Die Ports de Lille verzeichnen einen Zuwachs bei den Bahnverbindungen:
Der im Februar 2015 gemeinsam mit T3M gestartete Intermodalzug von Lille Port Fluvial (Kanalhafen) nach Toulouse ist inzwischen mit 50 TEU voll ausgelastet und wurde kürzlich von 3 auf 5 x wöchentlich aufgestockt. Traktionär ist DB Cargo France (ex Euro Cargo Rail (ECR). Der anfänglich angebotene Halt in Valenton entfiel mit Erreichen der Vollauslastung ab Lille.

Ebenfalls voll ab Lille ausgelastet ist inzwischen der im Dezember 2016 von den Ports of Lille und T3M mit fünf wöchentlichen Rundläufen gestartete Dienst nach Marseille. Dort entfiel ebenfalls der Halt in Valenton. Traktionär ist hier Captrain France (ex VFLI).
Im Dezember 2016 wurde ein zweiter Dienst für T3M von Lille Port Fluvial gestartet, diesmal nach Marseille, fünfmal pro Woche betrieben von VFLI (jetzt Captrain France). Diese hat auch Valenton angelaufen, ist aber jetzt voll beladen von Lille.
Um die Kapazität zu erhöhen, nimmt das Terminal in Lille ab September den Samstagsbetrieb auf, was eine Aufstockung auf sechs Zugpaare pro Woche auf jeder Strecke ermöglicht. Die Züge können jedoch nicht wie erhofft auf 850 Meter verlängert werden, sondern sind auf 720 Meter beschränkt und der Hafen wird von einer restriktiven eingleisigen Strecke von der Werft Lille Délivrance aus angefahren.
Die Einrichtung einer dritten Intermodalverbindung scheitert an mangelnden Kapazitäten, denn Lille Port Fluvial wurde nicht als Containerterminal konzipiert. Als Alternative entwickelt der Hafenbetreiber den Standort Santes. Dieser wird bereits gelegentlich von Spotzügen mit Zuschlagstoffen und Getreide bedient. Der Gleisanschlussgleis des Hafens auf der Strecke Lille – Béthune wurde kürzlich modernisiert, um regelmäßigere Züge zu ermöglichen. Ports de Lille und T3M untersuchen derzeit einen möglichen intermodalen Dienst nach Rennes, der wahrscheinlich Santes bedienen würde.

