Der neue Vorstand von PKP Cargo erwägt, bei der Staatskasse eine Entschädigungsklage einzureichen. Die Schätzung möglicher Einnahmeverluste aufgrund gebrochener Verträge für den Transport anderer Güter als Kohle ist noch im Gange. Der Vorstand von PKP Cargo informierte am 20.06.2024 die Bezirksstaatsanwaltschaft in Warschau über eine mögliche Straftat, die von Personen begangen wurde, die in den Jahren 2022 – 2023 Mitglieder des Vorstands von PKP Cargo waren und die Beschlüsse des Premierministers vom 25.07. und 06.10.2022 über den Transport von Kohle ohne ordnungsgemäße Rechtsgrundlage und ohne angemessenen Schutz der Interessen des Unternehmens umgesetzt haben, was dem Unternehmen nach Angaben der neuen Geschäftsführung einen enormen finanziellen Schaden zugefügt hat.
Es handelt sich um Aufträge aus dem Jahr 2022 für den Transport von etwa 4,5 Mio. t Importkohle für Haushalte, der auf Wunsch der Regierung wegen des Embargos gegen Russland durchgeführt wurde.
Gleichzeitig legten die Anmelder der Staatsanwaltschaft auch die Frage der Verantwortlichkeit des damaligen Premierministers Mateusz Morawiecki als Urheber der oben genannten Entscheidungen und des ehemaligen Ministers für Staatseigentum Jacek Sasin vor, die ihre Befugnisse beim Erlass und der Durchführung der oben genannten Entscheidungen überschritten haben sollen. Diese könnten darüber hinaus zum Nachteil des öffentlichen Interesses gehandelt haben und damit die Disposition des Amtsmissbrauchs durch einen Amtsträger erfüllt haben.

