Seit „Urzeiten“ ein Bestandteil des Bahnbetriebes soll nun die „akustische Wirkung des Pfeifens als Warnung im Schienenverkehr“ untersucht werden. Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat im Amtsblatt der Europäischen Union ein entsprechendes Forschungsprojekt ausgeschrieben (590785-2025):
„Ein Schienenfahrzeug hat eine eingeschränkte Auswahl von Reaktionen auf sicherheitskritische Situationen im Betrieb. Die Betätigung des Signalhorns und damit die Warnung von Personen hat einen großen Einfluss auf die Überlebenschancen im Gefahrenbereich. Die Wahrnehmbarkeit des Signalhorns durch eine Person ist nicht ausreichend untersucht und stellt eine Wissenslücke dar.
Die Vielzahl an verschiedenen Parametern, wie unmittelbare Umgebung, Wetterverhältnisse etc., erschweren eine fundierte Bewertung der Wahrnehmbarkeit. Die wenigen vorhandenen Untersuchungen zeigen deshalb und aufgrund unterschiedlicher Modellannahmen stellenweise abweichende Ergebnisse. Gleichzeitig führt der überflüssige Einsatz des Signalhorns zur Belastung des Umfelds. Aus dem aktuellen Wissensstand lässt sich nicht fundiert ableiten, wann und mit welcher Wahrscheinlichkeit der Warnton eines Signalhorns in Abhängigkeit von der Entfernung und anderen Parametern von Personen wahrgenommen wird. Diese Wissenslücke spielt u. a. für die künftige Automatisierung von Schienenfahrzeugen eine wichtige Rolle. Es fehlt eine quantitative Grundlage, damit ein technisches System die Entscheidung regelbasiert treffen kann, ob eine akustische Warnung in Gefahrensituation wahrgenommen werden kann.“
Ziel der strategischen Auftragsvergabe ist die Verringerung der Auswirkungen auf die Umwelt. Das Ergebnis des Projekts soll dabei helfen, den Schienenverkehr zu stärken und auf die Zukunft besser auszurichten. Frist für den Eingang der Angebote ist der 15.10.2025.

