Normalspur für SEAT und Mittelmeerhäfen

Das SEAT-Werk in Martorell – der wichtigsten Industrieanlage in Katalonien –, bekommt Anschluss an die „UIC-Spurweite“, was trotz der Fertigstellung der Strecke Barcelona – Perpignan vor zehn Jahren immer noch aussteht und nun für 2024 geplant ist. SEAT wird über die Strecke Strecke Castellbisbal – Martorell auf internationaler Spurweite (1.435 mm) mit der französischen Grenze verbunden werden, sodass die spanische Marke in der Lage sein wird, ihre Fahrzeuge auf Normalspur zu und von ihren europäischen Produktions- und Vertriebszentren zu bewegen.

Voraussetzung dafür war die Wiederherstellung der seit den 1980er Jahren stillgelegten, eingleisigen Strecke durch den Costablanca-Tunnel, sie ermöglicht jetzt die Fortsetzung der Arbeiten an der parallel gelegenen zweigleisigen Strecke Castellbisbal – Martorell und stellt eine Alternative für den Zugverkehr dar, während an der Anpassung des Castellbisbal-Tunnels gearbeitet wird.

Der Mittelmeerkorridor, bekannt als „La Puerta de Europa“, wird bis 2025 den normalspurigen Zugang zu den Häfen von Barcelona, Tarragona, Castelló und Valencia schaffen. In Barcelona werden gegenwärtig der neue Bahnhof Sagrera und die Zufahrten zum Hafen vorangetrieben. Im Süden wird auf dem Abschnitt Castellbisbal – Vila-seca intensiv am Spurwechsel gearbeitet, der den Personen- und Güterverkehr beeinträchtigt; mit einer neuen Kurve La Boella – Vila-seca wird der Hafen Tarragona angeschlossen. Auf dem Abschnitt Tarragona – Vandellós steht die Umspurung an, die (eigentlich bis 2021) nun in Abstimmung mit dem Abschnitt Vandellós – Castelló durchgeführt wird. Zwischen Vandellós und Castelló haben die Umspurarbeiten bereits begonnen, während sie sich zwischen Castelló und València in der Endphase der Ausführung befinden.

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