[BE] Erneute „Millionenspritze“ für Lineas

Die angeschlagene belgische Güterbahn Lineas erhält erneut zusätzliche staatliche Hilfe und entwickelt sich für den bisherigen Minderheitsaktionär zum „Fass ohne Boden“: So stockt der staatliche Investitionsfonds SFPIM die bereits zugesagten Finanzmittel über 61 Mio. EUR um weitere 60 Mio. EUR auf. Die eigentlich privatisierte Güterbahn wird somit mehrheitlich rückverstaatlicht. 2024 hatte das Unternehmen bereits 106 Mio. EUR zusätzliches Kapital erhalten. Nach wie vor hofft man auf den Einstieg eines privaten Investors – bislang wurde noch nichts über mögliche Interessenten bekannt.

Lineas verzeichnete 2025 einen Umsatzrückgang um 11 % auf 438 Mio. EUR. Der operative Verlust stieg von 14 auf 30 Mio. EUR. Laut CEO Erik van Ockenburg liegt die Ursache in einer tiefgreifenden Strukturkrise bei drei Schlüsselkunden aus der Chemie-, Stahl- und Automobilindustrie. Ab 2027 sollen wieder schwarze Zahlen geschrieben werden. Wie das erreicht werden soll wurde bisher nicht publiziert.

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