt, dass Wagen 12 entgleist war. Zwischenzeitlich waren große Schäden an der Infrastruktur entstanden.

Die Untersuchungen der Unfalluntersuchungsstelle haben ergeben dass der nicht komplett entleerte Wagen zunächst in Schräglage geraten war und später entgleiste. Für die Überprüfung einer kompletten Entleerung vor Abfahrt des Zuges gibt es bislang keine festgelegten Verfahren.

LKAB und Kaunis Iron als Auftraggeber für Railcare verwenden unterschiedlich Waggontypen des Herstellers Kiruna Wagon. Bei LKAB als mehrheitlicher Betreiber der Erztransporte kommen Fanoo-Waggons mit Bodenentleerung („bottom dumper“) zum Einsatz. Kaunis Iron nutzt hingegen Muldenkipper („helix dumper“). Die Entladung der Züge von Kaunis Iron findet nicht im LKAB-Terminal in Narvik statt sondern in einer Halle im Stadtteil Fagernes, wo sich in unmittelbarer Nachbarschaft auch das KV-Terminal befindet.

Erzwagen der LKAB. Foto: Kiruna Wagon
„helix dumper“ analog den Fahrzeugen der Kaunis Iron. Foto: Kiruna Wagon

Die Schräglage wurde vom Detektorsystem von Bane NOR erkannt, aber das System war nicht so konfiguriert, dass es vor der Gefahr warnte. Die staatliche Unfalluntersuchungskommission empfiehlt der staatlichen Eisenbahnaufsichtsbehörde, Bane NOR aufzufordern, Systeme einzurichten, die sicherstellen, dass gefährliche Zustände, die von den Detektionssystemen auf der Ofotbanen festgestellt werden, dem zuständigen Eisenbahnunternehmen und der Verkehrsleitung gemeldet werden.

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