[DE] Huntebrücke in Oldenburg beschädigt

Bei fortlaufenden Instandsetzungsmaßnahmen der DB InfraGO ist an der Eisenbahnklappbrücke über die Hunte in Oldenburg (Oldb) ein Materialschaden festgestellt worden. Daher kann die Brücke bis auf Weiteres nur eingleisig befahren werden, was zu Einschränkungen im Zug- und Schiffsverkehr führt. Täglich passieren mehr als 100 Züge das rund 70 Jahre alte Bauwerk, darunter etwa 90 Reise- und mehr als 30 Güterzüge. 

Im Obergurt, dem Trägerteil des Gegengewichts der Brücke, wurde am 04.11.2025 bei planmäßigen Instandsetzungsarbeiten ein Riss entdeckt. Aus Sicherheitsgründen und um die Belastung zu reduzieren, musste ein Klappteil der Brücke festgesetzt und ein Gleis gesperrt werden. Das zweite Gleis kann mit reduzierter Geschwindigkeit (20 km/h) für den Zugverkehr frei bleiben. Eine Vollsperrung konnte so vermieden werden. Schiffe können die Brücke im Wechsel unter dem klappbaren Teil passieren.

Bis wieder regulärer Zugverkehr möglich ist, muss das rund 500 Tonnen schwere Gegengewicht der Brücke mit speziellen Hydraulikeinheiten abgestützt werden. Nach einer ersten Schätzung werden die Arbeiten dafür voraussichtlich drei bis vier Wochen dauern. 

Im Anschluss kann das beschädigte Bauteil am Obergurt ausgetauscht werden. Diese Arbeiten können überwiegend nachts erfolgen und wirken sich voraussichtlich nicht oder nur kurzfristig auf den Zugverkehr aus.

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